Take a ride on the wild side

Kein schlimmer Finger (mehr)

Gebrochener linker kleiner Finger mit zwei Splints, bearbeitet mit PicsArt, Effekt „Pow“ und bunter Rahmen

Bei meinem Rennradunfall vor Weihnachten habe ich mir ja einen Bruch der Basis des linken kleinen Fingers zugezogen. Leider ist das erst einen Tag nach dem Unfall diagnostiziert worden, weil die mich an dem Sonntag in der Notaufnahme in Bergheim nicht versorgt haben. In der Chirurgischen Gemeinschaftspraxis Rhein-Erft in Kerpen Sindorf wurde das dann montags nachgeholt. Ich würde geröntgt und bekam eine Gipsschiene an der linken Hand. Allerdings gaben die mir den Rat, die weitere Behandlung durchzuführen, wo handchirurgische Expertise vorhanden ist. Das ist in der Praxis für Chirurgie, Gefäßmedizin und Orthopädie in Frechen der Fall. Dort war ich dann zum ersten Mal dienstags. Nach einer erneuten Röntgenaufnahme erhielt ich dann die Diagnose des Bruchs. Und zum ersten Mal die Idee, dass es möglicherweise keine Operation brauchen würde. Mit der alten Gipsschiene und einem neuen, weihnachtlich roten, Verband, durfte ich nach Hause, nicht ohne die Ansage, dass Auto- und Radfahren (*schluchz) mit der Schiene verboten sind.

Tatsächlich war ich mit der Schiene schon ziemlich eingeschränkt. Anziehen war doof, weil ich mit dem selbstklebenden Verband nicht durch den Ärmel der Kleidungsstücke kam. Schuhe binden war ein Kunststück. Und ich traute mich auch noch nichts aufs Indoor Cycling Rad, weil ich praktisch überhaupt nicht zupacken konnte und das für den Halt auf dem Rad auch nicht gerade förderlich war.

Bei einem erneuten Untersuchungstermin zwischen den Jahren gab es letztendlich nicht viel Neues, aber eine Bestätigung der Vorgehensweise ohne Operation. Der Verband um die Gipsschiene wechselte die Farbe von Rot auf Blau, sonst blieb erst mal alles beim Alten.

Am 03.01. dann kam die Gipsschiene weg und ich erhielt einen Tapeverband, später lernte ich, dass das auch Fingersplint heißt. Ich hatte ein wenig Stress damit, mit Ersatz-Splints zu beschaffen, weil weder die Apotheken noch Sanitätshäuser, die ich aufsuchte, die Dinger führen. Aber Alleskönner Amazon schon, also orderte ich dort einen 10er Pack für ein paar EURO.

Der Tapeverband war (und ist) Klasse. Er pappt den kleinen, verletzten Finger an den Ringfinger und stellt ihn damit weitgehend ruhig bis auf die Bewegungen, die eben der Ringfinger macht. Das sorgte dafür, dass ich mehr und mehr Bewegungsfreiheit erhielt und mich dann auch wieder traute, aufs Indoor Cycling Rad zu steigen. Immer noch nicht darf ich draußen Rad fahren, wegen der Vibrationen, die sich negativ auf die Heilung auswirken würden. Aber auf einem stationären Rad darf ich fahren und dass tue ich auch auf dem Matrix im Fitness Point in Horrem hier.

Schon beim ersten Termin in der Handchirurgie hatte mir der Arzt dort geraten, mir Physiotherapie-Termine zu buchen. Das hatte ich dann auch gleich getan, und zwar bei Physiomed Horrem – Therapiezentrum Wagner. Und so erschien ich dann dort zum ersten Mal am 09.01. und bekam die erste Physio, mittlerweile auch die Zweite. Das tut gut und der Finger wird immer beweglicher und „normaler“.

Ich bekomme jetzt noch weitere Physiotherapien und dann kommt mit dem 30.01. der große Tag, an dem der Finger noch einmal geröntgt wird und ich hoffentlich die Nachricht erhalten, wieder ohne Einschränkungen zu sein, vor allem wieder draußen Rad fahren zu dürfen. Das fehlt mir schon sehr.

Bis dahin bin ich brav und lasse den Finger heilen. Lena, so heißt die Physiotherapeutin, sagt mir immer, was ich selber bin zur nächsten Sitzung tun kann und das tue ich dann auch schön.

Ich bin guter Dinge. Die Phasen der Verletzung seht Ihr hier:

 

 

 

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