Take a ride on the wild side

Fifty-Fifty Fahrt

Gestern, wie die Tage zuvor auch, eine komoot Fahrt nachgefahren. Die Ursprungsfahrt war diese hier, meine war dann diese. Natürlich unterscheiden sie sich immer, weil man möglicherweise unterschiedliche Anfangs- oder Endpunkte hat oder auch unterschiedliche Interessen unterwegs. Aber als gute Grundlage, eine unbekannte Gegend auf der Basis bereits gefahrener Strecken zu erkunden, sind komoot und die darin enthaltenen Vorschläge allemal.

Dieses Mal war es eine fifty-fifty Fahrt. Das erste Stück ging durch Nürnberg und seine Vororte und dann vor allem über straßenbegleitende Radwege. Ein paar Eindrücke davon findet Ihr hier: https://pixelfed.de/p/warumichradfahre/759084115655367888

Das war nicht so spannend und auch nicht übermäßig schön. Aber das sollte sich bald ändern. An einer Stelle, an der ich von der Straße aus rechts abbiegen sollte, sah ich links ein Wildgehege und fuhr natürlich hinein. Interessant, denn so nah hatte ich so viel Wild (verzeiht mir, wenn ich es nicht bestimmen kann) noch nie gesehen. Nach ausgiebiger Bewunderung und ebensolcher Fotosession ging es dann weiter auf meinen ursprünglichen Weg.

Der führte mich in und durch den Reichswald Fränkische Schweiz, wie ein extra Rad-Wegweiser mir sagte.

Schon bei der Einfahrt in den Wald hatte ein großes Schild ausgewiesen, dass es Wege durch den Forst gibt, die von Fußgängerinnen und Fußgänger und Radelnden genutzt werden können. Das war dann auch so, der ganze Wald war durchzogen von Wegen mit den hier weit verbreiteten tollen festen wassergebundenen Decken. Toll.

Auf der anderen Seite machte der Wald keinen so prächtigen Eindruck. Vielleicht lag es ja auch daran, dass die Bäume ja schon ihre Blätter verlieren und das Ganze dadurch kahl und dünn aussieht. Vielleicht aber auch daran, dass das Gebiet zwischen der A3, die ja irgendwann einmal durch den Wald geschneist worden sein muss, und dem Flughafen Nürnberg liegt. Ist bestimmt nicht so gesund für die Bäume.

Nach dem Verlassen des Waldes ging es ein Stück am Zaun des Flugplatzes vorbei. Dabei entdeckte ich, unglaublich, einen Waschbären im Geflecht des Zaunes und Stacheldrahts. Erst dachte ich, er wäre irgendwo im Stacheldraht hängen geblieben und sei tot. Aber dann bewegte er sich und bahnte sich unheimlich geschickt seinen Weg durch die unwirtliche Umgebung.

Zum Flughafen selber ging es dann auch noch mal durch ein Stück Wald, bevor ich dann die Gelegenheit hatte, ein paar Flugzeuge und den Tower vor die Linse zu nehmen. Spannend, der Albrecht-Dürer-Flughafen ist ja nicht allzu groß und man kommt ziemlich nahe an alles ran.

Dann wurde es schon Zeit, den Rückweg im Auge zu fassen. Das letzte Stück meiner Fahrt führte mich dann durch den Volkspark Marienberg, ein riesiges Grün im Norden von Nürnberg, auch wirklich beeindruckend und sicher ein gutes Erholungsgebiet für die Menschen aus den nahen Wohngebieten.

Was heißt nun fifty-fifty? Eine Hälfte viel Asphalt, viel zu sehen. Die andere Hälfte viel Grün und Natur.

Auch die Mischung ist, WARUMICHRADFAHRE!

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