Take a ride on the wild side

Freiheit statt Volltanken: Wege aus der Auto-Abhängigkeit

Nahaufnahme einer Tankstellen-Preisanzeige mit Diesel bei 2,08 Euro und Super bei über 2,03 Euro.

Freiheit tanken: Warum die Zapfsäule nicht über dein Glück entscheidet

Die Spritpreise klettern über die 2-Euro-Marke und das Jammern im Land ist groß. Aber ist das wirklich eine Katastrophe oder eher ein lautstarker Weckruf? Heute schauen wir mal, wie du dir deine echte Mobilitätsfreiheit zurückholst. 🚲

Die Illusion der grenzenlosen Freiheit

Viele denken immer noch, Freiheit ließe sich in Zentimetern Gaspedalweg messen. Doch wer im Sommer den Motor für die Klimaanlage laufen lässt oder im Winter für die Heizung, ist nicht frei – sondern abhängig vom Tropf der Ölkonzerne. Das aktuelle Selbstmitleid, das oft von populistischen Forderungen nach billigerem „Stoff“ für Benzin-Junkies begleitet wird, verdeckt die eigentliche Lösung: Emanzipation vom Auto.

Mein März-Dilemma (oder: Die Kunst des Kompromisses)

Ausgerechnet jetzt ist für mich der „Monat des Autofahrens“. Manche Strecken sind diesen Monat einfach zu weit für das Rad und die Bahn zu unzuverlässig. Also muss mein 15 Jahre alter Skoda-Verbrenner ran. Ich tanke E10 und bleibe damit gerade noch so unter der magischen Schallgrenze. Hast du dein Auto diesen Monat auch schon mal stehen lassen?

Trotz der „Preisexplosion“ bleibe ich entspannt. Warum?

• Kombination ist alles: Mein Brompton Faltrad liegt immer im Kofferraum. Sobald ich am Zielort bin, bleibt das Auto stehen.

• Die Rechnung geht auf: Bei fast 2.000 Kilometern im März zahle ich etwa 35 € mehr als früher. Das ist weniger als ein Abendessen zu zweit!

• Tempo raus, Geld rein: Allein durch 20 km/h weniger auf der Autobahn könnte ich diesen Betrag sofort wieder einsparen.

Mach dich locker und gewinn die Macht zurück!

Echte Freiheit bedeutet, wählen zu können. Nutze das Deutschlandticket oder das Rad, wann immer es geht. Wenn du fährst, dann bewusst und langsamer. So sparst du nicht nur bares Geld, sondern gewinnst die Kontrolle über deine Mobilität zurück. Schon mal ausprobiert, einfach 10 Minuten früher loszufahren und dafür entspannt mit 110 km/h zu gleiten?

Emanzipiert euch von der Opferrolle. Wer weniger verbraucht, den kann der Preis an der Zapfsäule nicht mehr schockieren. Gute Fahrt – egal auf wie vielen Rädern! ✌️

Kommentare

  1. Abhängig sind wir eigentlich immer von irgendwas. Zur Zeit ist für mich das Radfahren noch ein bisschen zu unattraktiv (wegen der Witterung… ich glaube, ich bin Schönwetterfahrer). Deutschlandticket wird genutzt, wo es geht, aber leider ist vor der Tür gerade mal wieder Bahnbaustelle. Und wenn Zug, dann passt „die letzte Meile“ nicht, weil der Bus nicht fährt. Aber alle Möglichkeiten in Kombination sind schon für mich eine gewisse Unabhängigkeit. Dass der Sprit jetzt teurer ist, kann ich verschmerzen, ist doch jetzt die Hürde, mal das Rad zu nehmen, niedriger geworden (oder die fürs Auto höher).
    Sprit sparend fahren, ohne zum Hindernis zu werden, mache ich schon lange. Was mir mehr Sorgen macht: Es wird schon vorgewarnt, dass Lebensmittel teurer werden. Und zwar nicht nur die importierten. Ich hoffe, dass wirklich nicht noch ein extra Batzen draufgeschlagen wird, um auf Kosten der Ölpreiserhöhung noch ein bisschen mehr zu verdienen.

    1. Das ist zu befürchten.

  2. „Selbstmitleid“ ist recht treffend…

  3. Hier ein Beispiel für die Willkür der Mineralölindustrie:
    Am Freitag habe ich mich von einem Taxi nach Hause bringen lassen.
    Der Fahrer erzählte mir das er Morgens € 2,20 für sein Diesel bezahlt hat.
    Als wir auf eine rote Ampel zufuhren, zeigte die Tankstelle daneben € 2,10 an. Gerade als wir wieder losgefahren sind, sprang die Anzeige auf € 2,16 um.

    So sehr und so kurzfristig schwanken die Ölpreise auf dem Weltmarkt dann doch nicht!

    1. Bestimmt nicht

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