
Wenn der Alltag ruft und die Beine trotzdem kribbeln, dann wird aus einer schnöden Besorgungstour ganz schnell ein kleines Abenteuer. Kennst du das auch? Gestern stand genau so eine Alltags-Lustfahrt-Mischung auf dem Programm: Einmal zum Erftcarré, dann ein kleiner Rundkurs durchs Revier – das alles auf meinem geliebten Liegerad, dem ICE Adventure HD mit dem passenden Namen „Lunetta“. 🌙
Mein primäres Ziel war der Umtausch eines falsch gekauften Artikels beim Media Markt in Kerpen und natürlich: Bio-Käse im Kaufland. Wer mich kennt, weiß, dass die Eigenmarke dort ein absolutes Muss ist! 😉 Das Angenehme mit dem Nützlichen zu verbinden, hat einfach immer Charme.
Die Tour am Dienstagabend, dem 10.11.2025, war dabei ein echtes kleines Highlight: Knapp 39,2 Kilometer durch den Parrigwald, über Manheim und Buir, entlang der neuen Renaturierung und schließlich durch Bürgewald zurück. Das Wetter? Traumhaft! Sonniges, warmes Wetter, kaum Wind und die zunehmende Dunkelheit am Ende sorgte für eine ganz besondere Stimmung.
Was für ein Fahrgefühl! Ich war oft ohne meinen Elektroantrieb unterwegs. So wenig Wind und so angenehme Temperaturen im November sind einfach ein Geschenk für jede Radfahrerin und jeden Radfahrer.
🌃 Ein Blick ins Braunkohle-Revier bei Nacht
Der spannendste Moment kam dann auf der Olbertzer Brücke. Von dort aus hatte ich einen beeindruckenden Blick auf einen gigantischen Bagger oder Absetzer im Tagebau. Obwohl es schon stockdunkel war und die Entfernung enorm, konnte die Kamera meines iPhones das Motiv erstaunlicherweise noch auflösen. Ein wirklich faszinierender Anblick, dieses leuchtende Ungetüm bei Nacht.
Bevor es zurück zum „Home of WARUMICHRADFAHRE“ ging, gab es noch einen schnellen, aber herzlichen Stopp in der katholischen öffentlichen Bücherei in Horrem. Ein kurzer Besuch, da meine Frau dort ehrenamtlich tätig ist. Eine tolle Gelegenheit, den Tag entspannt ausklingen zu lassen!
🏘️ Kerpen – Mehr als nur Braunkohle und Rennsport-Legenden
Du hast es bemerkt: Kerpen war das Zentrum dieser Tour. Aber Halt, das ist noch nicht alles! Kerpen ist nämlich mehr als nur ein Name auf der Landkarte. Lass uns mal einen Blick auf die Stadt werfen, in der ich diese wunderbare Mischung aus Alltag und Radlust erleben durfte.
Die Kolpingstadt Kerpen liegt zentral im Rheinland, etwa 20 Kilometer südwestlich von Köln. Sie wurde bereits 871 als „Kerpinna“ urkundlich erwähnt und erhielt erst 1941 die Stadtrechte. Heute ist sie mit rund 70.000 Einwohnenden die größte Stadt im Rhein-Erft-Kreis.
- Lage & Bedeutung: Kerpen profitiert enorm von seiner Anbindung an die A4 und A61 sowie die Nähe zu den Metropolen Köln, Düsseldorf und Aachen. Es ist ein dynamischer Wirtschaftsstandort mit einem vielfältigen Branchenmix, der sich über etwa 500 Hektar Gewerbefläche erstreckt.
- Historische & Touristische Highlights: Neben der Geschichte der Braunkohlenförderung (die man auf der Tour hautnah erleben kann) hat Kerpen viel zu bieten:
- Schloss Loersfeld mit seinem Landschaftspark.
- Die prachtvollen Wasserburgen Hemmersbach und Bergerhausen.
- Das Haus für Kunst und Geschichte.
- Die Stiftskirche St. Martinus im Stadtzentrum, deren 78 Meter hoher Kirchturm der dritthöchste im Erzbistum Köln ist.
- Der Papsthügel auf dem Marienfeld, Schauplatz des Weltjugendtags 2005.
🚦 Verkehr und Mobilität in Kerpen
Gerade für uns Radfahrende ist die Verkehrssituation interessant. Als Flächengemeinde sind hier alle Mobilitätsformen notwendig. Die Anbindung an das Schienennetz (Regional- und S-Bahn) über Bahnhöfe wie Kerpen-Horrem ist gut und sorgt für eine hervorragende ÖPNV-Vernetzung.
Für den Radverkehr wird eine umweltfreundlichere Mobilität angestrebt, was sich in den Radwegen, wie zum Beispiel entlang der neuen Renaturierung, bemerkbar macht. Es gibt immer noch Luft nach oben, klar, aber die Infrastruktur erlaubt schon jetzt sehr angenehme und abwechslungsreiche Radtouren durch Wiesen, Wälder und historische Ortsteile.
🛍️ Das Erftcarré – Der zentrale Anlaufpunkt
Mein Einkaufshalt führte mich ins Erftcarré, das im Herzen von Kerpen liegt und ein wichtiger Anker für die Nahversorgung der gesamten Region ist. Hier trifft man sich, hier wird geshoppt. Es ist ein zentraler und wirtschaftlich bedeutender Punkt für die Stadt, weil es eine große Bandbreite an Geschäften unter einem Dach vereint.
Wichtige und große Anlaufstellen dort sind unter anderem:
- Kaufland (mein persönlicher Bio-Käse-Lieferant 😉)
- Media Markt (der Umtausch-Spot)
- Der Baumarkt OBI
- dm-drogerie markt
- BabyOne (Fachmarkt für Baby- und Kleinkinderbedarf)
Es ist der perfekte Ort, um das Nützliche – sprich, deine Besorgungen – mit dem Angenehmen – der Anfahrt mit dem Rad – zu verbinden!
Fassen wir zusammen: Was als einfacher Einkaufstrip begann, endete als wunderbare 39-Kilometer-Lustfahrt mit Kultur, Geschichte, einem beeindruckenden Blick in die Industrie bei Nacht und einem Lächeln am Feierabend. Diese Tour zeigt wieder einmal: Das Radfahren ist so viel mehr als nur Fortbewegung. Es ist Alltags-Abenteuer pur!
Welche unschlagbare Kombi aus Besorgung und Radtour hattest du zuletzt? Lass es mich wissen! Ich freue mich auf deine Geschichten, Likes und Kommentare! 💬👍

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