
Neuheiten gibt es auf der Cyclingworld viele. So viele, dass ich mir einige aussuchen muss, um hier darüber zu berichten. Und hier ist eine, die mich besonders angemacht hat. Was genau das ist, darüber habe ich mit Norman Eifler von der Firma Seria gesprochen.
Axel:
Jetzt stehe ich hier gerade am Eingang der Halle zum Wasserturm und habe ein interessantes Produkt der Firma Serea entdeckt. Und neben mir steht Norman Eifler, der hat dieses Produkt in der Hand. Es ist ein Schloss. Jetzt werdet ihr wahrscheinlich alle sagen, ein Schloss, das ist doch nichts Interessantes. Aber das hier ist wirklich interessant. Und warum, das sagt uns Norman jetzt.
Norman:
Ja, es handelt sich hierbei um ein neuartiges Kettenschloss. Kette an sich ist nichts Neues, kennt jeder, gibt es seit ewigen Zeiten, aber der Verschluss ist absolut innovativ. Wir haben nämlich einen Verschluss, der per NFC vom Handy aus geöffnet wird und dadurch wird das Schloss in die Lage versetzt, dass es keinen Schlüssel, keine Batterie benötigt, sondern wirklich nur das Handy. Viele sagen dann: wie nur das Handy? Ich kann doch nicht vom Handy die Energie übertragen. Doch, das geht. Per NFC können wir nicht nur Daten übertragen, sondern auch Energie.
Wir legen dazu das Handy mit der geöffneten App auf das Schloss auf, die Daten und ein kurzer Energieimpuls werden übertragen und schon öffnet sich das Schloss binnen Sekunden.
Axel:
Genau, das habe ich vorhin auch schon mal gesehen, gemacht nicht, weil es bisher nicht für Nutzer verfügbar ist, sondern am Stand ausgestellt und von Euch demonstriert wird. Das heißt, man braucht eine App, was ist das für eine App, wo bekommt man die her und kostet die was?
Norman:
Wir haben diese App selbst entwickelt. Sie gibt sie sowohl im Android als auch im iOS App Store. Sie ist kostenfrei herunterladbar für jedermann, der ein Smartphone hat.
Auch die Nutzung der App ist kostenfrei, lediglich das Schloss kostet natürlich etwas Geld.
Axel:
Ja, gut, aber woher weiß denn das Schloss, dass ich jetzt derjenige bin, der es öffnen darf?
Norman:
Mit jedem Schloss wird eine individuelle Seriennummer inklusive PuK ähnlich wie bei einer SIM-Karte ausgeliefert. Dieser PuK ist zwölfstellig und identifiziert somit das Schloss in der App. Um das Schloss in der App zu registrieren, muss ich diesen PuK mittels QR-Code einscannen, das Schloss einmalig mit der App öffnen und dann ist das Schloss auf mich registriert als Hauptnutzer.
Axel:
Und vorher muss ich mich auch noch in der App natürlich anmelden und registrieren, damit das alles auch seine Richtigkeit hat und damit da eine Verbindung auch zu mir geschaffen wird.
Norman:
Ganz genau. Für die Registrierung in der App benötigen wir lediglich eine gültige E-Mail-Adresse und ein frei wählbares Passwort, und schon haben wir einen Account generiert, in dem ich beliebig viele Schlösser anlegen kann.
Axel:
Und was ist, wenn mein Handy leer ist?
Norman:
Egal, ob ein Handy leer ist, geklaut wurde, defekt ist oder aus irgendeinem anderen Grund nicht nutzbar ist, Ich kann die App auf jedes verfügbare Handy, Freunde, Familie, Bekannte, wem auch immer, herunterladen, logge mich mit meinen Zugangsdaten, heißt E-Mail-Adresse und Passwort ein und habe sofort wieder Zugang zu meinen Schlössern.
Axel:
Das finde ich irgendwie cool und wir haben gerade mal so einen initialen Deal ausgehandelt, dass ich vielleicht so ein Schloss mal zum Testen bekomme. Ich freue mich da schon sehr drauf. Ich bin ja so ein wenig nerdig an der Ecke. Und das ist wirklich interessant und innovativ. Vielen Dank, Norman, für dieses Interview. Habe ich Dich etwas nicht gefragt, was Du noch gerne sagen möchtest?
Norman:
Eine Innovation haben wir noch. Durch die App können wir den Zugang per Sharing an Freunde und Familienmitglieder teilen. Hier muss natürlich jeder die App auf dem Handy haben.
Aber es bietet uns die Möglichkeit, dass wir halt einfach auch mit mehreren Personen ein und dasselbe Schloss nutzen.
Axel:
Das ist richtig cool. Ja, ich bedanke mich sehr für das Interview.
Norman:
Vielen Dank. Sehr gerne.
P.S. Mittlerweile sind wir schon einen Schritt weiter, ich durfte mir per Mail ein Schloss aussuchen, das mir als Muster zum Testen zur Verfügung gestellt wird. Schon während ich warte, schreibe ich ein wenig weiter, zum Beispiel über das Herunterladen und die Inbetriebnahme der erforderlichen App und was sonst noch so anliegt.

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