
Mit dem Faltrad durch das Rheinland: Warum Multimodalität mehr als nur Pendeln ist
Hast du dich schon mal gefragt, wie viel Abenteuer in deinem täglichen Arbeitsweg oder dem Besuch bei der Familie steckt? Gestern war so ein Tag, an dem ich das Auto keine Sekunde vermisst habe. Komm mit auf eine kleine Reise zwischen Horrem, Köln und Langenfeld. 🚲🚋
Von Werkstatt-Stopps und pünktlichen Zügen
Alles begann gestern zu Fuß. Mein treuer Begleiter, das Brompton (liebevoll „GSpot“ genannt), war zur Inspektion bei Radfieber in Köln. Also ging es in Horrem erst einmal ohne Rollen los: Ein Kilometer Fußweg zum Bahnhof in etwa zehn Minuten – ein guter Start, um wach zu werden.
Ich habe mich für den RE1 entschieden. Warum? Er lässt die kleinen Haltestellen der S12 und S19 links liegen und bringt mich fix nach Ehrenfeld. Aktuell ist der RE1 (betrieben von National Express) erstaunlich pünktlich. Das liegt wohl an der Baustellensituation rund um Duisburg: Da der Zug momentan in Düsseldorf endet und nicht bis Hamm durchfährt, bleibt der Fahrplan stabil. Hast du das auch schon bemerkt?
Über die Brücke ins Glück
Nach einem kurzen Umstieg in die U4 am Ehrenfeld Gürtel war ich fix am Friesenplatz und konnte mein frisch gewartetes Rad bei Radfieber auslösen. Da das Wetter hielt, wollte ich die Heimfahrt nach Langenfeld direkt für eine Probefahrt nutzen.
Mein Weg führte mich über die Hohenzollernbrücke. Gestern war sie fast menschenleer – ein seltener Genuss, diesen Ausblick zurück auf den Dom ganz ohne Slalomfahrt zu erleben. Von Deutz aus sollte es mit der S6 weitergehen. Diese Linie ist das Rückgrat meiner Touren, da sie wichtige Knotenpunkte wie den Hansaring, Köln HBF, Messe/Deutz und Mülheim verbindet.
Neue Wege in Langenfeld
Obwohl die S6 in Deutz 15 Minuten Verspätung hatte, blieb ich entspannt – Zeit für eine Stulle! In Leverkusen-Rheindorf schwang ich mich wieder in den Sattel. Ich liebe es, die Gegend um Langenfeld herum neu zu entdecken. Gestern gab es ein echtes Highlight: Die Strecke von Reusrath nach Immigrath über die Reusrather Straße. Das ist eine offizielle Fahrradstraße, die fast autofrei durch die Felder führt. 10 Kilometer extra auf dem Tacho und ein dickes Like für diese Route! Kennst du dort noch mehr Geheimtipps?
Der Enkel-Express und die Physik der Bahn
In Langenfeld verwandelt sich mein Brompton in einen „Zug“: Hinten hängt ein Thule-Anhänger dran. Das macht meinen Enkel und mich maximal flexibel und sorgt für eine Menge Spaß.

Auf dem Rückweg (ca. 4,5 km zum Bahnhof Langenfeld) gab es noch ein technisches Learning: Spanngurte sind ein Muss! Wer sein Brompton gefaltet in der S-Bahn transportiert, weiß, dass die Züge manchmal recht ruckartig bremsen. Damit das Rad nicht verselbstständigt, wird es jetzt fixiert. Sicher ist sicher. 🛡️

Fazit: Mobilität ist Lebensgefühl
Diese Art zu reisen ist für mich pure Lebensqualität. Ich sehe die Landschaft intensiv, entdecke Orte für den nächsten Ausflug und genieße die Zeit mit meinen Liebsten. Es ist nicht nur der Weg von A nach B – es ist Freiheit auf zwei (oder mehr) Rädern.
Wie kombinierst du Rad und Bahn? Schreib es mir in die Kommentare oder teile deine Lieblingsroute!

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