
3 Gedanken zum 15.06.2026 📝
Heute klaue ich. Ganz ungeniert. Ich bediene mich beim Postaufbau meiner geschätzten Mitbloggerin „AnneEulia das Happyhippiepunkrockrockabillycountrygirl“.
https://anneeuliasblog.wordpress.com
Sie teilt gerne drei Gedanken zum Tag. Das mache ich heute für meinen gestrigen Tag auch. Los geht’s! 🚀
Gedanke 1: Die gesperrte Aussicht und die bittere Realität 🛬
Gestern war Enkel-Dienst am kitafreien Tag. Der kleine Mann liebt Züge. Also ging es mit der Bahn zum Flughafen Köln/Bonn. Mein Plan: Flugzeuge gucken auf der Besucherterrasse.
Ein netter Mitarbeiter wies uns den Weg. Doch vor der Tür war Schluss. Temporär geschlossen wegen einer „polizeilichen Maßnahme“. Riesen-Enttäuschung nicht nur beim Enkel.
Ich habe mich durchgefragt. Ein Polizist brachte Licht ins Dunkel. Die Terrasse war wegen eines Abflugs nach Tel Aviv gesperrt. Eine reine Sicherheitsvorkehrung. Auf den Anzeigetafeln tauchte der Flug nicht einmal auf. Zwei Stunden warten? Keine Option für uns.
Am Ende gab es Pommes mit Blick auf parkende Flieger aus dem Restaurant. Aber der Moment hallt nach. Ich bin geschockt. Dass ein Flug nach Israel solche extremen Maßnahmen erfordert, ist Wahnsinn. Antisemitismus ist offensichtlich Realität und eine reale Bedrohung für Leib und Leben von Menschen in Deutschland. Das ist absolut schrecklich und nicht tolerierbar.
Gedanke 2: Das Rheinland-Abenteuer im ÖPNV-Dschungel 🚇
Plan A war futsch. Ein neuer Programmpunkt musste her. Der Enkel forderte lautstark: „Zug fahren!“ Also starteten wir eine logistische Rundreise mit diversen Bahnen.
Früher hätte mich das gestresst. Heute merke ich: Der ÖPNV im Rheinland verliert seinen Schrecken. Ich fahre richtig gerne damit! Mit etwas Erfahrung, dem Deutschlandticket und der passenden App
machen mir Verspätungen keine Angst mehr.
Ich finde fast immer eine Alternative. Manchmal fülle ich die Lücken mit dem Fahrrad auf. Genauer gesagt mit dem Faltrad #GSpot, das perfekt in den Zug passt. Flexibilität ist alles bei der intermodalen Fortbewegung. Am Ende hatten wir beide richtig Spaß. Langeweile? Fehlanzeige! 🚲
Gedanke 3: Warum die Verkehrswende so verdammt schwer ist 🚗
In letzter Zeit habe ich viel mit Menschen gesprochen, die mehr oder weniger nur mit dem Auot fahren. Ihre Perspektive ist faszinierend und erschreckend zugleich. Sie definieren die Welt ausschließlich über Straßen und Parkplätze. Gibt es dort keinen Parkplatz? Dann existiert der Ort für sie erste einmal nicht. (Ich finde das eine wichtige Erkenntnis, die den Dauerstreitpunkt „Parkplatz“ für mich erklärt: kein Parkplatz vor dem Haus oder dem Geschäft = Haus oder Geschäft existieren nicht!)
Autofahren vermittelt psychologische Sicherheit. Das Navi lenkt dich von einer bekannten Parkbucht zur nächsten. Ich sage das ohne Häme und Kritik. Ich habe diese Bequemlichkeit früher und auch gelegentlich aktuell selbst genossen.
Aber genau hier liegt der Knackpunkt für die Verkehrswende. Für überzeugte Autofahrer:innen wirkt der ÖPNV wie die dunkle Tiefsee. Radfahren fühlt sich für sie oft wie eine Nahtoderfahrung an.
Bus und Bahn erfordern Planung. Radwege enden plötzlich im Nirgendwo. Die Straße dagegen hört scheinbar nie auf. ÖPNV und Radfahren müssen so einfach und verlässlich werden wie Autofahren. Erst wenn das geschafft ist, gelingt die Wende. Ihr alle müsst euch auf dem Rad und auf dem Bahnsteig so sicher fühlen wie im Cockpit einer Limousine.
Bis zum nächsten Mal, euer Axel! 🖐️

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