Wenn das Hinterrad kapituliert: Mein Schnee-Abenteuer auf drei Rädern ❄️
Schnee im Rheinland! Nach den Flocken am Wochenende und knackigen Minustemperaturen hat sich unsere Region in ein echtes Winterwunderland verwandelt. Das wollte ich mir natürlich nicht entgehen lassen und hatte einen Plan: Ab auf die Glessener Höhe, den Aussichtsturm erklimmen und den weiten Blick über die weiße Pracht genießen.
Also habe ich mein ICE Adventure HD, besser bekannt als „Lunetta“, gesattelt und bin losgezogen. Hast Du Dein Rad diesen Winter auch schon ausgeführt? 😉
Start im weißen Watt
Meine Tour begann in Bergheim-Kenten und führte mich über die neue Kreisstraße Richtung Oberaußem. Hier war die Welt noch in Ordnung, aber ordentlich weiß! Der nagelneue Radweg war unter einer drei bis fünf Zentimeter dicken Schneeschicht begraben. Das war so fluffig, dass ich die Kante zum Seitenstreifen erst gespürt habe, als ich schon fast darüber rollte.
Trotzdem war es eine herrliche Fahrt durch die Stille. Weiter ging es durch Oberaußem hinauf zum Hallerhof und von dort auf direktem Weg Richtung Glessen, bis die Auffahrt zur Glessener Höhe vor mir lag.
Die Rampe des Scheiterns
Und hier fing die Herausforderung an. Gleich zu Beginn wartete eine steilere Rampe auf mich – und „Lunetta“ streikte.

Das Hinterrad drehte im Schnee einfach durch, kein Zentimeter Vortrieb mehr. Ich versuchte es mit Zurückrollen und neuem Anlauf, aber nichts zu machen. Also hieß es: Schieben!

Nachdem die Rampe flacher wurde, hoffte ich auf genug Schwung für den weiteren Aufstieg. Aber Pustekuchen! Nach etwa 200 Metern stand ich wieder. Ich habe alles probiert: Elektroantrieb rein, raus, kleinster Gang, größter Gang – totale Ratlosigkeit. Das Hinterrad fräste sich in den Schnee, während ich stehen blieb. Ehrliches Scheitern nennt man das wohl. 🤷♂️
Umweg mit Genussfaktor
Ich habe mich schließlich geschlagen gegeben, gewendet und bin über Glessen zurückgefahren. Um die Tour trotzdem zu genießen, gab es noch einen Schlenker über Brauweiler und hinter dem Clarenhof vorbei Richtung Königsdorf nach Hause.
Am Ende standen über 32 Kilometer auf dem Tacho. Und ich sage Euch: Trotz E-Unterstützung war das knallharte Arbeit! Der Schlupf im tiefen Schnee kostet Kraft, und bei jeder kleinsten Steigung musste ich höllisch aufpassen, nicht wieder steckenzubleiben. Wer tiefer in die Technik eintauchen will: Das ICE Adventure HD ist eigentlich extrem geländegängig, aber bei Eis und lockerer Decke stößt jedes Rad mal an Grenzen.
Drei Räder gegen das Rutschen
Interessanterweise hat mich an der Glessener Höhe ein Gravel-Biker mit ordentlichem Tempo überholt. Es geht also doch! Aber ganz ehrlich: Mir wäre das bei der Glätte viel zu riskant. Meine drei Räder liegen wie ein Brett auf der Straße. Umkippen? Unmöglich! Gerade bei diesem Wetter liebe ich die Stabilität meiner Trikes.
Falls Du auch im Winter fährst, schau Dir mal diese Tipps vom ADFC zum Radfahren im Schnee an – besonders das Absenken des Reifendrucks hätte mir an der Rampe vielleicht geholfen. Schon mal probiert?
Fazit: Ich kann mich nicht erinnern, jemals so weit durch eine geschlossene Schneedecke gefahren zu sein. Ein unglaubliches Erlebnis, Missgeschick hin oder her!
Die zugehörige Komoot Tour findet Ihr hier: https://www.komoot.com/de-de/tour/2742567819?share_token=a1G26Uq2TTz534AowBEu0onLzXieXliO4xnTOTaSgxC2FyQfZC&ref=wtd
Die Komoot Collection für Januar 2025 gibt es hier: https://www.komoot.com/de-de/collection/4040679/-jan26?ref=collection
Und mein Google Fotoalbum für Januar 2026 ist hier zu sehen, da gibt es auch noch viele weitere Bilder der Tour: https://photos.app.goo.gl/wkZApYk8bow1dNTy5
Hat es Dich diesen Winter auch schon in den Schnee gezogen? Bist Du eher Team „Sicheres Trike“ oder Team „Mutiges Gravel-Bike“? Schreib es mir in die Kommentare! 👇

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