
Moin Fehmarn: Zwischen Sonnenstrahlen und Windstärke 8 🚲☀️
Warst du schon mal auf einer Insel, die dich gleichzeitig bräunt und ordentlich durchpustet? Mein Trip nach Fehmarn war genau so ein Erlebnis – und was soll ich sagen: Der Norden ist für mich definitiv der neue Süden! 🌊
Die Sonneninsel (oder doch die Windinsel?)
Fehmarn trägt den Beinamen Sonneninsel wahrlich nicht ohne Grund, denn mit rund 2.100 Sonnenstunden im Jahr gehört sie zu den sonnigsten Orten Deutschlands. Während meiner Zeit vor Ort stimmte das absolut: Wir hatten fast jeden Tag Sonnenschein und nur einmal für ein paar Stunden Regen. Ein wenig sah es so aus, als ob Fehmarn beim Ausweis der Schauer und des schlechten Wetters vergessen worden sei. Während der Rest von Deutschland in der letzten Märzwoche sehr wechselhaftes Wetter erlebte, war es hier durchgehend besser. 🌤️
Doch ein kleiner Augenzwinker-Hinweis: Windinsel wäre mindestens genauso passend! Ohne meine Regenjacke, die ich kurzerhand zum Windbreaker umfunktionierte, wäre ich wohl weggepustet worden. Aber genau das macht den Reiz aus: Frische Luft und dieses unkalkulierbare Küstenwetter, das so viel angenehmer ist als die Extreme anderswo.
Warum mich der Süden nicht mehr zieht
Früher war der Mittelmeerraum mein absoluter Urlaubsmagnet – heute zieht es mich dort nicht mehr hin. Einerseits will ich nicht mehr fliegen, andererseits schreckt mich die dortige klimatische Entwicklung. Während wir auf Fehmarn die Sonne genossen, waren im Süden riesige Regenmengen und schwere Stürme vorausgesagt. Und sind in den letzten zehn Tagen (Ende März bis Anfang April 2026) auch eingetreten:
1. Griechenland (Schwerpunkt Attika & Ägäis)
Griechenland wurde besonders hart getroffen. Das Tief brachte nicht nur Sturmböen der Stärke 9, sondern auch sintflutartige Regenfälle.
- Athen & Attika: In der Region um die Hauptstadt fielen innerhalb von nur 24 Stunden bis zu 132 mm Regen (gemessen am internationalen Flughafen). Zum Vergleich: Das ist oft mehr, als dort normalerweise in zwei bis drei Monaten fällt.
- Nea Makri: In diesem Küstenort prasselten innerhalb von nur zwei Stunden 50 mm Regen nieder, was zu Sturzfluten führte.
- Inseln: Auf Kreta, Rhodos und Poros gab es massive Überschwemmungen; auf Poros stürzte sogar eine Brücke durch die Wassermassen ein.
2. Italien (Adriaküste & Süden)
In Italien sorgte der Starkregen für eine Zweiteilung des Landes, da wichtige Verkehrsverbindungen unterbrochen wurden.
- Abruzzen, Molise & Apulien: Diese Regionen an der Adria meldeten extreme Niederschläge. Flüsse wie der Osento und der Cervaro traten über die Ufer.
- Infrastruktur: Zwischen Fossacesia und Porto di Vasto musste der Bahnverkehr eingestellt werden. Eine Brücke über den Fluss Trigno an der Staatsstraße 16 stürzte aufgrund der Wassermassen ein.
- Sizilien: Auch hier gab es heftige Unwetter mit Erdrutschen (u. a. bei Taormina) und intensivem Hagel in der Ätnaregion.
3. Iberische Halbinsel (Spanien & Portugal)
Auch der Westen Südeuropas blieb nicht verschont. Die Sturmtiefs „Kristin“ und „Leonardo“ brachten enorme Wassermassen.
- Südspanien: In den südlichen Regionen mussten aufgrund von Sturzfluten und Überschwemmungen schätzungsweise 3.000 bis 5.000 Menschen evakuiert werden.
- Zentralportugal: Hier kam es zu großflächigen Überschwemmungen und Erdrutschen, die Schäden in Milliardenhöhe verursachten.
Die Wetterlage dort scheint immer unkalkulierbarer zu werden: Höhere Hitze, schlimmere Unwetter und eine zunehmende Unkalkulierbarkeit machen das Reisen dort oft anstrengender als erholsam. Na ja, vielleicht wird ja für mich der Norden tatsächlich der neue Süden. Fehmarn und Lolland legten mir das auf jeden Fall nahe. Schon mal über ein „Umsteigen“ nachgedacht? 😉
Wo liegt das Radler-Paradies genau?
Geografisch ist Fehmarn ein echter Ankerpunkt in der Ostsee. Die Insel liegt exakt zwischen der Kieler Bucht und der Mecklenburger Bucht auf den Koordinaten 54° 26′ nördlicher Breite und 11° 09′ östlicher Länge. Mit einer Fläche von rund 185 Quadratkilometern ist sie die drittgrößte Insel Deutschlands. Markante Merkmale sind die flache, fast schon steppenartige Landschaft im Inselinneren und die abwechslungsreiche Küste: Im Norden findest du Dünenlandschaften, im Osten eine beeindruckende Steilküste. Verbunden ist dieses Schmuckstück über die legendäre Fehmarnsundbrücke mit dem Festland von Schleswig-Holstein. Schon mal drübergeradelt? 🌉
Die volle Ladung Fehmarn: Meine 10 Highlights
Ich habe auf meiner Tour so viel erlebt, dass ein einziger Beitrag den Rahmen sprengen würde. Damit du keine Etappe und keinen Geheimtipp verpasst, habe ich meine Erlebnisse in einer kleinen Serie festgehalten. Hier findest du geballtes Wissen und Inspiration für deine nächste Tour auf die Insel.
Noch mehr Futter für die Planung (Komoot & Fotos):
- Collections: #apr26, #mar26 & #DESH.
- Bilder: Album #mar26 und das neue Album #apr26. 📸
Wie sieht’s bei dir aus: Planst du für die nächste Tour schon die Route gen Norden oder riskierst du doch noch den Weg in den immer extremeren Süden? Schreib es mir in die Kommentare, lass ein Like da oder teilt den Beitrag!🚲💨


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