Take a ride on the wild side

The Torture stops in 13 days: Vom großen Hallo und rostigen Riesentrommeln

Bunte Gestalten in Kostümen performen im Park auf dem Kamp zwischen großen, skurrilen Metalltrichtern und Trommelkonstruktionen vor Publikum.

Hallo ihr alle! Heute beamen wir uns im Countdown-Ticker ganz weit zurück zu meinen allerersten Zappanale-Schritten. Wir schreiben das Jahr 2011 – es war die Zappanale Nummer 22! Das Ticket damals war ein absolut grandioses Geschenk meiner Frau Dorothea zu meinem 50. Geburtstag. Und ich kann euch sagen: Vor der ersten Reise an die Ostsee war ich natürlich total aufgeregt!

Damals startete das Festival donnerstags noch mit einer Art gemütlichem Vorspiel auf dem Kamp. Das ist dieser zentrale, grüne Platz mitten in Bad Doberan, an dessen Ende auch die berühmte Zappa-Büste thront.

Selfie Axel mit der Zappa Büste 2011 in Bad Doberan

Auf dem Kamp spielten die Bands quasi außer Konkurrenz. Es waren oft lokale Formationen oder Newcomer, die mal austesten wollten, ob sie beim kritischen Publikum ankommen. Vielleicht reichte es ja in den Folgejahren für einen Gig auf dem richtigen Festivalgelände.

Für die Zappa-Gemeinde kostete dieser Donnerstag keinen Cent Eintritt. Er war das traditionelle „Get-together“: Ein riesiges Hallo mit Küsschen links, Drücken rechts und dem Austausch der neuesten Geschichten aus dem letzten Jahr. Für mich in meinem Premierenjahr war das natürlich noch eine Nummer zu groß – ich stand staunend daneben. Die ersten Kontakte knüpfte ich erst im Laufe des Wochenendes.

Den Einstieg machten mir damals allerdings SoundSchleuder herrlich leicht. Die Truppe hatte auf dem Kamp skurrile Riesen-Instrumente aus Altmetall und Rohren aufgebaut, wie man auf dem Titelbild sieht. Erst machten sie selbst ordentlich Krach, dann öffneten sie die Performance für alle. Wer wollte, durfte auf den Riesendingern herumhauen. Eine Einladung, die ich mir nicht zweimal nehmen ließ! Auf dem Foto von Bernd Hentschel

Axel Fell mit Brille schlägt konzentriert mit Holzsticks auf rostige Metallrohre der Band SoundSchleuder auf dem Kamp in Bad Doberan.
Foto: Bernd-Hentschel.de für Zappanale.de

seht ihr mich in voller Konzentration an den rostigen Klangkörpern. Ziemlich cool! Später bauten sie den interaktiven Schrottplatz noch mal auf der Galopprennbahn auf, wo ich direkt wieder musikalisch eskalierte. 🥁💥

Dieses charmante „Vorfestival“ auf dem Kamp gehört heute der Vergangenheit an – den Anwohner:innen war es irgendwann schlicht zu viel „Lärm“. Erst zog das Spektakel weiter in die Stadt, mittlerweile ist der Donnerstag komplett auf das Festivalgelände gewandert.

In knapp zwei Wochen stehe ich wieder vor den Bühnen und verifiziere live vor Ort, wie der Donnerstag anno 2026 abläuft. Ihr seid die Ersten, die es erfahren – versprochen!

Music is the best – wir lesen uns morgen Mittag!

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