Take a ride on the wild side

Grünes Köln: Die schönsten Radrouten in die Domstadt

Radtour durch blühende Rapsfelder


Stell dir vor, du radelst durch leuchtend gelbe Rapsfelder, passierst historische Kanäle und taucht ein in einen 6.000 Hektar großen Stadtwald – mitten in Köln. Genau das habe ich letzten Freitag erlebt. Und nein, das ist kein Traum, sondern kann der Alltag bei der Fahrt aus Rhein-Erft-Kreis nach Köln sein. Warum diese Route nicht nur praktisch, sondern auch ein echtes Wohlfühl-Erlebnis ist? Hier kommt mein Bericht – mit Tipps, die du sofort ausprobieren kannst!


So begann meine Tour: Von Frechen nach Köln – aber nicht auf der Aachener Straße

So, endlich Zeit, die schon lange angekündigte Köln-Reihe zu beginnen. Obwohl ja gestern und vorgestern auch schon Aktionen und Ereignisse in Köln im Vordergrund der Berichterstattung standen. Also: letzten Freitag hatte ich den ganzen Tag zum Radfahren Zeit und nahm mir vor, nach Köln zu fahren, um dort etwas zu erledigen, nämlich bei Radfieber, wo ich mein Brompton G Line gekauft habe, nachzufragen, ob ein Nabendynamo nebst Beleuchtung nachgerüstet werden kann. Er kann, aber das soll noch einmal ein eigenes Kapitel hier sein.

Radfieber ist in der Nähe des Friesenplatzes und der kürzeste Weg dorthin – und in die Stadt überhaupt – ist die Fahrt über die Aachener Straße von Köln, denn die führt schnurgerade von meinem Haus zur Deutzer Brücke, ohne Schlenker und Umwege. Dafür muss ich aber bis in die Innenstadt gefühlt zwei Dutzend Ampeln passieren, was Nerven und Zeit kostet. Also entschloss ich mich am Freitag zu kleinen Umwegen, die sich dann, bei schönem Wetter, auch noch als richtige Wohlfühl-Wege erwiesen.


Rapsfelder, Radwege und der Knotenpunkt 39

Hinter Frechen Königsdorf bog ich nach rechts ab und nahm dann den Radweg durch die Felder zum Gut Clarenhof. Dort leuchteten die Rapsfelder so strahlend gelb, dass ich schon die Sonne auf Erden vermutete. Wunderschön.

Radtour durch blühende Rapsfelder

Wenn man so fährt, passiert man den Knotenpunkt 39 des Radroutensystems der Radregion Rheinland und hat die Fahrt entlang der stark befahrenen L361 – so heißt die Aachener Straße in diesem Abschnitt – vermieden, ebenso die Ampel an der Bonnstraße, denn am Knotenpunkt kann man diese noch ohne Ampel kreuzen, was meist nach nur kurzer Wartezeit gelingt.

Weiter geht es dann durch Weiden, und auch hier habe ich einen Schlenker durchs Grüne gemacht, denn südlich des Einkaufszentrums Rhein Center kann man ebenfalls nach rechts abbiegen und dann durch eine Parkanlage bis zur Überquerung der eingehausten A1 fahren. Auch sehr schön.

Radfahrer-Portrait im Grünen in Köln Weiden

Durch den Kölner Stadtwald – meine Standardroute mit Extra-Grün

Natürlich bin ich dann am Militärring in den Kölner Stadtwald abgebogen – und hier beginnt für mich immer ein besonderes Stück Route. Der Kölner Stadtwald ist mit seinen 6.000 Hektar fast ein Fünftel des Stadtgebiets und ein Paradies für Radfahrer\:innen. Laubbäume dominieren das Bild, und das Forstamt Köln bewirtschaftet den Wald naturnah. Wer hier durchfährt, passiert nicht nur dichte Wälder, sondern auch historische Orte wie das Arboretum oder den Forstbotanischen Garten. Ich habe den Wald durchquert bis zur Rautenstrauchstraße – das ist ja schon fast meine Standardroute in die Stadt.

Weg durchs Grüne in Köln Weiden

Der Kölner Grüngürtel ist nicht nur ein grünes Band um die Stadt, sondern ein lebendiges Stück Geschichte und Natur. Mit rund 800 Hektar Fläche – davon etwa 400 Hektar Wald – ist der Äußere Grüngürtel die größte städtische Grünfläche Kölns und ein echter Geheimtipp für Radfahrer\:innen und Spaziergänger\:innen. Ursprünglich in den 1920er Jahren auf Initiative von Konrad Adenauer angelegt, verbindet er heute die Stadt mit dem Umland und bietet auf 63 Kilometern Länge unzählige Möglichkeiten, dem Alltag zu entfliehen. Schon mal probiert, eine Etappe zu radeln?


Der Clarenbachkanal: Kölns geheime Wasser-Oase

Kastanienallee am Clarenbachkanal. Titel: Clarenbachkanal: Grüne Oase in Köln

Und dann geht es am Clarenbachkanal entlang, ebenfalls sehr grün in dieser Jahreszeit wegen der hohen Bäume links und rechts. Der Clarenbachkanal ist ein kleines Juwel mitten in Köln-Lindenthal. Auf knapp 450 Metern Länge verbindet er als Teil der Lindenthaler Kanäle den Inneren mit dem Äußeren Grüngürtel – und das mit Charme: Gesäumt von alten Rosskastanien, wirkt er wie eine grüne Oase in der Stadt. Entstanden in den 1920er Jahren, sollte er einst ein Kölner Pendant zur Düsseldorfer Königsallee werden. Heute ist er ein beliebter Ort für Spaziergänge, Radtouren und kurze Pausen im Schatten der Bäume. Wusstest du, dass hier sogar Nilgänse mit ihrem Nachwuchs gesichtet werden? 🦢


Durch die Stadt – mit Grün im Gepäck

Ab der Universitätsstraße war es das dann erst einmal mit Grün, da ging es dann über die Radspuren und Straßen Kölns zu Radfieber. Nachdem ich mein Anliegen dort erledigt hatte, fuhr ich über die Ringe zur Eigelsteintorburg und anschließend weitläufig am Hauptbahnhof und am Römisch-Germanischen Museum vorbei, hinter der Philharmonie über die kleinen Serpentinen hinunter zum Rheinufer, wo ich mein Mittagessen einnahm.

Vesper mit Brötchen und Käse am Rhein in Köln

Richtig schön, so viel durchs Grüne und vorbei an Kölner Highlights. Aber das sollte erst der Auftakt zu noch viel schöneren Erlebnissen des Tages sein.


Meine Tour auf Komoot mit den alternativen Wegen und Bildern findet Ihr hier:

Und natürlich ist sie auch in meiner April Komoot Collection:



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