Take a ride on the wild side

Vom Auto aufs Rad: Mein großer Wandel (Teil 3) 

Vom Unfall zurück in den Sattel: Mein Weg geht weiter! (Teil 3) 🚴‍♂️💪

Nach dem spontanen Radkauf (Teil 1) und den ersten Pendler-Erfolgen inklusive Schweiß-Check endete Teil 2 jäh mit einem heftigen Sturz und einer Titanplatte auf dem Schlüsselbein. Doch meine Serie über den echten Umstieg vom Auto aufs Rad wäre nicht authentisch ohne die harten Phasen.

Ich möchte Dir zeigen, dass die Verkehrswende ein Prozess mit Hürden ist, der sich trotzdem lohnt. Heute erfährst Du, wie ich mich nach dem Crash zurückgekämpft habe und warum mein Rad trotz Verletzung nicht in der Versenkung verschwand. Bereite Dich auf das Comeback vor! 👇


Die Blockade im Kopf und der praktische Skoda

Anfang 2011 war an Radfahren erst einmal nicht zu denken. Ich war nach der Operation in der Rekonvaleszenz, aber die eigentliche Bremse war mental. Ich hatte schlichtweg Angst vor einem neuen Sturz. Das Radfahren rückte in weite Ferne. 😟

Stattdessen passierte etwas, das man fast als Rückschritt bezeichnen könnte: Da ich mein altes Auto ebenfalls bei einem Unfall geschrottet hatte, kaufte ich mir im Sommer 2011 einen neuen Wagen. Es war ein Skoda Fabia Kombi, den ich übrigens heute noch fahre. Aber: Er war nicht aus „Autoliebe“ gewählt, sondern rein nach Praktikabilität.

Während das Auto wieder vor der Tür stand, passierte körperlich genau das, was viele kennen: Ich bewegte mich zu wenig und wurde immer dicker. Ich wuchs förmlich aus meinen Kleidern heraus. Dieser Bewegungsmangel war ein echtes Leiden – körperlich wie mental. Tief im Inneren sehnte ich mich nach der Freiheit auf zwei Rädern zurück.

Kennst Du das auch? Dieser innere Konflikt zwischen Bequemlichkeit und dem Drang nach Bewegung? 🤔


Der „Zappa-Moment“ an der Ostsee

Der Durchbruch kam völlig unerwartet im Urlaub. Meine Frau schenkte mir zum 50. Geburtstag ein Ticket für die Zappanale in Bad Doberan. Wir machten Urlaub in Kühlungsborn an der Ostsee. Eigentlich fuhr dort die berühmte Dampflok „Molli“ zum Festivalgelände, aber die letzte Bahn fuhr nachts viel zu früh zurück. 🚂💨

Ich brauchte also eine Lösung, um von den Konzerten heimzukommen. Die Lösung: Ich lieh mir ein Rad. Und siehe da: Es funktionierte prima! Die Angst war wie weggeblasen.

„Ein schwarzes Tiefeinsteiger-Fahrrad mit der orangefarbenen Aufschrift ‚OstseeBike‘ steht auf einem gepflasterten Weg an einem Metallgeländer. Im Hintergrund ist ein sonniger Sandstrand mit Passanten zu sehen. Auf dem Gepäckträger des Rades klemmt eine blaue Broschüre oder ein Reiseführer.“

Wieder zu Hause angekommen, gab es kein Halten mehr. Ich nahm mir mein „Unfallrad“ vor und verpasste ihm eine Rosskur:

  • Neue Laufräder und ein neuer Lenker.
  • Die Schutzbleche kamen ab.
  • Ein schlichter, schwarzer Anstrich.

Ich fing wieder an, regelmäßig zu fahren – auch die 15 Kilometer zur Arbeit. Die Wirkung auf meinen Körper war enorm: Die Pfunde purzelten und ich fühlte mich endlich wieder lebendig.


Digitaler Neustart und Winter-Abenteuer

Ich wollte es jetzt wissen. Ich nahm mir vor, den Winter durchzufahren. Damit ich auf Eis und Schnee nicht wieder abfliege, montierte ich mir Spikes. Ein völlig neues Fahrgefühl! ❄️

„Ein schwarzes Fahrrad steht nachts vor einem Metallzaun, wobei die Reflexionsstreifen der Reifen durch direktes Licht hellweiß aufleuchten. Das Rad ist mit einem Hinterradkorb und einem brennenden roten Rücklicht ausgestattet, was die hohe Sichtbarkeit im Dunkeln demonstriert.“

In dieser Zeit, etwa im Januar 2012, begann ich auch mit dem „organisierten“ Radfahren. Ich installierte Apps auf meinem Handy, um meine Fahrten aufzuzeichnen.

Zuvor hatte ich nur einen mechanischen Kilometerzähler, der Ende Januar 1.645 Kilometer anzeigte. Diese Kilometer verteilte ich rückwirkend auf die Zeit ab September 2011.

Seit diesem Moment dokumentiere und logge ich jeden einzelnen Kilometer, den ich mit dem Rad zurücklege. Das hält bis heute an!

Und vor allem: ich habe dann auch wieder ein paar Pfunde abgenommen!

„Ein seitliches Spiegel-Selfie eines Mannes, der eine eng sitzende schwarze Lederhose und ein olivgrünes T-Shirt trägt. Über der Hüfte ist eine markante blaue Comic-Sprechblase mit gelber Schrift eingeblendet, die den Text enthält: ‚Die Hosen passten schon ewig nicht mehr!‘. Das Bild verdeutlicht den Fitness-Erfolg durch regelmäßiges Radfahren.“

Schau mal rein: Ich habe meinen gesamten Weg vom Auto aufs Rad in einem Fotoalbum dokumentiert. Hier kannst Du die Entwicklung der Räder und meine Fortschritte sehen: Mein Weg vom Auto aufs Rad (Fotoalbum) 📸

Aber Halt, das ist noch nicht alles! Ich war zwar zurück im Sattel und ersetzte selbst im tiefsten Winter Autofahrten durch das Rad, aber eine Frage blieb: Wird das wirklich nachhaltig sein? Wie lange würde diese neue Begeisterung anhalten? Würden neue Rückschläge kommen oder würde ich das Radfahren irgendwann einfach überdrüssig werden? Das verrate ich Dir im nächsten Beitrag am kommenden Sonntag.

Was hat Dir geholfen, nach einer Verletzung oder Pause wieder sportlich durchzustarten? Schreib mir Deine Tipps in die Kommentare! 💬

Kommentare

  1. Mein Adventsgruß :
    “Das Leben ist wie ein Fahrrad, man muss sich vorwärts bewegen, um das Gleichgewicht nicht zu verlieren.“
    | Albert Einstein ]

Antworte auf den Kommentar von warumichradfahreAntwort abbrechen

Entdecke mehr von Warum ich Rad fahre

Jetzt abonnieren, um weiterzulesen und auf das gesamte Archiv zuzugreifen.

Weiterlesen