
Nachdem ich in meinem Hotel eingecheckt hatte – es liegt nur etwas über einen Kilometer vom Bahnhof entfernt – entschloss ich mich, noch eine kleine Radtour zu unternehmen.
Über Porta Westfalica lachte gerade die Sonne, doch rundherum zogen dunkle Wolken auf. Laut Wettervorhersage war auch noch Regen angekündigt. Trotzdem fuhr ich los, zunächst mit dem Ziel Porta Westfalica selbst. Das Zentrum ist eher bescheiden, da sich der Ort auf mehrere Ortsteile verteilt.
Ich durchquerte fast vollständig den Ortsteil, in dem mein Hotel liegt, und sah auf einem Wegweiser den Hinweis zum Großen Weserbogen – etwa fünf Kilometer entfernt. Ich beschloss, dorthin zu fahren. Porta Westfalica liegt schließlich direkt an der Weser – also warum nicht den Fluss aufsuchen?
Auf dem Weg dorthin kam ich an einem kleinen Flugplatz vorbei. Überraschenderweise sind dort sogar mehrsitzige Maschinen stationiert – eine landete gerade, als ich vorbeifuhr. Natürlich keine großen Jets, aber dennoch beeindruckend für so einen kleinen Platz.
Im Großen Weserbogen erwartete mich eine wunderschöne Landschaft mit Teichen, Seen und einem Naturschutzgebiet. Auch ein Campingplatz liegt dort. Das Wetter hielt, also entschloss ich mich spontan, noch weiterzufahren.
Ich plante mir schnell eine komoot-Tour – ganz einfach, denn ich stand direkt am Weserradweg. Also folgte ich diesem: über eine Weserbrücke,, dann durch eine herrliche Landschaft wieder zurück in Richtung Porta Westfalica. Der Weg war traumhaft schön.
Plötzlich setzte starker Regen ein. Zum Glück stand ich gerade an einer Landmarke, dem Dehmer Anleger, mit kleiner Überdachung – perfekter Unterschlupf. Ich blieb trocken, wartete etwa 15 Minuten, bis der Regen weiterzog, und fuhr dann zurück nach Porta Westfalica.
Dort fand ich noch einen Aldi, deckte mich mit etwas Proviant ein und machte schließlich noch ein paar Fotos vom Kaiser-Wilhelm-Denkmal. Die Bilder sind heute etwas surreal: Durch die hohe Luftfeuchtigkeit stieg Dampf aus den Wäldern auf und hüllte das Denkmal in eine Art Nebel – fast wie in Watte gepackt.
Es war eine schöne Tour. Ich kam gerade noch rechtzeitig ins Hotel zurück, bevor der nächste Platzregen einsetzte. Das Wetter war ziemlich wechselhaft – aber ich bin größtenteils trocken geblieben. Ein Glück.
Fotos gibt es hier:
https://photos.app.goo.gl/35bXdfyNZyJaahgj6
Die Tour habe ich in zwei Etappen aufgezeichnet, hier findet ihr sie auf komoot:

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