Bahntrassen: NW 1.13 Helpenstein (Erft) – Rommerskirchen

Nachdem ich letztes Wochenende auf Bahnradwegen im Ruhrgebiet und Bergischen Land unterwegs war (ja ja, ich weiß, die Berichte stehen noch aus….), wollte ich heute einmal auf den zweitnächsten Bahnradweg hier in der Nähe (der nächste ist tatsächlich umittelbar hier, wo ich wohne!!!), dem auf bahntrassenradeln.de katalogisierten NW 1.13 Helpenstein (Erft) – Rommerskirchen fahren.

Ich bastelte mir einen Zubringer dorthin und fuhr los. Der Zubringer klappte, allerdings fand ich die Auffahrt auf den Bahnradweg nicht sofort. Sie ist ziemlich tricky. Man fährt hinter dem Bahnhof von Rommerskirchen über die Bahngleise geradeaus, dann führt ein Weg nach rechts auf diese Brücke zu. Und der Aufgang zur Bahntrasse ist direkt rechts hinter der Brücke. Ihr müsst es wissen, sonst fahrt Ihr vorbei, und meine Tracks waren an der Stelle nicht so, dass ich es hätte daran erkennen können.

Bei der Hinfahrt verpasste ich also den Beginn der Trasse, was aber nicht so schlimm war. Die nächste Auffahrt etwa einen halben Kilometer weiter, verstand ich dann. Die Auffahrten Sie nicht so ganz leicht zu erkennen, denn die Wege auf die Bahntrasse sehen aus wie Waldwege, im ersten Moment kann man als Ortsunkundiger gar nicht glauben, dass es da wirklich hoch auf eine Bahntrasse gehen soll.

Na ja, im eigentlichen Sinne tut es das ja auch nicht, denn eine echte Bahntrasse war es ja nie, auf was man da auffährt. Die Planungen für die so genannte Strategische Bahnstrecke von der Erft zur Ahr wurden nie in die Realität umgesetzt und es gab nie Gleise auf dem Bahndamm. Deswegen heißt die Strecke ja auch „Strategischer Bahndamm„. Hm, Bahndamm könnte stimmen, einen strategischen Eindruck hab ich bei meiner Fahrt darüber eher nicht gewonnen.

Denn es ist letztendlich ein Waldweg unterschiedlicher Qualität, den man hier befährt. Er führt schnurstracks von Süd nach Nord. Aber es gibt kein unterbrechungsfreies Fahren: immer wieder so etwas: steile Abfahrten und Auffahrten, wo eigentlich Brücken über querende Straßen oder Taleinschnitte führen sollten.

Der Weg des Bahndammes selber weist auf der gesamten Strecke einen wassergebundenen Belag auf. Im Süden ist er etwas breiter und hat keine Spuren, bis auf gelegentliche mit Schotter oder weichem Sand aufgefüllte Stellen ganz gut befahrbar.

Im Norden wird der Weg dann immer schmaler und hat irgendwann den Charakter eines Single Trails. Neben der immer schmaler werdenden Fahrspur gibt es tiefe Rillen von Waldfahrzeugen. Hier hatte ich mit meinem relativ großen und steifen Gravel Rad, meinem SCHWARZEN BULLEN, einiges an Fahrgeschick aufzubieten.

Brücken prägen den Weg irgendwie, entweder Fehlende, die steile Rampen erforderlich machen (siehe oben), oder ganz Hübsche mit sogar schönen Ausblicken.

Manchmal führen sogar Brücken über die Trasse, dann hatte ich das Gefühl für die Topografie komplett verloren, dachte ich doch immer, ich fahre schon auf einer Erhebung.

Am Ende die Erft, das Ziel. Bei meiner gestrigen Fahrt, das muss ich zugeben, sogar das Ersehnte. Es war zwar interessant, über diesen Bahndamm zu fahren, allerdings auch ziemlich anstrengend und ich musste mich eigentlich die ganze Zeit ordentlich konzentrieren. So richtiges Erleben ist da nicht aufgekommen.

Die im entsprechenden Artikel auf bahntrassenradeln.de angekündigte Entwicklung zu einer Veloroute scheinen in dem aktuellen Zustand, aber auch nach den erläuternden Schildern, die entlang der Trasse schon einmal zu sehen sind, unrealistisch. Der Freizeitwert des Bahndammes erschließt sich aus meiner Sicht eher Spaziergänger*innen und Reiter*innen, Radlern eher nicht, es sei denn, sie sind mit dem Mountain-Bike unterwegs und eher geländeaffin.

Ich sag mal, das war ganz schön, muss aber nicht noch einmal sein.

Auf der Rückfahrt bin ich dann das Stück, das ich am Anfang ausgelassen hatte, auch noch gefahren.

Um hier zu enden (bzw. natürlich nach einem Abstieg über die Treppe auf dem Weg unten.

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