Take a ride on the wild side

Was bleibt von der VELOBerlin – die Diskrepanz zwischen dem, was es alles gibt und dem, was ich wirklich brauche

Böttcher Rad mit Pinion Schaltung Testfahrt VELOBerlin 2025

Die VELOBerlin hat am Montag eine Schluss-Pressemitteilung herausgegeben, die ich ganz unten in diesem Beitrag mitschicke.

Alles, was darin steht, kann ich voll unterschreiben. Es war eine tolle Messe mit tollen Produkten, Events, Vorträgen in einer Location, die ihresgleichen wirklich sucht und zwei tollen Testparcours. Ich habe total viel erlebt und bin viele Räder probegefahren. Dabei habe ich auch noch einmal abgeglichen, was das Feeling beim Probefahren und meine Bedarfe gemeinsam haben und was die Messe so in mir auslöst in Richtung Zukunft.

Meine Wesentlichen Erkenntnisse:

Es lebe das Bio-Bike!

Für mich bleibt es vorerst beim Bio-Fahren. Ich habe zwar den Boost der Elektrounterstützung gemerkt und bei einigen Rädern geht es auch nicht wirklich ohne, jedenfalls nicht auf längeren Strecken und über Steigungen etc. Aber ansonsten ist der Deal zu schwereren, ungelenkigeren, auch hässlicheren Rädern einer, den ich noch nicht eingehen will. Wenn es denn mal so weit kommen sollte, könnte es in Richtung der kompakten 20“ Räder von i:sy oder ähnlichen Anbietern gehen. Oder zu einem Nachrüstpaket, dann kann man seine Räder gleich behalten. Das wäre mir eh am liebsten. Gestern bin ich aber eins gefahren, bei dem die Elektrounterstützung durch ein auf dem Reifen aufgebrachtes Unterstützungsrad erfolgt bzw. erfolgen soll. Tat sie bei mir nur zeitweise, deswegen wäre das nicht das, was ich mir vorstelle. 

Hätte hätte Fahrradkette!

Im Zweifel hätte man ja eher eine als einen Riemen und eher ein Ritzelpack als eine neue Rohloff oder gar eine neue Pinion. Alles schön, alles gut, aber auch da werde ich bei der Kette bleiben. Rohloff bin ich nur einmal gefahren auf der VELOBerlin, ist ok, aber da erinnere ich mich daran, dass ich auch schon einmal eine gehimmelt habe. Pinion habe ich keinen Bock drauf, erst recht nicht auf die MGU. Gefühlt wird Kraft sowieso erst ab dem achten mechanischen Gang übertragen, im Automatikmodus knackt die Pinion Schaltung so, dass man denkt, die fliegt im nächsten Moment auseinander (was sie natürlich nicht tut).

Ich hatte an einem Stand eines ziemlich namhaften Herstellers von Reise- und (neuerdings auch) Reise-Gravelbikes ein kleines Fachgespräch darüber, bei dem herauskam, dass es schon kaputte Rohloff und Pinions gibt und dass auch der Fachmann am Stand eher der Meinung war: fahrt Kette! Da kann man selber sehen, was dran ist und vieles auch noch selber tun!

Meine Räder tun’s total!

Und zwar alle. Klar, ich habe einer Freundin gegenüber, die sich gerade ein Brompton gekauft hat und am Brompton Stand auf der VELOBerlin schlecht über mein Dahon gesprochen, aber das war falsch und ich leiste Abbitte. Es tat mir schon gute Dienste und tut mir gerade gute Dienste auf dieser Reise. Bis ich seine Ausstattung an einem Brompton zusammen habe, bin ich ein Vermögen los.

Auch mein Trekkingrad, mein gutes altes Ortler Mr_O, ist State of the Art. Es fährt ohne Probleme und von der fixen Idee, es über Winter auf eine Rohloff umrüsten zu lassen, bin ich seit dem Gespräch am (ich denke, es ist besser, den Stand nicht zu nennen) Stand (siehe oben) komplett abgekommen. Das Rad läuft, hat schon lange Fahrten und Reisen mit mir gemacht und ist das Rad der Wahl.

Und das gilt natürlich auch für meinen Schwarzen Bullen, mein Alltags-Gravelbike, der zugegebener Maßen immer noch die größte Konkurrenz hat, denn auf der Cyclingworld habe ich mich unsterblich in ein Wanderer Rad verliebt. Frage ist: macht das wirklich Sinn? Brauche ich das als Rad n+1? Ich denke eher nicht.

Alle meine Bilder zur VELOBerlin (und zu Berlin) gibt es hier:

https://photos.app.goo.gl/7EkBPes3CzKWMf2k8

Meine Beiträge zur Messe gibt es in diesem Blog auf der Titelseite.

Hier die Pressemitteilung von VeloKonzept:

VELOBerlin 2025 begeisterte mit Abenteuer, Action und Alltagsthemen

Berlin, 12. Mai 2025

Am vergangenen Wochenende, dem 10. und 11. Mai, verwandelte sich der Flughafen Tempelhof erneut in das Zentrum der Fahrradwelt: Zur 13. Ausgabe des Fahrradfestivals VELOBerlin kamen rund 200 Ausstellende mit mehr als 300 Marken zusammen, um 17.500 Fahrradfans und Mobilitätsaffine zu begeistern.

Das Festival bot auf dem riesigen Außengelände und im Hangar 4 eine Vielfalt an Teststrecken, Radrennen, Shows, Workshops und Vorträgen – bei herrlichem Frühlingswetter und vor historischer Kulisse. Im Mittelpunkt standen dabei nicht nur die neuesten Fahrradtrends, sondern auch das Thema Radreisen und Abenteuer.

„Die VELOBerlin ist unser Auftakt ins Fahrradjahr. Hier zeigen Hersteller und Händler den Radbegeisterten, was die Fahrradwelt zu bieten hat“, resümiert Dirk Heidrich, Head of Operations & Services von fairnamic und Veranstalter der VELOBerlin. Isabell Eberlein, Festivalorganisatorin und Geschäftsführerin der Berliner Fahrradagentur Velokonzept, ergänzt: „Unsere Besucherinnen und Besucher haben das große Angebot an E-Bikes, Gravel-, Renn- und Cargobikes intensiv genutzt und konnten sich auf vier Teststrecken selbst ein Bild machen.“

Starke Botschaften für mehr Fahrrad

Auch in diesem Jahr wurde das Festival von zwei Prominenten unterstützt, die ihre Fahrradbotschaft zur VELOBerlin mitbrachten: Die 17-fache Weltmeisterin Kristina Vogel warb für Inklusion und Vielfalt im Alltag und betonte die Freiheit, die ihr das Radfahren gibt. Journalist und Aktivist Ingwar Perowanowitsch, bekannt für sein Engagement für klimafreundliche Stadtentwicklung, richtete sich mit seiner Botschaft direkt an die Politik, mehr für den Radverkehr zu tun.

Das Thema Radreisen war so präsent wie nie: Die Bikepackerin Wiebke Lühmann berichtete von ihrer 20.000 Kilometer langen Tour von Deutschland nach Südafrika. Ingwar Perowanowitsch fuhr per Fahrrad zur Weltklimakonferenz nach Baku, um für mehr Klimagerechtigkeit zu werben. Passend dazu präsentierten Reiseveranstalter, Tourismusverbände aus Berlin, Brandenburg, Sachsen, Mecklenburg-Vorpommern sowie internationale Anbieter wie Italien, Spanien oder Polen ihre Radreiseangebote.

Auf den Bühnen wurden zudem aktuelle Themen wie urbane Mobilität, Infrastruktur, Künstliche Intelligenz in der Fahrradbranche und Verkehrsberuhigung durch Kiezblocks diskutiert.

Sport, Shows und Mitmachaktionen für alle

Ein abwechslungsreiches Programm mit Rennen, Shows und Mitmachmöglichkeiten rundete das Festival ab: Von den Landesmeisterschaften des Berliner Radsportverbands über Fixed-Gear- und Cargobike-Rennen bis zu BMX- und Trialshows. Die sechsfache Weltmeisterin Nina Reichenbach begeisterte mit spektakulären Sprüngen, während Kinder in Schnupperkursen erste Tricks lernten. Fahrtechnikkurse für alle Altersklassen und Community Rides sorgten für gemeinschaftliche Erlebnisse auf dem Rad.

Daneben sorgten Kindermusik, kreative Workshops und vielfältige kulinarische Angebote vom Street Food Markt bis zum Fahrrad-Biergarten für Festivalflair.

Die VELOBerlin 2025 zeigte wieder eindrucksvoll: Das Fahrrad ist mehr als nur Fortbewegung – es ist Lifestyle, Abenteuer und ein wichtiger Schlüssel für die Mobilität der Zukunft.

Die VELOBerlin 2026 findet am 11. und 12. April am Flughafen Tempelhof statt.

Über die VELOBerlin

Seit 2011 ist die VELOBerlin das Fahrradfestival in der Hauptstadt. Veranstaltet von der fairnamic GmbH (Veranstalterin der Weltleitmesse EUROBIKE in Frankfurt/Main), konzipiert und organisiert von der Berliner Fahrradagentur Velokonzept, präsentiert die Fahrradmesse über 200 ausstellende Fahrradmarken, Händler:innen und Dienstleistende aller Fahrrad- und Mobilitätsbereiche, die die große Vielfalt der Trends und Innovationen der Fahrradbranche widerspiegeln. Ergänzt um Themen wie nachhaltige Mobilität, Reisen und Lifestyle & Sport erleben tausende Fahrradfans Produkte, Services und ein buntes Rahmen- und Showprogramm.

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