Take a ride on the wild side

Verschätzt

Auswirkungen des Starkregens auf der Fahrt nach Hause

Dienstag Nachmittag, auf der Arbeit in Köln Bocklemünd. Ein Blick auf WetterOnline, in zwei Stunden soll es stark regnen. Also Entscheidung: ich verlege ins Home Office, fahre vor dem Regen nach Hause.

Ich kann die Regenfront schon sehen, aber die ist doch noch weiter als 15 Kilometer weg, oder? Also aufs Rad, sollte doch noch klappen.

Tat es nicht. Bis Königsdorf, also etwa 10 Kilometer, ging alles gut, die Sonne schien sogar. Etwas Gegenwind, aber ging so.

Aber wieder einmal erwies sich der Villerücken als Wetterscheide. Gerade oben auf dem Buckel fing es leicht an zu regnen, die Sonne verschwand hinter den dicken Wolken und dann ging es richtig los. Auf einmal schüttete es aus Kübeln, das Wasser fiel geradezu vom Himmel. Alles war nicht nur nass, sondern das Wasser stand ruckzuck auf den Wegen. Dann kam der Hagel. Er war ziemlich feinkörnig, aber er kam mit großer Wucht, durch den Wind gefühlt aus allen Richtungen. Gefühlt ist gut. Der Hagel tat sowohl auf dem Kopf (ohne Helm, ich bekenne….) und auf der nackten Haut der Arme weh. Ich fragte mit ehrlich, ob ich Verletzungen davontrage, so weh tat es. Es waren keine Verletzungen, aber gereizt war die Haut schon.

In den Jahren meiner Fahrten habe ich noch nie ein solches Wetter erlebt. Regen und Hagel waren unglaublich. Alle Autos fuhren an den Rand oder auf den Parkplatz, der an der Straße kurz vor Horrem liegt.

Ich fuhr weiter und hielt nicht an. Auch wenn ich mich verschätzt hatte, war ich froh, dass ich nur fünf Kilometer durch dieses Wetter fahren musste und nicht die ganzen 15. Erträglich machte die ganze Sache, dass es einigermaßen warm war und ich zumindest nicht frieren musste. Obwohl ich pitschnass war. Das Wasser stand sogar in meinen Schuhen.

Der Inhalt meiner Radtaschen hatte alles trocken überstanden. Die Taschen sind echt wasserdicht.

Das bin ich selber auch. Alles gut überstanden am Ende. Die Pusteln an den Armen sind weg und meine Klamotten sind gewaschen und schon wieder trocken. Die Schuhe brauchen noch einen Tag, aber da habe ich ja Ersatz. Krass, aber ein Erlebnis

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