Take a ride on the wild side

Stuttgart bei Nacht: Eine Fototour mit dem Faltrad

Stuttgart im Kessel: Meine kleine Fotoreportage vor der Critical Mass

Stuttgart mit dem eigenen Rad erkunden? Das ist pure Freiheit auf zwei kleinen Rädern! Vor der letzten Critical Mass bin ich durch die Kesselstadt gestreift und habe Ecken entdeckt, die man aus dem Auto glatt übersieht. Es ist einfach ein Privileg, das eigene Rad immer dabei zu haben. Ob im Zug oder im Kofferraum – mein treuer Begleiter macht die Stadterkundung zum Genuss. So bleibt man flexibel und schont die Nerven. Schon mal probiert? 😉


Urbane Wächter und bunte Kontraste

Der bunte Wächter: Auf dem ersten Bild steht mein dunkelgrünes Faltrad vor einer imposanten, bunt besprühten Statue eines geflügelten Kriegers, ein Freund meinte, das sei Vercingetorix, eine Figur aus Asterix? Die Statue wirkt wie ein moderner Wächter vor einer mit Graffiti verzierten Unterführung. Ein toller Kontrast zwischen klassischer Form und urbaner Streetart! 🎨

Mein erster Stopp führte mich an einen Ort, der den rauen Charme Stuttgarts perfekt einfängt. Mein dunkelgrünes Faltrad parkte ich direkt vor einer imposanten Statue eines geflügelten Kriegers. Der Clou: Die ehemals klassische Statue ist über und über mit bunter Farbe besprüht worden, fast so, als wäre sie Teil der Graffiti-Wand im Hintergrund. Diese Szene vor der Unterführung zeigt wunderbar, wie klassische Formen und moderne Streetart in der Stadt verschmelzen. Es wirkt fast so, als würde dieser bunte Wächter über den Eingang zur urbanen Unterwelt wachen, während mein Rad geduldig auf den nächsten Kilometer wartet.

Hafen-Idylle am Neckarufer

Hafen-Idylle am Neckar: Das zweite Motiv zeigt mein Rad an einem Geländer über dem Neckar. Im Hintergrund liegen weiße Ausflugsschiffe ruhig im Wasser, während sich die Lichter am Ufer sanft spiegeln. Ein Moment der Ruhe mitten in der Stadt.

Kurze Zeit später fand ich mich am Wasser wieder. Stuttgart hat am Neckar eine ganz eigene, beruhigende Atmosphäre. Ich lehnte mein Rad an ein Geländer und genoss den Blick auf den Fluss. Im Hintergrund lagen weiße Ausflugsschiffe ruhig an ihren Anlegestellen, während sich die ersten Abendlichter sanft im Wasser spiegelten. Dieser Kontrast zwischen der geschäftigen Stadt und der stillen Idylle am Ufer ist es, was das Radfahren hier so besonders macht. Man ist in einer Minute im Getümmel und in der nächsten in einer maritimen Ruheoase.

Industriearchitektur und Brückenzauber

Brücken-Perspektive: Bild drei fängt die Industriearchitektur ein. Mein Rad lehnt an einem Sicherheitsnetz auf einer Brücke, im Hintergrund überspannt eine massive Steinbogenbrücke den Fluss. Der bewölkte Himmel verleiht der Szene eine fast dramatische Atmosphäre.

Die Fahrt ging weiter über eine Brücke, die einen fantastischen Blick auf die Stuttgarter Verkehrsinfrastruktur bietet. Mein Rad lehnte sicher an einem feinmaschigen Drahtseilnetz, das den Gehweg begrenzt. Im Hintergrund spannt sich eine mächtige, historische Steinbogenbrücke über den Fluss, während der wolkenverhangene Himmel der Szene eine fast dramatische Note verleiht. Es ist faszinierend zu sehen, wie sich die verschiedenen Epochen der Ingenieurskunst hier kreuzen. Auf dem Rad nimmt man diese architektonischen Details viel intensiver wahr als durch eine Windschutzscheibe.

Technik im Fokus: Die Schleusenanlage

Schleusen-Romantik: Das vierte Foto zeigt den Blick auf eine Schleusenanlage. Die Symmetrie der Brückenbögen und die Spiegelung der Warnlichter im dunklen Wasser machen diesen Ort zu einem echten Geheimtipp für Technik-Fans.

Ein Stück weiter wurde es technisch. Ich hielt an einem Punkt an, der den Blick auf eine Schleusenanlage freigab. In der blauen Stunde leuchteten die Warnlichter der Schleuse rot und grün und spiegelten sich perfekt im dunklen, glatten Wasser. Die Symmetrie der Brückenbögen im Hintergrund verstärkte diesen fast meditativen Anblick. Solche Orte sind echte Geheimtipps für alle, die ein Herz für Technik und Industriekultur haben. Es ist dieser Moment des Innehaltens, bevor man sich wieder in den Strom der Stadt begibt.

Philosophische Momente am Friedrichsbau

Kopfzerbrechen am Friedrichsbau: Ein echtes Highlight ist die riesige Skulptur eines Kopfes, der sich auf seine Hände stützt. Mein Rad wirkt daneben fast winzig. Die Beleuchtung des Friedrichsbau Varieté im Hintergrund sorgt für eine tolle nächtliche Kulisse. 🎭

Mitten in der Stadt stieß ich auf eine beeindruckende Skulptur: Ein riesiger, dunkler Kopf, der tief in Gedanken versunken scheint und sein Kinn auf die Hände stützt. Mein Faltrad wirkte daneben fast wie ein Spielzeug. Im Hintergrund leuchtete der Schriftzug des legendären Friedrichsbau Varieté in den Abendhimmel. Diese Begegnung von Kunst im öffentlichen Raum und der eigenen Mobilität regt zum Nachdenken an – vielleicht darüber, wie wir unsere Städte in Zukunft gestalten wollen.

Abendlicher Glanz am Feuersee

Abendrot an der Johanneskirche: Das letzte Bild zeigt mein Rad (mit leuchtend roter Regenhülle) vor der beleuchteten Johanneskirche am Feuersee. Die gotische Architektur spiegelt sich wunderschön im Wasser – ein klassisches Stuttgart-Motiv, das nachts besonders glänzt.

Zum Abschluss meiner Tour landete ich an einem der wohl meistfotografierten Orte Stuttgarts: der Johanneskirche am Feuersee. Die gotische Kirche ist nachts hell erleuchtet und spiegelt sich herrlich im Wasser des Sees. Mein Rad, das ich mittlerweile mit einer leuchtend roten Regenhülle geschützt hatte, bildete im Vordergrund einen tollen Farbakzent zum kühlen Blau der Nacht. Es ist der perfekte Ort, um eine Erkundungstour ausklingen zu lassen, bevor es zur eigentlichen Critical Mass geht. Stuttgart, du hast dich von deiner besten Seite gezeigt!

Das letzte Bild kennzeichnet dann auch schon den Übergang zum eigentlichen Ereignis, weswegen ich in Stuttgart war, nämlich der Critical Mass Stuttgart. Denn die startet just am Feuersee, dort, wo die beiden Räder auf dem Bild stehen. Dazu gibt es aber einen eigenen Blogbeitrag.


Die Tour gibt es wie immer bei Komoot: https://www.komoot.com/de-de/tour/2775805152?share_token=a31hWk839rXt9u1wq4zItDKY31t3KX1lBvbdk535N9Waf9L3wD&ref=wtd

Und die ist natürlich auch, wie immer, in meiner #feb26 Februar Collection: https://www.komoot.com/de-de/collection/4040680/-feb26?ref=collection

Was sind eure Lieblingsorte in Stuttgart? Schreibt es mir in die Kommentare, teilt diesen Beitrag oder lasst ein Like da!

Antworten

  1. Toller Bericht über Stellen, an denen ich sonst nur vorbeifahre, ohne sie auf diese Art zu sehen.
    Aber die Innenstadt meide ich mit dem Fahrrad. Schöner ist es raus aus dem Kessel. Auch die Anstiege auf die Höhen haben ihren Reiz, oder entlang des Neckars Richtung Esslingen oder Ludwigsburg.

    1. Oh, danke. 🙏

      Das war ja im Schlossgarten und ein kurzer Schlenker über den Neckar. Eigentlich echt schön, auch wenn man natürlich nicht so richtig auf Strecke kommt. Aber 1000 interessante Eindrücke. Ich schreibe in dieser Woche noch mal über das „Graffiti Museum“ unter der Brücke. Das war richtig Wahnsinn.

      1. das ist die „Hall of Fame“, offen zum Sprayen für jeden. Die sieht jedesmal anders aus, wenn man durchfährt. Immer wieder ein Erlebnis. Und manchmal sind echte Kunstwerke dabei.

      2. Ja. Ich bin erst einmal durchgefahren, aber bestimmt nicht zum letzten Mal.

  2. […] Alle Fotos von meiner Fahrt durch Stuttgart – einschließlich der Schnappschüsse aus der Hall of Fame – findet ihr in meinem Google Februar-Album. Die komplette Tour könnt ihr natürlich auch nachfahren: Hier geht’s zur Komoot-Tour. […]

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