Take a ride on the wild side

Die Stadt gehört uns! WIR sind der Verkehr – Erlebe die Critical Mass am 26.09.

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Es gibt einfach diese zwei Stunden im Monat, in denen ich mich auf dem Rad durch Köln so richtig lebendig fühle. Die Critical Mass (CM) in meiner großen Nachbarstadt ist für mich immer noch ein starkes Zeichen: „Wir stören nicht den Verkehr, wir sind der Verkehr!“

Wenn ich mit Hunderten von Gleichgesinnten auf einmal die Fahrbahnen übernehme, die sonst Autos beherrschen, dann ist das ein Gefühl von Freiheit und Gemeinschaft, das ich nicht missen möchte. Es ist die reine Freude am gemeinsamen Radfahren und die Rückeroberung der Straßen, die mich immer wieder auf den Rudolfplatz zieht.

Die besten Erlebnisse auf der Straße

Die Fahrten selbst sind es, die mir die besten Erinnerungen schenken, oft sind sie unvergesslich:

Der stille Genuss (März 2024)

Das war eine ganz besondere Tour, da sie auf Karfreitag fiel. Obwohl ich dachte, es würden nur wenige kommen, war ein guter Teil des Rudolfplatzes voll. Auch mal nicht schlecht: Wegen des Feiertags hat die „Rennleitung“ (Polizei) jeden Versuch, Musik zu spielen, unterbunden. So konnte ich auch einmal die gesamte Fahrt lang ungestört reden und mich unterhalten. Das war echt schön! Die Route selbst war spektakulär: Wir haben große Straßen und Brücken eingenommen und sind den Rheinufertunnel gleich zweimal durchfahren – wie cool war das denn!

Der gut besuchte Klassiker (April 2023)

Das war eine richtig schöne und gut besuchte CM mit wahrscheinlich ein paar hundert Teilnehmern. Auch hier war die Route toll und führte uns über die Nord-Süd-Fahrt, die Deutzer und Severinsbrücke und ebenfalls durch den Rheinufertunnel. Was mir immer wieder auffällt: Ich kann mich mit Freunden und Bekannten wunderbar unterhalten, und selbst mit einer der begleitenden Polizistinnen hatte ich ein sehr gutes Gespräch.

Die gesellige Kurzstrecke (Februar 2024)

Auch wenn wir wegen des ungewöhnlichen Datums (23. des Monats) vergleichsweise wenige waren, war die Stimmung super! Die Fahrt war sehr kurzweilig. Ich habe mich entschieden, nicht zu Corken, sondern alte Bekanntschaften wiederzubeleben und viel zu quatschen. Nach gut 20 Kilometern endete die Fahrt wie so oft ganz gesellig mit Freunden beim Essen bei Türkiye Pazari (den es leider mittlerweile nicht mehr gibt).

Gedanken zum Wandel und meine ehrliche Bilanz

Klar, ich blicke auch mit etwas Nostalgie auf die Zeit vor Corona zurück. Ich war ein richtiger „CM-Junkie“ und in den meisten Monaten waren Köln, Wuppertal und Düren fest im Kalender.

Heute sehe ich ein paar Dinge kritisch, die meine Teilnahme manchmal zögern lassen:

  • Die übertriebene Musik: Ich war genervt von der richtig lauten, „rollenden Disco“, die die Masse spaltet. Die war aber schon lange nicht mehr dabei und bei der letzten CM gab es danach einen angemeldeten Rave, da war das sehr in Ordnung.
  • Die Polizei: Ich vermisse das ursprünglich Anarchische der Critical Mass, auch wenn die Begleitung in Köln professionell ist.

Trotzdem bleibe ich dabei: Die Critical Mass hat weltweit etwas bewirkt, sie ist ein Motor für die Verkehrswende. Die zwei Stunden Radfahrt durch Köln sind einfach schön und tun gut.


Aufruf zur Critical Mass Köln September 2025

Ich war zwar dieses Jahr zwar etwas „CM-faul“, aber ich nehme mir fest vor, wieder öfter dabei zu sein. Lass uns gemeinsam diesen tollen Vorsatz in die Tat umsetzen!

Komm mit und sei dabei, wenn wir wieder gemeinsam zeigen: Wir sind der Verkehr!

Eckdaten für die nächste Fahrt:

WasWann/Wo
DatumFreitag, 26. September 2025
Uhrzeit18:00 Uhr
OrtRudolfplatz, Köln

Ich freue mich darauf, Dich im Pulk zu treffen! Ride on und passt auf Euch auf da draußen.


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