
Den untenstehenden Artikel zur „Autodämmerung“ hatte ich ja vor ein paar Tagen schon hier veröffentlicht. Jetzt gibt es dazu einige Updates:
Artikel: Stau fressen, Lebenszeit verschwenden – oder lieber radeln?
Köln, Stau, 7.000 Tage futsch. Autofahrer:innen in NRW verlieren laut Stadtanzeiger genau diese Lebenszeit – im Stau. Nicht beim Cruisen, nicht beim Genießen: im Stillstand. Bundesweit sieht’s nicht besser aus. Währenddessen gewinne ich täglich Lebensfreude und echte Zeit – auf dem Rad. Klingt nach einem guten Deal, oder?
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Tempolimit: Die Bundesregierung muss liefern
Die Deutsche Umwelthilfe (DUH) hat eine Klage gewonnen: Die Bundesregierung muss endlich mehr für den Klimaschutz im Verkehrssektor tun. Eine konkrete Idee liegt schon auf dem Tisch: Tempolimits. Die DUH ruft zur Unterstützung auf – ich hab natürlich schon unterschrieben. 🚴♀️✨
Warum das wichtig ist? Laut Umweltbundesamt könnten Tempo 100/80/30 (Autobahn/außerorts/innerorts) bis zu 11,7 Millionen Tonnen CO₂ pro Jahr einsparen – und nebenbei hunderte Menschenleben retten. Kein Witz: niedrigere Geschwindigkeiten bedeuten weniger Unfälle, kürzere Bremswege, besseren Verkehrsfluss.
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ADAC-Verkehrspräsident musste gehen – wegen Klimaschutz-Äußerungen
Apropos Auto-Lobby: Der ADAC-Verkehrspräsident Gerhard Hillebrand ist zurückgetreten. Der Grund? Er hatte sich in einem Interview mit der Neuen Osnabrücker Zeitung Ende Dezember positiv zur CO₂-Bepreisung geäußert: „Der ADAC hält die CO₂-Bepreisung für ein richtiges Instrument, um die Klimaschutzziele zu erreichen. Die Leute brauchen den Anreiz, um auf klimaschonende Alternativen zum Diesel und Benziner umzusteigen.“
Die Reaktion? 60.000 Kündigungen im Januar. Tausende Mitglieder fühlten sich vom ADAC verraten – obwohl Hillebrand ausdrücklich betonte, man solle sich Zeit lassen und Preisspitzen vermeiden, und Alternativen müssten bezahlbar sein. Laut Handelsblatt führten seine Äußerungen zu „erheblichen Irritationen“ – er übernahm die Verantwortung für den „Reputationsschaden“.
Die Ironie: Trotz der Kündigungswelle gewann der ADAC im Januar über 100.000 neue Mitglieder. Unterm Strich also ein Plus von 40.000. Die kalte Witterung und Pannenhilfe machten den Verein attraktiv – nur die Diskussionskultur blieb frostig. Wie die taz kommentiert: „Für Zwischentöne ist kaum noch Platz, das ist verhängnisvoll.“
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Radfahren = Lebenszeit gewinnen
Während andere im Blechlawinen-Marathon feststecken (und ihre Lobbyisten rauswerfen, sobald das Wort „Klima“ fällt), sammelst du auf dem Rad:
– Bewegung (kostenlos, inklusive)
– Frische Luft (meistens)
– Mentale Freiheit (unbezahlbar)
Schon mal probiert, die letzten fünf Kilometer zur Arbeit zu radeln statt im Stop-and-Go zu ersticken? Falls nicht: Hier findest du Tipps für den Einstieg ins Pendeln per Rad.
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Mein Fazit: Auf dass sie im Stau stehen!
7.000 Tage Lebenszeit im Stau vs. täglich gewonnene Lebensfreude auf dem Rad. Die Rechnung ist einfach. Die Politik muss liefern (Stichwort: Tempolimit), aber du kannst sofort loslegen.
Und die ausgetretenen ADAC-Mitglieder? Mögen sie lange im Stau stehen – und ihre Abgase gegenseitig riechen können! 💨 (Kleiner Spaß am Rande. Aber mal ehrlich: Wer einen Verkehrspräsidenten rauswirft, weil er Klimaschutz nicht komplett ablehnt, hat wohl andere Prioritäten als Lebenszeit.)
Schnapp dir dein Rad, gönn dir Bewegung – und lass die Blechlawine hinter dir.
💬 Wie viel Lebenszeit hast du diese Woche schon im Stau verloren – oder auf dem Rad gewonnen? Kommentier gern, like, reblogge!
Das war der ursprüngliche Artikel:
Die Autodämmerung: Warum ich mein Auto (nicht) vermisse
Hast du dich auch schon gefragt, ob das Auto langsam ausgedient hat? Während die Politik mit Milliarden versucht, das alte Blech zu retten, rollen wir längst entspannt am Stau vorbei. Die Autodämmerung ist kein Mythos – sie findet jeden Morgen auf dem Weg zur Arbeit statt. 💨
Mein Weg: 40 Kilometer Freiheit im Rheinland
Seit Anfang des Jahres bin ich ziemlich viel und regelmäßig unterwegs. Mein Weg führt mich von Kerpen-Horrem nach Langenfeld und wieder zurück. Das sind etwas über 40 Kilometer. Wer die Region kennt, weiß: Das ist die klassische Stau-Hölle auf der A4 und A1, besonders rund um die Leverkusener Brücke. 🚗🛑
Doch ganz ehrlich: Ich habe keinen Augenblick daran gedacht, diese Strecke mit meinem Auto zurückzulegen. Meine persönliche Mobilitätsgarantie heißt Deutschlandticket und Brompton-Faltrad. Das Duo funktioniert fantastisch! Selbst in Ausnahmesituationen, wie neulich beim Ausfall der S6 aufgrund eines Polizeieinsatzes, kam ich ohne größere Verzögerung an. Hast du so ein modulares Pendeln schon mal probiert? 😉
Die künstliche Beatmung der „Blechbüchse“
Während ich entspannt in der Bahn sitze, lese ich Nachrichten, die mich den Kopf schütteln lassen. Die Bundesregierung hat gerade erst (offiziell am 19. Januar 2026 vorgestellt) ein massives neues Förderpaket für E-Autos geschnürt. Da fließen insgesamt drei Milliarden Euro aus dem Klima- und Transformationsfonds (KTF) – also genau die Steuergelder, die ich für sinnvollere Dinge nutzen würde.
Was da beschlossen wurde? Privatpersonen erhalten beim Kauf eines neuen Elektroautos eine Prämie von bis zu 6.000 Euro. Es gibt sogar eine soziale Staffelung und Boni für Familien. Wer die Details wissen will, findet sie direkt beim Bundesumweltministerium (BMUKN). Aber mal ehrlich: Brauchen wir wirklich mehr Subventionen für schwere Blechbüchsen? 💸
Die nackten Zahlen: Stagnation trotz Milliarden
Warum macht die Politik das? Weil kaum noch jemand Lust auf die teuren Anschaffungen hat. Ein Blick auf die aktuelle Analyse der Kfz-Zulassungszahlen (KBA) zeigt:
- Verbrenner im Sinkflug: Im Jahr 2025 verloren Diesel-Pkw rund 16 % und Benziner etwa 10 % an Boden. 📉
- Künstliche Erfolge: Zwar gab es 2025 ein Plus bei E-Autos (+45 % auf ca. 545.000 Fahrzeuge), doch ein Großteil davon sind Eigenzulassungen der Händler oder gewerbliche Flotten.
- Trendwende: Der private Käufer hält sich zurück. Das Auto wird zunehmend als finanzielle Last und weniger als Freiheitssymbol wahrgenommen.
Das Auto: Ein Klotz am Bein
Neben horrenden Anschaffungs- und Betriebskosten bindet man sich mit einem Auto eine Last ans Bein. Ein Auto ist ein Investitionsgut, das die meiste Zeit nur herumsteht. Und wenn es rollt, steht es oft direkt wieder – im Stau. Während die Bahn oft wegen Verspätungen in der Kritik steht, wird die „unplanbare Verspätung“ im Straßenverkehr durch Stau oder Parkplatzsuche oft als gottgegeben hingenommen. 🛡️
Hinzu kommt die politische Schieflage: Die Anfang 2026 bestätigte Erhöhung der Pendlerpauschale hält den Status Quo des weiten Pendelns künstlich am Leben, anstatt den Umstieg auf effiziente Systeme wie Rad und Schiene radikal zu forcieren. Das ist gesellschaftlicher Stillstand auf Raten. 🛑
Die Zukunft fährt Schiene und Rad
Ich bin mir sicher, dass viele von euch gerade ähnlich denken, wenn es um die Anschaffung eines (Zweit-)Wagens geht. Die Dominanz des motorisierten Individualverkehrs bröckelt.
Mein Tipp für dich: Wag den Umstieg! Das Brompton in der S-Bahn ist die beste Werbung gegen die „Elektro-Blechbüchse“. Es fühlt sich verdammt gut an, den Stillstand auf der A1 einfach links liegen zu lassen. 🚲🚉
Was meinst du: Ist das Auto für dich noch Freiheit oder schon Belastung? Würde dich eine Vergleichsrechnung zwischen Auto-Kosten und Deutschlandticket interessieren? Schreib es mir in die Kommentare! 👇

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