Take a ride on the wild side

Nochmal Österreich? Echt?

Meerjungfrau an der Inn Brücke in Oberberg

Echt. Denn wir sind hier in einem Winkel, den der Inn und damit die Grenze zu Österreich bildet. Am Vortag waren wir ja nach Osten unterwegs, Schärding war das Ziel. Jetzt sollte es nach Süden gehen, nach Obernberg.

Erste Station wie gehabt Pocking am Rottal-Radweg. Das durchquerten wir dieses Mal und fanden eine Art Einkaufszentrum, das mir als das Größte erscheint, das wir bisher hier gesehen haben. Von dort bogen wir dann nach Süden ab. Es ging, davon wird noch die Rede sein, durch Bad Füssing, womit wir alle drei Thermalbäder hier, also Bad Birnbach (auf dem Weg nach Pfarrkirchen in westlicher Richtung gestriffen), Bad Füssing und Bad Griesbach im Programm hatten.

Nach Bad Füssing ging es dann straight Richtung Inn und am Ende zeigte sich die Gegend von einer nicht besonders gastlichen Seite. Die Brücke über den Inn nach Obernberg ist aktuell eine Baustelle. Wir durften sie nur das Rad schiebend zu Fuß überqueren, aber wenigstens ohne Grenzkontrolle und ohne Ampel, ganz im Gegensatz zum Autoverkehr, der sich in beide Richtungen ordentlich weit staute. Das österreichische Ende der Brücke präsentierte sich als Ansammlung von Bauschutt und als eine weitere Baustelle. Uns verging die Lust, weiterzufahren und auch die Aussicht auf einen weiteren Verlängerten (siehe Beitrag von gestern) war nicht sehr verlockend.

Also drehten wir um, gingen zurück über die Innbrücke. Auf der deutschen Seite bemerkte mein Sohn dann, dass die bayerische (Grenz-) Polizei sich mit Langnese Sonnenschirmen vor der sengenden Glut schützt. Ich bin nicht sicher, ob den Herausgewunkenen der Sinn nach Nogger stand, wir fanden diese Art des Sponsorings jedenfalls, sagen wir mal: cool.

Mittag machten wir dann in Bad Füssing in einer prächtig sortierten Bäckerei mit angeschlossenem Café. Überhaupt gefiel und Bad Füssing gut, mein Sohn meinte, es habe etwas von Timmendorfer Strand. Vor allem aber schätzten wir, dass Ausfahrten von hier aus nicht in einen Anstieg enden würden, denn Bad Füssing liegt im Tal zwischen Rott und Inn. Und unterscheidet sich damit von den anderen beiden Thermen hier, vor allem unseren aktuellen Domizil Bad Griesbach, dessen Hotellandschaft ja nun wirklich auf einem Hügel liegt.

Beim Mittag Machen kam uns die Idee, auf der Rückfahrt schon unsere Räder wieder abzugeben. Zwar stünde dann danach noch ein Fußmarsch an, aber wenigstens kein steiler Anstieg mehr mit dem Rad. So fuhren wir fast genau die gleiche Strecke wieder zurück, die wir gekommen waren, bogen dann allerdings ortsausgangs Karpfham nach rechts ab, um am Ende das Hotel zu erreichen, in dem wir die Räder gemietet hatten.

Wir hatten die Räder vom Aktivital Hotel in Bad Griesbach. Unser Beginn war ja etwas holprig, aber die Rückgabe verlief in großer Harmonie. Die Räder hatten ja ihren Dienst getan und sich als zuverlässig erwiesen. Und so kam es dann zu einem schönen Abschluss und einer Empfehlung meinerseits, ruhig dort einmal nachzufragen, wenn irgendwo ein Rad fehlt. Wir sind jetzt an fünf Tagen rund 210 Kilometer Rad gefahren. Es waren wunderschöne Fahrten, aber auch anstrengende. Mehr Radfahren, als ich erwartet hatte. Und alles zusammen mit meinem Sohn. Das war das Schönste

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