
Sturm auf der Rückfahrt von Duisburg nach Horrem am Sonntagabend. Der Wind wehte stark böig aus südlicher Richtung. In diese Richtung musste ich 65 Kilometer fahren. Wirklich heftig und selbst für meine elektrische Unterstützung eine Herausforderung.
Mir sagen immer Leute (die wahrscheinlich noch nie ein Dreirad gefahren sind), dass ich keine Angriffsfläche für Gegenwind biete. Durch die aufrechte Sitzposition ist zumindest der Oberkörper voll im Wind. Und in Bodennähe ist der Wind auch nicht schwächer als ein paar Meter höher.
Ich musste also richtig in die Pedale treten und fuhr fast die ganze Strecke in der zweiten (von drei) Unterstützungsstufen der Shimano Steps Schaltung. Das hatte zur Folge, dass ich den ersten Akku schon nach etwas mehr als dreißig Kilometern wechseln musste. Zum Glück besitze ich noch einen zweiten, den ich bis zur Hälfte leer gefahren habe.
Auf dem Rheindeich, über den mich Komoot auf dem Rückweg führte, hatte ich richtig viel Angriffsfläche. Denn dort fuhr ich leicht erhöht und der Wind blies ordentlich über die flache Landschaft.
Mehrmals wurde ich von herumfliegenden Teilen getroffen. Ich fahre das Dreirad zwar ohne Helm, aber während der Fahrt habe ich mir öfters gewünscht, doch etwas Festes auf dem Kopf zu haben. Gott sei Dank ist kein Ast heruntergefallen.
Und der Hammer dann zwischen Gohr und Anstel: Ein Stromkabel, das an Masten entlang der B477 führt, war gerissen. Die beiden losen Enden lagen auf dem Radweg. Ich habe den Notruf gewählt und die Situation geschildert. Dann bin ich über die Kabel gefahren.
Es war eine heftige Fahrt, die nicht unbedingt nach Wiederholung schreit.
Ich habe schon oft über Stürme geschrieben:
Und noch viel mehr.
Sturm ist nicht unbedingt, WARUMICHRADFAHRE, aber er gehört eben manchma auch mit dazu.

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