Take a ride on the wild side

Fahrt mit dickem Ende (und eingem zwischendrin)

#Regen, #Regenjacke, #Wolken, #Wind, #Sturm, #Brücke,

Ich hatte mir in den Kopf gesetzt, meinen letzten Urlaubstag mit einem Freund zu verbringen, den ich lange nicht mehr gesehen hatte. Er ist wie ich radbegeistert und wir hatten uns in einem kurzen Chat bei ihm verabredet, um ein wenig Rad zu fahren, zusammen Kaffee zu trinken und zu quatschen. 

Bange Frage: wie würde das Wetter werden? Für Sonntag war Regen und Wind angesagt. Für Radfahren erst einmal nicht die besten Voraussetzungen. Aber dann kamen in der Wettervorhersage zunehmend Lichtblicke im wahrsten Sinne des Wortes, nämlich sonnige Spots zwischen all den dicken Wolken. 

Also machte ich mich frohgemut in einem solchen sonnigen Spot auf den 25 Kilometer langen Weg nach Westen zu meinem Freund. Ich hatte extra nicht das Rennrad gesattelt, sondern den Schwarzen Bullen, den ich ja schon als Gravel Bike gekauft hatte, als in Deutschland noch fast niemand von dieser Art des Radfahrens sprach. Und natürlich waren die Regenklamotten im Gepäck. 

Die brauchte ich dann auch. Nach etwa einer guten halben Stunde Fahrt waren die bis dahin weit entfernt scheinenden dunklen Wolken herangezogen und es fing an zu regnen. Ich hielt unter einer Brücke, zog Regenjacke und Regenhose an, rief meinen Freund an, dass ich etwas später komme und wartete den heftigsten Regen erst einmal geschützt ab. Übriges auch eine ganz gute Taktik, wenn eher Schauer als Dauerregen zu erwarten sind. Das Titelbild zeigt diese Szenerie. 

Es hörte langsam auf zu regnen und ich fuhr weiter. Als ich ankam, entschlossen wir uns, sofort loszufahren, denn es gab wieder einmal einen sonnigen Abschnitt. Mein Freund hatte eine Rundfahrt um Jülich herum ausgesucht und es ließ sich richtig schön an. 

Bis wir wieder in eine dunkle Wand hinein fuhren, aus der es bald regnete und dann so sehr hagelte, dass wir uns unterstellten, gut, dass eine Art Schutzhütte direkt in der Nähe war. 

Ich hatte zuvor meine Regenhose ausgezogen und wurde ziemlich nass. Mein Ekoi Overall konnte das aber ab und trocknete auf der folgenden Fahrt, auf der dann durchgehend die Sonne schien, an meinen Beinen. 

Als Belohnung gab es dann Torte und Kaffee und schöne Gespräche. 

Aufregende Fahrt, unter mehreren Aspekten. Wieder einmal ist mir klar geworden, dass es nicht wirklich schlechtes Wetter gibt. Und dieses Mal habe ich mehr denn je erfahren, dass Unterstellen eine gute Taktik sein kann. 

Die Wettervorhersage, egal in welcher App, ist nur insofern eine Hilfe, als dass man erahnen kann, ob beispielsweise Regen dauerhaft angesagt ist oder eben punktuell oder in Schauern. Da ist die Vorhersage auch einigermaßen verlässlich. Aber wann und wo die Schauer heruntergehen und in welcher Intensität kann den Apps kaum entnommen werden. 

Wenn man im Dauerregen fahren muss, ist gute, wetterfeste Kleidung angesagt. Bei Schauern kann man sich eben auch unterstellen und mal 10 Minuten warten. Meistens geht es dann trocken weiter. Und wenn man die richtigen Klamotten hat und nass geworden ist, trockenen die am Körper. 

Also, Fahrt mit Erkenntnisgewinn und einem dicken Ende. Das bestand aber in den dicken Äpfeln, die mein Freund mir zum Abschied schenkte. 

Kommentar

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