Take a ride on the wild side

Zwei Leuchttürme und eine Tragödie: Die Nordküste von Fehmarn erleben

Wind um die Nase und Geschichte im Blick: Meine Fehmarn-Runde

Einmal quer über die Insel und dabei hart an der Windkante bleiben? Heute hatte ich mir eine längere Fahrt auf Fehmarn vorgenommen, um ein paar echte Highlights abzuklappern. Schnallt euch an, es geht von historischen Tragödien bis hin zu gigantischen Tunnelbaustellen! 🚲💨

Gedenken an der Nordküste: Das Niobe-Denkmal

Ein weißes Denkmal in Form eines Mastes an der Küste Fehmarns zum Gedenken an das Schiff Niobe.

Mein Hauptziel war das Niobe-Denkmal ganz im Norden. Ich bin strikt nach Norden gefahren, immer an der Kante zum stürmischen Westwind, bis ich dieses besondere Mahnmal erreichte. Das Denkmal erinnert an das tragische Ende des Segelschulschiffs Niobe, das hier am 26. Juli 1932 in einer plötzlichen, starken Böe kenterte. Innerhalb weniger Minuten versank das Schiff in der Ostsee, wobei 69 junge Seeleute ihr Leben verloren. Es war eine Katastrophe, die damals das ganze Land erschütterte und heute durch den aufrecht stehenden Mast des Denkmals im Gedächtnis bleibt. Wenn man dort steht und auf das Wasser blickt, spürt man die Gewalt der Natur besonders deutlich. Ein stiller Ort, der einen starken Kontrast zum pfeifenden Wind bildet, der mir heute um die Ohren wehte. Ein Besuch lohnt sich, um kurz innezuhalten. Habt ihr dort auch schon mal die Stille genossen? ⚓

Die Zukunft unter Wasser: Der Fehmarnbelt-Tunnel

Vom Denkmal ging es mit ordentlich Rückenwind durch das Naturschutzgebiet Grüner Brink weiter nach Puttgarden.

Grüner Bauwagen des NABU im Naturschutzgebiet Grüner Brink auf Fehmarn unter blauem Himmel.

Dort kommt man unweigerlich an der gigantischen Baustelle für die neue Unterwasserverbindung nach Dänemark vorbei. Der Fehmarnbelt-Tunnel wird nach seiner Fertigstellung der längste kombinierte Straßen- und Eisenbahntunnel der Welt sein. Auf einer Länge von rund 18 Kilometern verbindet er Fehmarn direkt mit der dänischen Insel Lolland. Die technischen Dimensionen sind schlichtweg beeindruckend: Riesige Betonelemente werden im Tunnelgraben auf dem Meeresgrund abgesenkt. Dieses Jahrhundertprojekt wird die Reisezeit nach Norden massiv verkürzen und die Region enger zusammenrücken lassen. Man kann das Ausmaß der Arbeiten von den Aussichtspunkten wunderbar beobachten.

Blaues Container-Gebäude als Informationszentrum für den Bau des Fehmarnbelt-Tunnels.

Es ist faszinierend zu sehen, wie sich die Küstenlinie durch Menschenhand verändert. Schon mal einen Blick in das Infocenter geworfen? 🏗️

Blick auf die riesige Baustelle für die Unterwasserverbindung nach Dänemark mit vielen Kranen.

Doppeltes Leuchtfeuer in Marienleuchte

In Marienleuchte wartete dann eine echte Kuriosität auf mich. Dort stehen zwei Leuchttürme einträchtig nebeneinander: der alte, historische Turm und sein moderner Nachfolger.

Ein alter Backsteinleuchtturm neben einem modernen rot-weißen Leuchtturm in Marienleuchte.

Der alte Turm von 1832 ist längst außer Dienst, darf aber als architektonisches Erbe direkt neben dem neuen, rot-weißen Stahlbetonturm weiterbestehen. Ein toller Anblick, den man so nur selten findet – das Alte bewahrt, das Neue im Einsatz.

Die Tour im Überblick

Meine heutige Ausfahrt am 31. März 2026 belief sich auf exakt 41 Kilometer, die ich mit meinem treuen Rad #GSpot auf der Insel Fehmarn zurückgelegt habe. Die Route führte mich bei bestem Wetter vom Südstrand zur Nordküste und dann über Puttgarden und Marienleuchte einmal quer durch die fehmarnsche Nordküste (DE/SH). Danach ging es fast ohne Aufenthalt im schnellen Tempo zurück an den Südstrand.


Dokumentation:

Hat euch die Tour gefallen? Dann lasst mir ein Like da, kommentiert eure Lieblingsstellen auf Fehmarn oder rebloggt den Beitrag! 🚲✨

Kommentare

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