Take a ride on the wild side

Sündigen im Sündenwäldchen

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Genau, es gibt einen kleinen Wald hier, der wohl Sündenwäldchen genannt wird. Er liegt in der Nähe der ehemaligen Ortschaft Manheim und nahe am Rand des Tagebaus Hambach. Fragt sich natürlich, wer da schon mal gesündigt hat, wie und wie oft da gesündigt worden ist. Ich kann frank und frei sagen: It wasn’t me! Ehrlich! Es können nur Scharen von Manheimerinnen und Manheimern gewesen sein, die das vielleicht in ihrem von dem immer noch mächtigen Kirchenbau dominierten Örtchen nicht tun wollten. Man weiß es eben nicht, jedenfalls nicht, wenn man von außen kommt. Die aus Manheim, die werden es wohl wissen. 

Glaubt man den Umweltaktivisten und Umweltschützerinnen steht die eigentliche Sünde am Sündenwäldchen erst einmal noch bevor. Nämlich die Rodung durch RWE, die das Gelände, wie es so schön heißt, in Anspruch nehmen, also abbaggern will. Die Aussagen darüber, ob und wann gerodet werden soll oder wird, gehen naturgemäß weit auseinander. Die einen wissen nicht so genau, die anderen geben sich überzeugt, nichts genaues auf jeden Fall weiß man nicht. Der BUND hat schon einmal vorsichtshalber geklagt, da kann dann ja nichts mehr passieren. 

Ich wollte nun mal gar kein Risiko eingehen und beschloss am Samstag, das Sündenwäldchen noch mal schnell aufzusuchen. Nicht um zu sündigen natürlich, wo denkt Ihr hin? Um es in Augenschein zu nehmen, fotografieren und sagen zu können: Ich hab’s noch gesehen, bevor es verschwand. So einfach war das dann gar nicht. Es gibt auf den Karten kein Sündenwäldchen, aber Perplexity gab mir Koordinaten, die sogar in komoot verarbeitbar waren. Also führt mich mein Weg zuerst einmal in den Ort ohne Namen, formerly known as Manheim und dann dort auf verschlungenen Wegen in Richtung Tagebau. 

Copyright: Openstreetmaps Mitwirkende

Allerdings war auf allen Wegen kurz vor dem Objekt der Begierde Schluss. An dem einen Ende hätte ich letztlich über einen schlammigen wassergebundenen Weg weiter fahren müssen, was ich mir und meinem Rad nicht antun wollte. Am anderen Ende war die Straße versperrt und zurückgebaut.  

Wie überhaupt die ganze Szenerie überhaupt gar nicht einladend war. Die meisten Wege rund um das ehemalige Manheim sind versperrt, abgepollert oder zurückgebaut. 

Im Ort stand ein Werkschutz Pickup. Die Insassen wollten nichts von mir und ließen mich auch Richtung Sündenwäldchen passieren, wohl weil sie natürlich wussten, dass ich nicht so einfach nah rankommen konnte. Allerdings war weder etwas von der Polizei zu sehen noch, außer von einem Banner am Waldrand,  von den angeblichen Waldbesetzern. 

Na ja, ich habs noch gesehen, mehr wollte ich ja nicht. Und fotografiert, Ihr seht es auf dem Titelbild und in den Posts auf Pixelfed. 

https://pixelfed.de/i/web/post/781267028536182217

https://pixelfed.de/i/web/post/781264885103620923

Da war es spooky, erst recht, weil ich erst spät los kam und schon in die Dämmerung hinein fuhr. Ich drehte dann noch eine Runde und machte auch noch interessante Entdeckungen, aber davon später. 

Auch auf komoot findet Ihr  natürlich alles zu der Fahrt, und zwar hier: 

Auch einmal so zielgerichtet irgendwo hin fahren und sich darauf einzulassen, was man dort vorfindet, auch das ist, WARUMICHRADFAHRE.

P.S. Wenn Ihr Euch über den Titel der Fahrt bei komoot wundert und Euch fragt, ob ich schon wieder ein neues Rad namens “#lunetta” habe, ich verrate gar nichts, lest den Blogbeitrag morgen!

Kommentare

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