
Einen Tag Radfahren auf der EUROBIKE in Frankfurt. Bei so schönem Wetter, dass ich eine Tanline bekommen habe.
Zugegeben, die Auswahl der Kleidung war schwierig. Natürlich wollte ich auf der Leitmesse für Räder und Zubehör, wo sich wirklich alle treffen, nicht 08/15 herumlaufen. Im Gepäck waren meine schicken Sachen von Cycology. Die haben aber den Nachteil, dass sie keine Taschen haben. Und ohne Handy griffbereit geht es natürlich gar nicht, wie soll ich sonst Selfies machen während der Fahrt wie auf dem Titelbild ohne.
So wählte ich natürlich die beiden Radshirts, die ich mir ehrlich verdient habe (auch wenn ich sie beide kaufen musste), nämlich das Race24 T von meinem ersten Mal in Kelheim und das Rad am Ring T von meinem ersten (und vermutlich letzten) Mal auf dem Nürburgring. Die waren cool und ich habe gemerkt, dass viele Leute die Aufschriften gelesen haben (und sich gefragt haben, was das denn wohl sei…..).
Sei es drum, darum soll es ja gar nicht gehen hier. Sondern um die Runden, die ich gestern auf der Teststrecke im Frankfurter Messegelände gedreht habe. Die Teststrecke im Außengelände führte mitten durchs Messegelände und zwischen den Hallen hindurch, so dass Radfahren auf der Messe ständig präsent war. Das war echt echt echt cool. Man kam praktisch gar nicht an den vielen radelnden Menschen vorbei und ich glaube, dass der Eine oder die Andere einfach beim Verlassen der Halle durch die vorbeifahrenden Menschen dazu animiert wurde, es auch einmal zu probieren. Von den Anbietern aus waren es immer nur ein paar Schritte auf die Strecke, also auch kein Problem. Weil das alles so zentral war, gab es Fußgängerüberwege auf der Teststrecke, so dass sogar eine übliche Verkehrssituation simuliert wurde. Die Übergänge waren aber durch Personal abgesichert, damit das auch alles geordnet ablief.
Die Strecke hatte alles, was man sich so wünscht. Es gab einen Abschnitt mit zwei langen Geraden, so dass man auch mal heizen konnte. Der wurde durch einen engen U-Turn abgeschlossen, da musste das Vehikel seine Wendigkeit beweisen. Höhenmeter wurden witzigerweise in einem Parkhaus simuliert, in dem der erste Stock zu erklimmen war. Auf der anderen Seite wartete dann die steile und kurvige Abfahrt. Es gab Kreuzungen mit und schnelle Kurven. Echt gut gemacht. Ein dickes Bravo den Veranstaltern.
Für das Befahren der Teststrecke musste man sich registrieren und bekam ein Bändchen. Bei manchen Anbietern folgte dann eine zweite Registrierung. Toll fand ich, dass auf das Helmballett, das Essen und Düsseldorf veranstalten, hier nicht stattfand. Helmpflicht war nicht angesagt und die Köpfe der Testfahrer*innen repräsentierten somit den Durchschnitt des Helmtragens in der Bevölkerung (viel mehr ohne als mit).
Das Testfahren machte richtig richtig richtig Spaß. Es war zwar richtig was los auf der Teststrecke, aber sie war so riesig, dass ich die Dinge, die ich testen wollte, immer auch testen konnte. Sogar Schieben war im Programm. Um das Parkhaus zu erreichen, musste man die Passage zwischen Halle 11 und 12 passieren mit dem Entsprechenden Fußgängerverkehr. Auf diesem Abschnitt mussten die Radfahrenden absteigen und ihr Gefährt schieben. So konnte man das auch mal gut testen.
Auf der Strecke waren alle Arten von Gefährten. „Normale“ Räder natürlich, aber auch Transport- und Spezialräder jeder Größe und Ausführung. Aber so wurde auch klar, wie entspannt Verkehr sein könnte, der sich im Wesentlichen auf (maximal elektrounterstützte) Muskelkraft stützt. Es ging alles harmonisch zusammen, die Stimmung war gut und entspannt, es gab kurze, aber entspannte Staus, die zu einem Schnack mit dem Staunachbar genutzt wurden.
So sieht der Verkehr der Zukunft aus.
Und so die Teststrecke:

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