Take a ride on the wild side

Frostige Zeiten

Nachdem der Samstag ein Tag OHNE Radfahren war (und trotzdem einen Sinn hatte, hihi), musste ich am Sonntag Morgen die Gelegenheit für eine (etwas) längere Ausfahrt nutzen. Ein Blick in der Morgendämmerung nach draußen zeigte mir, dass es ziemlich kalt war und auf den Straßen wahrscheinlich, zumindest stellenweise auch glatt. Am Abend erklärten sie die aktuelle Witterung als „Inversionswetterlage“, bei der hoher Luftdruck kalte und feuchte Luft nach unten drückt und eine warme Luftschicht verhindert, dass es einen Luftaustausch gibt. Deswegen war es Sonntag Morgen hier einfach kalt und feucht. 

Was die Fahrt besonders machte. bzw. die Ein- und Ausblicke, die sich mir unterwegs boten und die Ihr hier auf Pixelfedsehen könnt. 

Es war nicht wirklich dicke Nebelsuppe, die alles in sich verbirgt, sondern eher feine Tröpfchen, die ich auf der Kleidung, der Haut und vor allem auch der Brille feststellte. Die Feuchtigkeit hatte sich auf der Erde und den Pflanzen niedergeschlagen und die Kälte hatte einen Reif erzeugt, der einen eigenen Reiz ausübte. 

Vielleicht erkennt Ihr, was ich für das Titelbild dieses Beitrages fotografiert habe, so habe ich DAS zuvor auch noch nicht gesehen. Immer wieder gab es Eispfützen auf und neben den Fahrbahnen. Ich war froh, mit dem Trike unterwegs zu sein. Ich glaube, mit einem Up wäre ich nicht gefahren. 

Es war ein sehr ungewohntes Gefühl, durch diese feuchte Luft und die frostige Landschaft zu fahren. Meine Kleider wurden immer nasser und meine Brille beschlug von außen immer mehr. Alles fühlte sich klamm an. Aber dennoch ging von dieser Fahrt eine seltsame Faszination aus. 

Die bestimmt auch die anderen Menschen erfasst hatte, die ich unterwegs traf. Viele, die mit oder ohne Hund spazieren gingen, eine Reiterin, sogar Menschen auf dem Rad. Alle eingemummelt, aber fröhlich und genussvoll, so schien es. 

Klar bin ich schon öfter in solchem Wetter gefahren. Dann aber meist, weil ich es „musste“, also zur Arbeit und zurück oder zu Terminen. Ausfahrten, freiwillig los bei solchen Witterungsbedingungen, das ist nicht so häufig, aber auch sie sind, WARUMICHRADFAHRE

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