Take a ride on the wild side

Unterwegs im Bergischen: Entdeckungstour rund um Langenfeld

Manchmal muss es gar nicht die epische Tagestour sein, um den Kopf freizubekommen. Heute nehme ich euch mit auf meinen „Enkeldienst“ – eine perfekte Mischung aus Multimodalität, Familienzeit und kleinen Fluchten auf zwei Rädern. Kommt ihr mit? 🚲

Der Weg ist das Ziel (und die Bahn hilft nach)

Normalerweise könnte ich die gut 40 Kilometer von Horrem nach Langenfeld locker am Stück radeln. Das hebe ich mir aber für das stabile Frühlingswetter auf, wenn die Routine sitzt. Aktuell kombiniere ich lieber: Der RE1 bringt mich gegen halb eins entspannt nach Leverkusen Mitte. Das ist der ideale Startpunkt, um noch gut 11 Kilometer Pedalarbeit zu leisten, bevor der Dienst am Enkelkind beginnt. Habt ihr auch so eine Lieblingsverbindung? 🚂

Meine neue Route führt mich nicht mehr durch die Fußgängerzone,

sondern strikt nach Norden über die Dhünn und durch Küppersteg. Ein besonderes Stück ist der Weg am Friedhof Reuschenberg. Die wassergebundene Decke lässt sich selbst bei Schmuddelwetter super befahren und führt herrlich durch den Wald. Hier trifft man immer Gleichgesinnte – im Sommer ist hier sicher richtig was los! 🌳

Zwischen Autobahn und Stadtwappen

Zugegeben, das dann folgende Stück entlang der A3 ist kein landschaftlicher Leckerbissen, aber man kommt auf dem gut ausgebauten Radweg trotz der drei Ampeln flott voran. Kurz vor Langenfeld werde ich dann von einer markanten Stele begrüßt.

Stele mit dem Stadtwappen von Langenfeld (Posthorn und Bergischer Löwe) neben einem grünen Faltrad.

Das Stadtwappen darauf erzählt Geschichte: Das Posthorn erinnert an die Bedeutung Langenfelds als wichtige Poststation (Thurn-und-Taxis) zwischen Düsseldorf und Köln. Der bergische Löwe zeigt die historische Zugehörigkeit zum Herzogtum Berg. 🦁📯

Langenfeld selbst ist übrigens eine junge Stadt mit alter Seele. Erst 1948 erhielt die Gemeinde die Stadtrechte, doch ihre Lage an der alten Köln-Arnheimer Chaussee machte sie schon früh zum Verkehrsknotenpunkt. Heute leben hier über 60.000 Menschen, die die Mischung aus rheinischer Nähe und grüner Umgebung schätzen.

Kleine Tour mit großem Gast

Pünktlich am Ziel angekommen, wird der Thule-Anhänger montiert und der Enkel von der Kita abgeholt.

Ein dunkelgrünes Brompton Faltrad mit einem angekoppelten schwarzen Thule Kinderanhänger steht vor einer weißen Hauswand. Der Anhänger ist mit einer roten Sicherheitsfahne ausgestattet. Im Hintergrund ist der Eingangsbereich eines Gebäudes (Kita) erkennbar. Das Bild demonstriert die überraschende Alltagstauglichkeit und Flexibilität eines Faltrads als Zugpferd.

Der junge Mann hat aktuell seinen eigenen Kopf: Nach der Kita muss erst einmal eine gemeinsame Radtour her! Mir recht, denn so erkunde ich Ecken, die ich sonst glatt übersehen hätte. Gestern sind wir so an der Haus Graven gelandet, einer wunderschönen wasserumwehrten Burganlage aus dem 13. Jahrhundert.

Historische Wasserburg Haus Graven in Langenfeld bei sonnigem Wetter.

Diese Wasserburg ist ein echtes Kleinod und heute ein Kulturzentrum – definitiv einen Stop wert! 🏰

Es läuft – oder besser: es rollt. Ein Stück Heimat, nur 40 Kilometer von zu Hause entfernt.

Wie integriert ihr das Rad in euren Alltag? Schreibt es mir in die Kommentare, lasst ein Like da oder teilt den Beitrag! 📝✨

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