Take a ride on the wild side

Update: Glatteis-Gate im Rhein-Erft-Kreis – Jetzt geht’s ans Ministerium! ❄️🚲

Verschwommener Briefkopf eines Schreibens von Straßen.NRW mit dem Logo des Landesbetriebs – Symbolbild für den bürokratischen Prozess.

Radwege zweiter Klasse? Meine neue Beschwerde gegen Straßen.NRW ❄️🚲

Erinnert ihr euch an meine Beschwerde vom Januar wegen der vereisten Radwege ? Die Antwort von Straßen.NRW ist da und, nun ja, sie lässt uns Radfahrende ziemlich im Kalten stehen. Aber keine Sorge, ich lasse nicht locker und habe direkt das Verkehrsministerium eingeschaltet!

Ausreden statt Besenwagen?

Die Antwort des Landesbetriebs liest sich wie ein Katalog für Pechsträhnen: Kaputte Fahrzeuge, ausgefallene Dienstleister und eine Priorisierung, die uns Radbegeisterte ganz nach hinten schiebt. Angeblich wurde die L 361 fleißig geräumt – meine Fotos vom 08.01. zeigen aber eher eine Eislaufbahn als einen Radweg. Schon mal auf Spikes zur Arbeit gerudert? ⛸️

Dass man uns mit „technischen Defekten“ abspeist, riecht stark nach Organisationsversagen. Wer Mobilitätswende sagt, muss auch den Winterdienst für alle planen!

Das Gesetz auf unserer Seite: FaNaG NRW

Jetzt wird es juristisch spannend: Straßen.NRW beruht sich auf ein altes Leistungsheft. Doch wir haben seit 2022 das Fahrrad- und Nahmobilitätsgesetz (FaNaG NRW). Dort steht in § 2 schwarz auf weiß, dass der Radverkehr eine gleichberechtigte Verkehrsart ist. Eine Priorisierung, die Radwege erst räumt, wenn der letzte LKW-Parkplatz glänzt, ist damit schlicht nicht vereinbar.

Der nächste Schritt: Post für das Ministerium

Ich habe nun eine erneute Dienst- und Fachaufsichtsbeschwerde an das Ministerium für Umwelt, Naturschutz und Verkehr in Düsseldorf geschickt. Hier ist für euch der Wortlaut meiner Argumentation:

Auszug aus der Beschwerde: „Die von Straßen.NRW angeführte Priorisierung widerspricht diametral dem FaNaG NRW, das in § 2 die Gleichstellung der Verkehrsarten fordert. Ein technischer Defekt an einem Fahrzeug darf nicht dazu führen, dass die Infrastruktur der aktiven Mobilität über Tage unpassierbar bleibt.“

Wir bleiben dran, damit wir auch im nächsten Winter sicher und entspannt durch den Kreis rollen können. Was meint ihr: Ist der Winterdienst bei euch auch eher „Glückssache“? ❄️🤔


Liken, kommentieren oder rebloggen! Teilt eure Erfahrungen mit dem Winterdienst unter diesem Beitrag. Gemeinsam machen wir Druck für bessere Wege!


Kommentare

  1. Bin ja nur als Fußgängerin betroffen, und auf meiner bescheidenen „Rennstrecke“ war ich in diesem Winter meistens ziemlich sicher unterwegs. Jetzt liegt da jede Menge Streugut, und die Berliner Stadtreinigung hat verkündet, es werde bis Mitte April dauern, bis das alles wieder eingesammelt ist. Die Anwohner werden um Unterstützung gebeten und dürfen das Zeug kostenlos auf den Betriebshöfen entsorgen. Wenn man nun bedenkt, das viele es nicht einmal schaffen ihren Sperrmüll dorthin zu bringen…

    1. Das ist dann wohl die andere Seite der Medaille.

  2. Bei uns war es nicht ganz so extrem wie im Norden von Deutschland. Die Straßenräumung für den Kfz Verkehr hat gut funktioniert, Geh- und Radwege waren wie immer eine Katastrophe. Extrem aufgefallen ist, dass alle Passagen, die nicht mit einer Maschine geräumt werden konnten, einfach nicht geräumt wurden. Dies betraf natürlich in erster Linie Gehwege.
    Bei den Radwegen wurde deutlich, bis wohin die Stadtgrenzen gehen. Bis dahin wurde geräumt, aber auch nur bei kombinierten Geh- Radwegen. Liegen die Radwege abseits von Gehweg oder sind als Verbindung zwischen zwei Ortschaften als extra Weg neben der Autostraße, dann wurde nichts geräumt. Auf der anderen Seite war dies wahrscheinlich für Allwetterradler fast besser als eine blanke Einschüchterung, so gab wenigstens die Schneedecke ein wenig Grip. Mich regt es schon seit Jahren auf, dass Privatpersonen um 7 Uhr morgens ihren Gehweg geräumt haben müssen, während die Kommune einfach ein Schild aufstellen kann „Kein Winterdienst. Wird nicht geräumt und nicht gestreut. Nutzung auf eigene Gefahr.

    1. Das ist alles genau das, was ich bemängele. Der gute Grip auf einer frischen Schneedecke ist eben nur auf einer frischen Schneedecke. Einen Tag später ist das alles eine gefrorene Matsch-Spurrillen-Hölle, die nicht befahrbar ist. Auf der von mir kritisierten Strecke ging dieses Jahr Anfang Januar vier Tage kein Pendlerverkehr. Ich kenne etliche Leute, die die Strecke nutzen und die sich auch beschwert haben. Sie mussten teilweise in die Bahn einsteigen, was für sie zusätzliche Kosten verursacht hat und auch aufgrund der Räder im Berufsverkehr große Irritationen.

      1. Bei uns hier ist leider der Berufsfahrradpendler / die Berufsfahrradpendlerin noch eine Ausnahme. Im Sommer vielleicht eher, aber im Winter sieht man nur ein paar im Stadtzentrum und da sind die Radwege quasi auf der Gesamtfahrbahn bzw. Teil des (geräumten) Gehwegs. Somit hält sich der Protest in Grenzen und die Unterstützung seitens der Bevölkerung fehlt. Ich hoffe, dass sich das noch ändert.

      2. Ah, wo es keinen Anlass zu Protesten gibt oder wo es gut läuft ist ja alles ok. Ich bin ja kein professioneller Radaubruder. Aber manchmal geht es mir über die Hutschnur.

  3. Obwohl des meistens offenen Wetters gibt hier in der Gemeinde Südheide nicht allzuviele Spezies dieser Art.

    Gemäß den Spuren auf den Radweg war im Januar scheinbar der einzigste der zwischen Lutterloh und Unterlüß unterwegs.

    Dasselbe gilt auch für die ersten beiden Februarwochen.

    Arne Wilhelm

    1. Ich ahne, wer der Einzigste war……

      1. Ja ich hatte den Radweg für meim Lastenfahhrad für mich alleine.

        Arne Wilhelm

  4. Ich hatte in der Zeit den Radweg für mich und mein Lastenfahrrad alleine.

    Arne Wilhelm

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