Warum Tübingen in Sachen Radinfrastruktur einfach vorbildlich ist
Hast Du Dich schon mal gefragt, wie sich Radfahren anfühlt, wenn die Stadt Dich wirklich will? Letzten Donnerstag habe ich mir in der Umgebung von Tübingen eine Route entlang der Ammer Richtung Nordwesten gesucht und bin aus dem Staunen kaum herausgekommen. Hier läuft (oder rollt) es einfach anders als im Rest der Republik. 🚲
Asphalt-Träume und Randmarkierungen

Schau Dir das erste Bild an: So sehen hier unglaublich viele Wege aus. Das sind breite, perfekt asphaltierte Feldwege inklusive Randmarkierungen. Du musst nicht ständig auf die Fahrbahn starren oder Schlaglöchern ausweichen. Du kannst es einfach rollen lassen und die Landschaft genießen. Wer mehr Inspiration für solche Strecken sucht, sollte mal einen Blick in das Radrouten-Portal Baden-Württemberg werfen – da sind diese Highlights oft schon drin.
Freiheit statt Hindernisparcours

Auf Bild zwei siehst Du etwas, das eigentlich Standard sein sollte: wie mit Absperrungen, Pollern und Umlaufsperren umgegangen wird. In Tübingen gibt es kaum Poller oder nervige Gitter. Wenn doch mal eine Sperre da ist, dann so wie hier: Radfahrerinnen und Radfahrer kommen ohne abzubremsen durch, aber für Autos ist Endstation. Das spart Kraft und Nerven. Schon mal probiert, mit einem Lastenrad durch enge Drängelgitter zu kommen? Hier kein Problem! 😉
Vorfahrt? Ja, bitte!

Besonders cool fand ich die Situation auf Bild drei. Gleich zweimal hatte ich gestern eine angeordnete Vorfahrt für den Radverkehr – und das über eine befahrene Straße hinweg! Ich musste mich erst kurz daran gewöhnen und bin vorsichtig gefahren. Ein DPD-Lieferant war sichtlich überrascht von der neuen Regelung. Dass solche Konzepte funktionieren, zeigt übrigens auch der ADFC-Fahrradklima-Test, bei dem Tübingen regelmäßig gute Werte für seine Infrastruktur einfährt.
Stadtleben ohne Blechlawine

Zum Schluss noch ein Blick auf das Bahnhofsumfeld (Bild 4). Nein, das ist keine Fußgängerzone, sondern ein belebtes Quartier mit Gastro und Handel. Hier stehen keine Autos im Weg. Es gibt nur Busse, Räder und Menschen zu Fuß. Und siehe da: Die Geschäfte laufen trotzdem! In anderen Städten wird ja oft so getan, als würde die Welt untergehen, wenn man nicht direkt vor der Kasse parken kann. Tübingen beweist das Gegenteil. Wer mehr über die Hintergründe dieser modernen Stadtplanung wissen möchte, findet beim Zukunftsnetz Mobilität spannende Ansätze zu autoarmen Quartieren.
Mein Fazit: Tübingen zeigt, wie es geht. Die Infrastruktur ist motivierend und sicher. Hast Du solche Ecken auch bei Dir in der Nähe? Schreib es mir in die Kommentare! 👇

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