
Schon die ganze Woche hatte ich Lust auf die Critical Mass Dortmund. Ich war ja schon ein paarmal dieses Jahr da und irgendwie hatte es mich gepackt. Außerdem wollte ich einfach noch einmal ausprobieren, wie einfach es ist, mit dem Deutschlandticket und meinem GSpot just einmal nach Dortmund zu fahren und abends wieder zurück.
Und so war es dann auch. Mittags machte ich mich von der Arbeit aus mit dem Rad auf zum Kölner Hauptbahnhof, wo ich noch einen direkt durchfahrenden RE4 in Richtung Minden erwischte. GSpot stand in einer Ecke und war mit einem Schloss angebunden. Ich setzte mich auf einen freien Sitzplatz und konnte die Zeit gut zubringen.
Gegen fünf war ich dann in Dortmund und hatte deswegen auch noch gut Zeit, ein kleines komoot-unterstütztes Ründchen zu drehen (dazu später noch mal mehr hier).
Gegen viertel nach sechs war ich zurück am Bahnhof, nahm etwas zu mir und fuhr dann zum Friedensplatz, wo schon einige der üblichen Verdächtigen versammelt waren. Zu denen gesellte ich mich, ging aber noch mal kurz zum „Benediktiner“ (aus Gründen) und dann zurück zu der mittlerweile doch ganz ordentlich gewachsenen Schar von Leuten mit wieder vielen guten alten Bekannten.
Hey, der Friedensplatz in Dortmund ist „The place to be“ für einen Start der Critical Mass. Eingerahmt von Standesamt, Rathaus und ein paar schönen Lokalen mit Außengastro prangt in der Mitte die Friedenssäule, die wirklich etwas hat. Also begannen nach einer ausgiebigen Kennenlern- und Treffenszeremonie die ersten, die Säule mit dem Rad zu umrunden, bevor wir dann alle mitmachten und schließlich angeführt ebenfalls von einem „üblichen Verdächtigen“ auf die großen Straßen von Dortmund fuhren.

Es war eine schöne Fahrt, auf der der motorisierte Verkehr in Dortmund (der übrigens eine wesentlich höhere Poser- und Raserszene aufbietet als alle anderen Städte, die ich kenne) lernen musste: Wir stören nicht den Verkehr, wir sind der Verkehr!
Ich unterhielt mich wieder einmal die ganze Zeit und bekam erst so nach und nach mit, dass wir uns immer weiter vom Stadtzentrum entfernten. Also musste ich die Sicherheitswende für mich einleiten, denn ausgerechnet an dem Tag fuhr der RE1 abends nicht durch nach Horrem, sodass ich schon um zwanzig nach neun wieder am Bahnhof sein musste, um noch zu einer einigermaßen christlichen Zeit zu Hause zu sein. So verabschiedete ich mich von meiner netten Konversation, drehte um und fuhr mithilfe von komoot zurück zum Bahnhof, nicht ohne vor dem berühmten „U“ noch eine kleine Liveband-Performance kurz mitzuerleben. Nach einem Umstieg in Düsseldorf war ich dann gegen viertel vor zwölf zu Hause. Etwas müde vom langen Tag, aber auch mit einem Grinsen im Gesicht, weil alles so gut geklappt hatte und es wirklich ein schöner Tag gewesen war.
Ich hab’ mir eine Wiederholung vorgenommen. Aber im August, am 15.08., wird es etwas wuschig, weil am Tag darauf, also am 16.08., die Sternfahrt Ruhr stattfindet und ich mich habe bequatschen lassen, einen Zubringer aus Köln zu machen. Ah, mal sehen, da ist das letzte Wort noch nicht gesprochen und geschrieben.
Di komoot Tour der „halben“ Critical Mass und meiner Rückfahrt zum Bahnhof findet Ihr hier.
Ich habe mal ein Fotoalbum zu Dortmund und meinen Erlebnissen dort erstellt, das aber noch nicht ganz fertig ist. Ihr findet es hier:

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