
Eigentlich wollte ich gar nicht mehr so viel von der Schmitternacht in Hürth am gestrigen Freitag schreiben, aber die Eindrücke des Abends und vor allem auch das Sichten der Videos, die ich mit meiner Insta 360 X3 aufgenommen habe, waren so überwältigend, dass ich doch noch mal einen ganzen eigenen Beitrag spendieren will.
Schon die ersten Bilder des Amateurrennens, das gerade begann, als ich in Stotzheim ankam, stimmten mich auf einen großartigen Rennabend ein. Es war ein gemischtes Erwachsenen- und U19-Rennen und alle legten sich in meine „Lieblingskurve“ direkt hinter Start/Ziel.

Auch die kleinsten rasten um die Wette, einige begleitet von nicht ganz unbekannten Vätern…..

Später das U17- und U15-Schüler*innen-Rennen, in dem der ADFC Rhein-Erft Rundenprämien ausgelobt hatte. Hier seht Ihr eine Studie daraus.

Auch dort richtig großer Rennsport mit einem ehrgeizigen Kampf um jeden Platz und Zentimeter.
Das Frauen-Eliterennen habe ich leider nicht gefilmt. Ich hatte zuvor die Siegerehrung bei den U17 und U15 durchgeführt und musste mich danach noch mal ein wenig „auftanken“ und konnte nur zusehen. Aber es zog mich und die vielen Zuschauerinnen und Zuschauer an der Strecke komplett in seinen Bann.
Dann das Männer-Elite-Rennen mit den Tour-de-France-Stars Nils Politt und Phil Bauhaus. Mit um die 50 km/h rasten die Fahrer auf ihren irren Rennmaschinen über den 800 Meter langen, rechteckigen Kurs mitten in Stotzheim. Unglaublich, wie die Studie im Titelbild eindrucksvoll zeigt, oder?
Natürlich galt die Aufmerksamkeit des Publikums vor allem dem Tour-Star und Lokalmatador Nils Politt. Der geriet aber durch immer wieder vorgetragene Angriffe vor allem von Roger Kluge ziemlich unter Druck und hielt sich lange Phasen des Rennens zurück im Feld auf. Um dann etwa 10 Runden vor Schluss Gas zu geben und an die Spitze des Feldes zu fahren. Aber auch dort blieb er nicht alleine und musste seinem Konkurrenten Tim Torn Teutenberg auch schon mal hinterherfahren.

Um sich ihm dann sogar im Ziel in einem Fotofinish, das auch ich dank meiner Insta festhalten durfte, geschlagen zu geben.

Dritter wurde mit etwas Abstand Phil Bauhaus.
Ein Wahnsinns-Rennen mit immer wieder neuen Attacken und einer irren Geschwindigkeit. Die Schmitternacht ist und bleibt etwas Besonderes und ist für mich einfach der Höhepunkt des Radrennsports in unserer Region, trotz Rund um Köln.
Das sahen bestimmt auch die wirklich vielen Zuschauerinnen und Zuschauer so. Ich kann mich glaube ich nicht erinnern, dass schon einmal so viele Menschen bei der Mitternacht waren. Die Zielgerade und die beiden Kurven danach waren so voll, dass man als neu ankündigen, sicher Schwierigkeiten hatte, noch etwas vom Rennen zu sehen. Absolut fantastisch!
Und heute geht es weiter mit dem Rennabend von RSC. Staubwolke Quadrath-Ichendorf! Ab 17:00 Uhr! Wir sehen uns!

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