
Vielleicht sollte ich vor der Frage des „Warum“ erst einmal die Frage des „Wie“ beantworten. Denn schließlich gibt es ja durchaus unterschiedliche Arten, innen Rad zu fahren.
Viele werden damit eigentlich gar kein Radfahren verbinden, will sie vielleicht an den guten alten Heimtrainer denken und ihn vermutlich gar nicht mit einem Rad verbinden. Obwohl in meinem Fitness Studio auch eine Menge Heimtrainer stehen, verwende ich die nie, sie sind für mich von der Sitzposition, aber auch von Trainingseffekt her nicht das Gelbe vom Ei.
Am authentischsten sind natürlich die Rollentrainer. Da wird ein echtes Rad in eine Rolle eingespannt oder fährt auf einer Rolle. Sitzhaltung und Widerstand ist durchaus zu vergleichen mit dem Fahren draussen. Ich habe es einmal versucht, aber so richtig hat es mir nicht gefallen. Die Rolle war laut und irgendwie steif. Es lief auch, im wahrsten Sinne des Wortes, nicht rund. Ich muss gestehen, dass die neuesten Entwicklungen des Trainings auf der Rolle an mir vorbei gegangen sind. Es gibt richtig tolle neue Rollen und mit Gimmicks wie Zwift auch Trainingsvarianten, die ihresgleichen suchen. Ich höre davon und sehr viel dazu auf Strava oder in der Werbung. Ist mir aber als Invest zu hoch, dafür fahre ich einfach noch zu viel draußen. Also, aktuell ist dass Fahren auf der Rolle noch nicht mein Ding, aber ich bin sicher, dass hier noch nicht das letzte Wort gesprochen ist.
Bleibt die dritte Art, drinnen Rad zu fahren, nämlich Indoor Cycling auf eben solchen Rädern. Ich habe ja schon häufiger hier über das Tomahawk geschrieben, das bei mir im Keller steht und mir bislang immer bei schlechtem Wetter oder Zeitengpässen als E rsatz gedient hat. Indoor Cycling Räder haben eine radähnliche Geometrie und eine große Schwungscheibe, die mit der Kurbel in Bewegung gesetzt und gehalten wird. Stufenlos verstellbare Bremsbacken schaffen Widerstand und stimulieren dadurch Anstiege. Die Räder sind sehr individuell einstellbar und verfügen über eine vielfältige Lenkergeometrie, so dass unterschiedliche Trainingshaltungen eingenommen werden können. Frank Wolf hat in seinem Fitness Studio, dem Fitness Point, Matrix Räder aufgestellt. Ich bin jetzt ein paar mal damit gefahren, sie kommen mir wirklich vor wie Rennräder.

Indoor Cycling geht nicht ohne Musik und Instruktion. Also, es geht schon, aber ich kann es mir nicht vorstellen und einen Trainingseffekt kann man auch nicht erzielen. Musik und Instruktion gibt es natürlich live in Kursen mit einem Trainer und der Musik, die er (oder die Trainerin) für den jeweiligen Kurs zusammen gestellt hat. Der Takt der Musik gibt letztendlich die Trittfrequenz vor. Immer mehr werden aber die Live-Trainer vor Ort durch Trainings im Internet ersetzt. Und das reicht von mit Musik unterlegten Videos von realen Radfahrten (unzählige von Garmin beispielsweise auf YouTube) über Video Aufzeichnungen von Traings mit Instruktoren bis zum bereits erwähnten Zwift (oder ähnlichem). Auf YouTube zum Beispiel ist für alle etwas dabei. Auch meine Lieblingstrainings von GCN. Einfach mal umschauen.
Also, Indoor Cycling ist, wenn drinnen, Meins! Kein Wunder, dass ich vor einiger Zeit einen Trainerschein bei der Indoor Cycling Group gemacht habe. Und jetzt auch schon wieder mal verrückte Sachen vorhabe. Mein Freund Wolfgang, mit dem ich ja auch häufig Rennrad fahre, fährt auch schon mal drinnen und hat mich auf ein Event gebracht, nämlich „Indoor Cycling goes Live Music Hall“ Anfang Februar nächstes Jahr. Vier Stunden kurbeln am Stück. Etwas Ähnliches habe ich schon mal auf der FiBo gemacht, das war echt cool.
Und Ihr so? Schreibt mir doch oder kommentiert diesen Betrag, auf jeden Fall bitte liken.
Und passt auch auf Euch da drinnen.

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