Take a ride on the wild side

Adieu Freiburg! 🥨 Rückreise-Modus: Brompton-Action & Ticker-Updates live 🚄

Ich habe ja gestern schon kurz berichtet, dass die Spezialmesse Spezi für mich jetzt vorbei ist. Heute geht es zurück in die Heimat und ich beginne meine Reise in Freiburg mit dem RE 7 nach Offenburg. Mir stehen fünf umstiege bevor und eine Reise, die bis heute Abend kurz vor 20:00 Uhr dauert, jetzt ist es 8:45 Uhr. Das hängt allerdings damit zusammen, dass ich sehr großzügige Umstiegszeiten eingerechnet habe. vielleicht erwische ich an der ein oder anderen Station auch eine schnellere Verbindung.

Da bin ich kurz vor acht losgefahren, das war mein Hotel in Freiburg. Schöne Zimmer, gutes Essen, gutes Frühstück und gutes Bier. Vielleicht im nächsten Jahr wieder, das liegt zwar nicht ganz zentral, hat aber noch für ein paar zusätzliche Radkilometer in Freiburg gesorgt.

Und über die Radkilometer werde ich noch einen speziellen Beitrag schreiben. einfach unglaubliche Infrastruktur fürs Radfahren. Wer gute Bedingungen in Nordrhein-Westfalen fürs Radfahren schaffen will, muss nicht nach Utrecht und nicht nach Kopenhagen fahren, Tübingen und Freiburg tun auch.

Optimale Bedingungen für die Rückreise auch am Bahnhof Freiburg.

Mein Brompton hat auch in meinem Zimmer übernachtet, ob ich jetzt ein Doppelzimmer hätte bezahlen müssen?

Und schon geht es los, diese Verbindung ist nicht mehr machbar, weil der Halt in Frankfurt Höchst entfällt. Wahrscheinlich fahr ich trotzdem und steige am Hauptbahnhof in Frankfurt aus. Mal sehen, ob von dort aus entweder im Regionalverkehr oder mit Flixbus irgendwas möglich ist.

Nach einer kurzen Runde durch Offenburg stehe ich jetzt am Gleis 6, um den RE 2 nach Karlsruhe zu besteigen. Das Gleis sieht so aus, als würde halb Offenburg nach Karlsruhe fahren wollen. Ich bin gespannt, wie das ausgehen wird, denn irgendwie scheinen mir das viel zu viele Menschen zu sein, um in einen Zug einzusteigen. Aber den Eindruck hatte ich auf meinen Reisen schon öfter, wahrscheinlich wird es doch funktionieren. Ich bin aber wirklich froh, dass ich kein großes Rad dabei habe, sondern mein G Line, denn ansonsten wäre es glaube ich heute ziemlich heftig hier.

Wie sagte einst Boris Becker: „Drin“. Der Zug ist ziemlich voll und auch heute wieder viele Reisende mit großen Koffern. Aber ich habe einen ziemlich geräumigen Stehplatz im Eingangsbereich des Abteils und erst einmal ist alles gut. Wie es nach Karlsruhe weitergehen wird es dann allerdings schon eine Frage, aber das schaue ich mir jetzt erst mal gemütlich an.

Die DB App hat mir eine Reise raus gefrickelt, nach der ich um 17:28 Uhr in Köln Hauptbahnhof wäre. Abfahrt in Karlsruhe ist um 12:06 Uhr und ich komme jetzt um 10:50 Uhr etwa in Karlsruhe an. Ich hab also dann noch genug Zeit um entweder eine alternative Verbindung raus zu friemeln, oder vielleicht noch ein bisschen durch Karlsruhe Rad zu fahren.

Da ich gerade nichts anderes 6u tun habe ein paar Eindrücke aus Offenburg.

Während der Zug von Freiburg nach Offenburg nicht wirklich stark ausgelastet war, es ist ja Sonntagmorgen, ist der Zug jetzt von Offenburg nach Karlsruhe proppenvoll. Karlsruhe war bis jetzt auf allen meinen Fahrten ein Hotspot. Dort musste ich schon letztes Jahr auf der Fahrt zur Spezi einen Zug später nehmen, weil ich nicht mehr in einen geplanten Zug hinein gekommen bin mit meinem großen Rad. Und auch auf der Hinfahrt war von Karlsruhe aus alles dicht. Vielleicht müsste sich die Bahn oder müssen sich die Regionalverkehrsplaner da mal etwas überlegen. Allerdings muss ich auch sagen, dass der Zug zwar voll, aber pünktlich ist.

Ich bin’s nicht‼️ Platzoptimierung.

In Baden-Baden wurde der Zug ein wenig leerer, aber auch wieder aufgefüllt. Es sind noch etwa 20 Minuten bis Karlsruhe, die werden wir alle noch überstehen.

So, Karlsruhe ist langsam in Sicht. Es herrscht schon langsam Aufbruchstimmung. Da ich Zeit habe, werde ich mich daran erst einmal nicht so intensiv beteiligen.

Es ist jetzt kurz nach 12:00 Uhr und ich sitze in der Bahn nach Mainz. Mein Rad steht sicher und ich sitze gut und kann gleich noch etwas über meine Erlebnisse in Karlsruhe schreiben, denn das war tatsächlich Erlebnisse.

Naja, bei der Ankunft war ein ziemliches Chaos und ich verstehe nicht warum die Menschen schon versuchen in einen Zug einzusteigen wenn andere noch aussteigen. Vor allem, wenn der Zug an der Endhaltestelle angekommen ist und jetzt in die andere Richtung zurückfährt und das erst etwa 10 Minuten später. Da müsste doch genug Zeit sein. Deswegen: so gemütlich wie in dieser Szene, ging es am Karlsruher Hauptbahnhof tatsächlich nicht zu.

Ich konnte in Karlsruhe Rad fahren und bin mitten in die Feier zum hundertjährigen Bestehen der Karlsruher Berufsfeuerwehr hinein geraten. Historische Feuerwehrfahrzeuge aus der gesamten Gegend waren zusammengekommen und haben den Platz vor dem Schloss zu einer großen Feuerwehr Party mit entsprechendem Besucherandrang gemacht.

Hier ein paar Eindrücke:

Und Karlsruhe selber hat natürlich auch einiges zu bieten:

Einen neuen Wasserturm habe ich auch entdeckt:

Ihr wisst ja, ich sammle Wassertürme ‼️

Vielleicht etwas zu meinen Radfahrten in den Städten. Die finden ja letztendlich in den Umstiegspausen zwischen zwei meiner Züge statt. D.h., ich habe maximal so 40 Minuten (meistens weniger) Zeit. Dafür mache ich keine wirklichen Pläne.

Die Bahnhöfe sind ja meistens ziemlich zentral gelegen und so suche ich mir Wege vom Bahnhof in die Innenstadt oder in die Altstadt. Dort gibt es immer viel zu sehen, und es ist nicht notwendig, sich noch irgendwelche besonderen Ziele zu setzen. Mit ein wenig Orientierungssinn findet man auch über alternative Wege zurück zum Bahnhof und deswegen ist das bis jetzt immer sehr gut verlaufen. Die Strecken sind nicht allzu lang, aber die Eindrücke aus den Städten sind wirklich für mich sehr beeindruckend und inspirierend.

Nach dem Plan, den ich mir jetzt in der DB App abgespeichert habe, wird es heute allerdings nichts mehr mit Radfahren in unbekannten Gefilden. Maximal noch vom Hauptbahnhof Köln nach Hause, aber das weiß ich eben auch noch nicht so richtig, ob ich das mache.

Auch selber gibt es ganz interessante Einblicke:

Zwei sehr große Solaranlagen, teilweise mit Schafen darunter.

13:30 Uhr, jetzt nichts verschreien. Der RE 4 ist nicht so ausgelastet, wie es in der DB App angegeben war. Momentan haben alle Menschen einen Sitzplatz und auch die Räder sind ganz gut untergebracht. Nach etwa 20 Minuten muss ich mich beim Umsteigen, ein wenig beeilen, aber es könnte gelingen. Der Zug jedenfalls fährt jetzt ohne weiteren Halt bis Mainz Hauptbahnhof durch.

Und schon erscheint der Rhein in der Szenerie.

Pünktlich in Mainz angekommen, kurz über funktionierende Aufzüge und Rolltreppen das Gleis gewechselt und schon fühle ich mich fast wie zu Hause 😂😂😂.

Jetzt geht es über einen etwas ungewöhnlichen Umweg nach Wiesbaden und dann von dort aus weiter nach Koblenz, dennoch ist, wenn das alles funktioniert, die Ankunftszeit früher als bei meinem allerersten ursprünglichen Plan. Mal sehen…..

„Aufgrund der Vorfahrt eines anderen Zuges ……“

Ich kann es nicht mehr hören.

Aber es geht mit drei Minuten Verzögerung weiter.

So entspannt es jetzt auch aussah im Bahnhof Wiesbaden, der Zug in Richtung Koblenz ist proppenvoll. Wieder einmal habe ich einen bequemen Stehplatz im Eingangsbereich eines Abteils und hoffe darauf, dass im Laufe der Fahrt noch ein paar Sitzplätze frei werden.

Immerhin, der Zug fährt pünktlich ab und wir sind unterwegs in Richtung Koblenz, wo ich noch einmal in eine Bahn Richtung Köln umsteigen werde.

Der Bahnhof in Wiesbaden ist ein Kopfbahnhof, ich meine, wir sprachen früher auch von einem Sackbahnhof. Ich mag diese Bahnhöfe, denn sie ersparen mir Aufzüge, Rolltreppen oder noch viel schlimmer: Treppen. Die Bahnhöfe sind aber komplett aus der Mode gekommen, weil sie natürlich einen ziemlichen logistischen Aufwand erzeugen. Deswegen gibt es nicht mehr viele davon, den in Wiesbaden habe ich gerade zum Umstieg genossen.

Und wieder einmal:

„Aufgrund der Vorfahrt eines anderen Zuges ……“

😩

Ok, was mache ich jetzt damit?

Die Regionalbahn 10 hält praktisch an jeder Milchkanne und deswegen ahne ich einmal, dass der nächste große Schwung erst in Koblenz aussteigen wird, wo ich ja auch den Zug verlassen werde. Ich richte mich also auf einen gemütlichen weiteren Stehplatz bis dahin ein. Das ist nicht mehr ganz eine Stunde.

Nichts verschreien, aber bis jetzt, 15:09, läuft es nach Plan.

Rüdesheim am Rhein 👋

Ich habe jetzt kurz hinter Rüdesheim dann doch einen „halben“ Sitzplatz erobert, erspart mir die Erklärung, warum es ein halber ist. Besser als keiner.

Ich sehe auf den Rhein, aber keine Chance, zu fotografieren. Erstens sitzen Leute dazwischen, zweitens sind die Scheiben extrem dreckig.

Mir gegenüber schlafen Zwillinge, noch Babys, seit Beginn der Reise friedlich in einem Thule. Sie verpassen einiges, denn wir fahren an einem wunderschönen Rhein entlang, in dem die Sonne glitzert. Ich glaube, es ist das erste Mal, dass ich mit dem Zug auf der rechten Rheinseite herauffahre. Ich kann mich jedenfalls nicht erinnern.

So langsam hat sich die Situation im Zug auch relativiert, Menschen, die jetzt neu einsteigen, finden in der Regel einen Sitzplatz.

Gerade fahren wir an Hügeln vorbei, über die eine Seilbahn schwebt. Die sieht so aus, als würde ich wahrscheinlich nicht damit fahren, weil meine Füße wahrscheinlich im Freien baumeln würden.

Gleich da…..

16:00 Uhr

Genau, Koblenz ist in Sicht. Kurze Umbaupause, dann geht es weiter.

Umstieg hat funktioniert. Das ist mein Umstiegsszenario: Brompton Tasche über die Schulter, Brompton Rad zwischen den Beinen. Sitze jetzt im RE5 Richtung Oberhausen, Köln Hauptbahnhof geht es in gut einer Stunde raus.

16:20 Uhr, jetzt gibt es Käsekuchen.

Den habe ich auch nötig, denn neben mir sitzt etwas Patchwork und alle versichern sich ihre gegenseitige Liebe, wobei das Kind offensichtlich von seiner Mama zurück kommt und total verunsichert ist.

Die nette Mama macht ziemlich Front gegen die alte Mama……. Schade, dass ich keine Kopfhörer dabei habe 🎧

Habe mich jetzt an einen anderen Platz gesetzt, konnte dir nicht mehr ertragen.

Brompton sicher verstaut.

Der RE5 fährt linksrheinisch, dort sieht man den Rhein eher so:

🙈

Ein Stück Heimat…. Die Radwegweisung ist wieder rot 😂 🎈📍⁉️🟥🔻🔺🚩

So, so langsam geht es auf Köln zu.

Hier ist die (von Google Gemini gezogene) Bilanz für meine heutige Rückreise von Freiburg nach Horrem – wieder einmal ein klarer Sieg für das Team Bahn & Bike!

Die Kilometer-Bilanz

Auf meiner Route über Offenburg, Karlsruhe, Mainz, Wiesbaden, Koblenz und Köln lege ich insgesamt etwa 574 Kilometer zurück. Die Strecke ist durch die Fahrt über Wiesbaden und Koblenz etwas länger als die Hinfahrt, aber dafür landschaftlich am Rhein entlang unschlagbar.

Der Kosten-Check: Was hätte es mit dem Auto gekostet?

Wenn ich diese Strecke mit dem Auto gefahren wäre, hätte das bei einem Verbrauch von 6,5 Litern E10 auf 100 km und einem aktuellen Preis von ca. 2,10 € pro Liter so ausgesehen:

• Spritverbrauch: ca. 37,3 Liter

• Benzinkosten: stolze 78,33 €

Verglichen mit meinem Deutschlandticket, das ich sowieso habe, ist das eine ordentliche Ersparnis von fast 10 €.

Mein CO2-Spar-Erfolg

Auch heute punkte ich in Sachen Klimaschutz wieder ordentlich:

• Auto-Emissionen: Ein Benziner hätte auf dieser Strecke ca. 86,1 kg CO2 in die Luft gepustet.

• Bahn-Emissionen (Nahverkehr): Mit dem Zug sind es nur etwa 33,3 kg CO2.

• Meine Ersparnis heute: Ich spare satte 52,8 kg CO2!

Das ist noch einmal eine Schippe mehr als auf der Hinfahrt. Zusammengerechnet habe ich an diesem Wochenende also über 97 kg CO2 vermieden – das entspricht der Menge, die fast 8 Bäume in einem Jahr binden.

Gleich in Köln mache mich mit #GSpot auf den Weg zurück nach Horrem. Das brauche ich nach dem langen Sitzen heute noch. Dann ist erst einmal hier Pause, ich melde mich dann noch einmal kurz aus Horrem.

Nämlich jetzt.

Zu Hause!

Kommentare

  1. Wie du mir dem Rad „auf Achse“ bist, finde ich ausgesprochen sportlich. Chapeau!

    1. Oh, danke! Aber tatsächlich bin ich schon sportlicher Rad gefahren, also weiter und schneller. Aber das Rennrad- und Langstreckenfahren gebe ich nun langsam auf. Tagesstrecken von über 100 Kiometern sind selten geworden, aber weiterhin gilt: es kann Tage ohne Radfahren geben, aber welchen Sinn sollten die haben?

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