
Lage
Der Zieselsmaarsee befindet sich in der Stadt Hürth-Knapsack bei Köln, unmittelbar in der Nähe der Autobahn A1 in Nordrhein-Westfalen. Geographisch liegt der See im Rhein-Erft-Kreis, einer Region, die historisch und wirtschaftlich durch den Braunkohleabbau geprägt ist[1][2][5].
Entstehung
Der See entstand als Folge des Braunkohleabbaus im Rheinischen Braunkohlerevier. Ursprünglich wurde auf dem Gelände Braunkohle gefördert, was nach dem Ende des Abbaus 1958 zur Flutung der Grube und damit zur Bildung des Zieselsmaarsee führte. Während des Abbaus wurden sulfidhaltige Sedimente wie Pyrit umgelagert, deren Oxidation im Kontakt mit Grundwasser zur Bildung von Schwefelsäure und Eisenoxid führte. Das Eisenoxid bewirkt die charakteristische rötliche Färbung des Wassers. Um den pH-Wert über 3 zu halten und das Wasser keimfrei zu machen, wird Kalk beigegeben. Aufgrund der entstehenden Säure werden jedoch auch Nickel und Kobalt aus den Sedimenten gelöst[1][2].
Entwicklung
Nach Beendigung des Braunkohleabbaus wurde das Gebiet rekultiviert. Die Flutung der ehemaligen Grube führte zur Seeentstehung, der heute als naturnaher Restsee besteht und sich durch die eisenhaltige, rötliche Färbung auszeichnet. Das Gelände wurde zu einer gepflegten Freizeitanlage umgestaltet, inklusive strandähnlicher Aufschüttungen und einer eingezäunten, baumbestandenen Umgebung, die für den Naturschutz und die Nutzer angenehm gestaltet ist[1][2].
Eigentumsverhältnisse
Das Gelände um den Zieselsmaarsee ist im Besitz eines ortsansässigen FKK-Vereins, der das gesamte Gebiet gepachtet hat. Dieses Gebiet ist vollständig eingezäunt und durch Bäume von der Umgebung abgeschirmt, was eine kontrollierte Nutzung ermöglicht[2].
Nutzung
Der Zieselsmaarsee dient als Freizeit- und Naherholungsgebiet mit dem Schwerpunkt auf FKK-Nutzung. Die Anlage ist ausgestattet mit sportlichen und spielerischen Möglichkeiten, sanitären Einrichtungen und gastronomischen Angeboten. Darüber hinaus wird Nordic Walking als Aktivität in der Umgebung genutzt. Das Areal ist insbesondere bei einer älteren Besuchergruppe beliebt. Die Nutzung wird durch ein Regelwerk begleitet, das u.a. Fotografierverbot und Verhaltensregeln umfasst, um die Privatsphäre und das Ambiente zu schützen[2].
Öffnungszeiten und Regeln der Nutzung
Der See und das umliegende Gelände sind nur für Mitglieder des FKK-Vereins oder deren Gäste zugänglich, da das gesamte Areal eingezäunt ist. Es wird Wert auf ein diszipliniertes Verhalten gelegt, wobei Fotografieren und provokantes Verhalten untersagt sind. Das Tragen von Intimschmuck gilt als provokant und ist nicht erwünscht. Die Regeln sind streng formuliert und sollen die Atmosphäre und Sicherheit für alle Nutzer gewährleisten[2].
FKK
Der Zieselsmaarsee ist als FKK-Anlage geführt und gehört zu den etablierten Nacktbadeorten in der Region. Die gepflegte Anlage mit ihren sportlichen Einrichtungen, Sanitäranlagen und Gastronomie ist besonders auf die Bedürfnisse von FKK-Anhängern ausgerichtet. Die Atmosphäre ist zurückhaltend und konservativ geregelt, um die Privatsphäre und Ruhe zu wahren. Die FKK-Nutzung ist ein zentrales Element der Freizeitnutzung des Sees[2][3].
Zusammenfassung
Der Zieselsmaarsee bei Hürth ist ein aus dem Braunkohleabbau entstandener Restsee mit rötlich gefärbtem Wasser durch Eisenoxid und einem durch Kalkzugabe kontrollierten pH-Wert. Das als FKK-Anlage genutzte Gelände ist im Besitz eines ortsansässigen FKK-Vereins und zeichnet sich durch eine strenge Einhaltung von Verhaltensregeln aus. Die gepflegte Freizeitfläche bietet umfangreiche sanitäre und sportliche Einrichtungen und ist insbesondere bei einer älteren Besuchergruppe beliebt. Die Lage nahe der Autobahn A1 macht den See gut erreichbar und bietet eine ruhige naturnahe Erholungslandschaft, die durch die Geschichte des Braunkohleabbaus geprägt ist[1][2][5].
Citations:
[1] https://de.wikipedia.org/wiki/H%C3%BCrth
[2] https://de.wikipedia.org/wiki/Zieselsmaar
[3] https://www.rhein-erft-tourismus.de/_Resources/Persistent/cf8037989cbab7bf99e9a97580aa030260af99b9/20220404_freizeitbroschuere_doppelseite.pdf
[4] https://www.seen.de/zieselsmaarsee/
[5] https://www.tageskarte.io/war-noch-was/detail/in-diesen-deutschen-staedten-leben-die-meisten-nacktsonnenbader.html?tx_news_pi1%5B%40widget_2808_0%5D%5BcurrentPage%5D=2&cHash=20963589dcb7c87e8ac104569c96fc18
Quelle: Perplexity

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