
Sonntag wollte ich mal wieder raus. Die Tage zuvor hatte ich, vor allem bedingt durch meine frisch gestochenen Tattoos, radfahrtechnisch pausiert (natürlich nicht komplett). Aber Sonntag sollte es mal wieder sein.
Den ganzen Tag überlegte ich mir, ob es im Fitness Studio sein sollte oder draußen. Das Wetter war total wechselhaft, morgens regnete es noch ziemlich, aber die Vorhersage prognostizierte nachmittags „trocken“. Einen Anlass hatte ich, der Besuch beim einem Freund stand schon lange auf dem Programm. Also wagte ich es dann nach Mittag. Allerdings wählte ich statt des Rennrades dann doch lieber mein Gravel. Ich hatte auch etwas zu transportieren und der Boden war einfach von den vorhergegangenen Regengüssen nass und glitschig.
Die Fahrt war dann ziemlich heftig. Der Wind blies mir auf der Hinfahrt richtig heftig aus Westen ins Gesicht. Die Wolken hatten, entgegen der Vorhersage, nur wenige Lücken und wurden im Laufe der Fahrt immer bedrohlicher dunkel. Kurz bevor ich bei meinem Freund ankam, fing es dann sogar an zu tröpfeln. Gut, dass ich mich und das Rad bei ihm unterstellen konnte.
Zurück war es dann natürlich einfacher. Rückenwind trug mich nach Hause, Reigen gab es auch keinen mehr.
Im Nachhinein betrachtet wäre es vielleicht angenehmer gewesen, im Studio zu fahren. Na, es wäre auf jeden Fall angenehmer gewesen. Aber die Fahrt draußen war herausfordernd und anstrengend. Und ich glaube, nichts, auch nicht die beste Simulation, kann das ersetzen, was in der Realität ist. Das Erleben ist unverwechselbar.

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