
Und wahrscheinlich eine ungewöhnliche, denn es ist eine Liebeserklärung für unseren Lidl-Markt direkt bei uns über die Straße.
Vordergründig, denn das hier ist ja ein Radfahr-Blog, wegen der neuen Fahrradabstellanlage, die direkt vor dem Eingang des Marktes im Zuge von dessen Renovierung gebaut wurde.
Die ist zwar nicht so schön und groß wie bei dem relativ neu gebauten Markt im Nachbarort Sindorf, aber trotzdem…..

Aber tatsächlich geht es um viel mehr.
Ich weiß gar nicht mehr genau, wann aus der großen Freifläche eines Röhrenlager direkt über die Straße ein Lidl Markt wurde. Bestimmt ist das schon eine deutlich zweistellige Anzahl von Jahren her. Anfangs dachten wir, na, ob sich das wohl lohnt, denn damals war noch nicht mal einen Kilometer entfernt ein Markt des damaligen Platzhirsches Aldi. Aber siehe da, der Aldi ging weg und Lidl prosperierte. Wir sehen aus unserem Fenster direkt auf den Parkplatz und hatten somit immer ein ungefähres Maß für die Auslastung des Marktes, wobei man natürlich auch berücksichtigen muss, dass der Markt von Wohnvierteln umgeben ist, von wo aus die Leute zu Fuß gehen oder mit dem Rad fahren.
Wir gehen natürlich rüber, es ist ja wirklich direkt über die Straße. Größere Einkäufe fahren wir schon einmal mit dem Einkaufswagen vor unsere Haustür, den wir dann natürlich brav zurückbringen.
Es gab Zeiten, da ist Lidl als Unternehmen viel kritisiert worden. Es ging um Preisdrückerei und schlechte Behandlung und Bezahlung des Personals. Letzteres scheint zumindest in unserem Markt nicht so zu sein, denn die meisten Beschäftigten sind schon seit langem im Markt und wir haben quasi schon Bekanntschaften geschlossen.
Und dann hat Lidl ja auch etwas getan, was in meine (digitalen) Karten spielt. Es gab, meines Wissens als erster Discounter und vielleicht als eines der ersten Handelsunternehmen überhaupt, eine App, die Lidl App. Klar, die hatte ich natürlich sofort und sammelte seither Rabatte und Gutschriften. Später wurde auch noch der papierlose Kassenbon eingeführt, den ich natürlich sofort nutzte und dann auch noch Lidl Pay, was dazu führt, dass ich nur noch Handy, Haustürschlüssel und eine Einkaufstasche dabeihaben muss, wenn ich mit Hausschlappen abends kurz vor neun noch in unseren verlängerten Kühlschrank tigere. Perfekt.
Noch perfekter, dass jetzt im Zuge der Renovierung des Marktes auch noch mehrere Selbstbedienungskassen eingeführt wurden, die mich dann auch noch komplett von den Schlangen an den Kassen unabhängig machen.
In den Jahren hat der Markt sein Sortiment ständig verändert und erweitert. Seit einiger Zeit vertreibt das Unternehmen ja auch Bioland gelabelte Waren, so dass auch Nachhaltigkeit eingekehrt ist, die ich stark konsumiere. Wenn die Auswahl besteht, und das ist bei immer mehr Produkten der Fall, wähle ich die Bio-Variante, die immer auch zu ordentlichen Preisen zu haben ist.
Nachhaltigkeit nun eben auch bei Mobilität und Erreichbarkeit, wie die Fahrrad-Abstellanlagen zeigen.
Ich habe in diesem Artikel ein paar Mal über Renovierung geschrieben, ohne näher darauf einzugehen. Zunächst waren wir geschockt, und das meine ich wirklich, als es im Dezember hieß, der Markt schließt. What? Unvorstellbar. Aber schnell wurde klar, es handelt sich nur um eine zeitweise Schließung, weil eine Renovierung ansteht. Puh. Am 04.01.2025 schloss der Markt, Wiedereröffnung sollte am 06.02. sein. Na ja, ich dachte, hier im Rheinland ist ja noch nie eine Baumaßnahme oder Renovierung zeitgerecht abgeschlossen worden, also rechnete ich eher mit Karneval oder so? Weit gefehlt: pünktlich morgens um 07:00 Uhr am 06.02. ging die Tür auf. Und die Menschenmassen strömten. Ich war nur kurz im Markt um ein paar Brötchen zu kaufen und habe noch gar kein Bild, was sich alles geändert hat. Das werde ich aber übers Wochenende mal herausfinden.

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