Take a ride on the wild side

Ein nasser Juli

Regen auf der Kamera, regnerische Fahrt

Monatsabschluss Juli 2025:

Mit knapp 1.200 Kilometern war dieser Juli einer der durchschnittlichen Sommermonate der letzten Jahre.

Das lag vor allem daran, dass viele der langen 24-Stunden-Fahrten, die ich zwischen 2018 und 2021 im Juli bestritt – in Kelheim, auf dem Nürburgring, zu Hause oder auch nach Paris – dieses Jahr nicht auf dem Plan standen.

Wenn ich zurückblicke, war der Juli eigentlich schon seit 2022 kein besonders starker Monat mehr. Insofern bin ich auch mit diesem Jahr ganz zufrieden.

Nur vier Räder kamen zum Einsatz:

Der blaue Skorpion legte rund 630 Kilometer zurück.

ERFTIE, das Lastenrad des ADFC Rhein-Erft, brachte es auf etwa 56 Kilometer.

Mein neues Brompton – ich nenne es ja GSpot – fuhr knapp 300 Kilometer.

Das vierte Rad war eine kleine Wiederentdeckung im Juli: Mein ICE Adventure Heavy Duty kam erst in den letzten Tagen zum Einsatz, nachdem der Skorpion in Köln aufgrund einer gerissenen Kette ausfiel.

Aber auch in der kurzen Zeit hat das ICE mit 217 Kilometern eine ordentliche Strecke zurückgelegt.

Es hat sich dabei wieder als extrem zuverlässig erwiesen. Die technischen Probleme, die mich im letzten Jahr und zu Beginn dieses Jahres noch begleitet hatten, sind im Wesentlichen nicht mehr aufgetreten.

Ich bin rundum zufrieden, fahre das Rad wirklich sehr gerne und freue mich auf weitere Fahrten – selbst dann, wenn der Skorpion (voraussichtlich im August) wieder repariert ist.

Wenn wir schon bei Wiederentdeckungen sind: Auch die Critical Mass ist wieder aufgetaucht – oder besser gesagt, ich war wieder mehr dabei.

Anfang des Monats war ich in Wuppertal und habe meinen Aufenthalt dort genutzt, um vor der Critical Mass noch ein wenig die Stadt zu erkunden. Ich habe mir die Holsteiner Treppe angeschaut und auch eine der beiden Lego-Brücken besucht.

Das war total inspirierend und hat richtig Spaß gemacht.

Auch die Critical Mass selbst war angenehm. Jetzt, wo ich darüber schreibe, fällt mir auf: Ich habe bisher gar nichts dazu gebloggt. Wahrscheinlich war es einfach eine schöne, normale und ruhige Critical Mass – und das ist ja auch mal ganz schön.

Zwei Wochen später war ich dann in Dortmund – ebenfalls, um dort bei der Critical Mass mitzufahren. Auch hier habe ich die Gelegenheit genutzt, schon etwas früher da zu sein und die Stadt ein wenig zu erkunden.

Das war auch gut so, denn am Abend musste ich die Fahrt mitten in der Tour abbrechen. Die Bahn hatte die Strecke des RE1 – der normalerweise bei mir zu Hause Nähe hält – geteilt, und ich musste in Düsseldorf umsteigen. Dadurch hätte sich alles stark verzögert, und ich wäre erst spät in der Nacht nach Hause gekommen.

Aber das war völlig in Ordnung. Die Critical Mass war schön, ich habe mich gut unterhalten, und das hat die kürzere Teilnahme mehr als wettgemacht.

Insgesamt zeigte sich der Juli ziemlich wechselhaft.

In Wuppertal und Dortmund gab es noch viel Wärme und Sonnenschein. Doch gegen Ende des Monats wurde es richtig nass, und ich bin ein paar Mal ordentlich in den Regen geraten.

Zweimal war ich sogar komplett ohne Regenklamotten unterwegs – und habe festgestellt: So schlimm ist das gar nicht, solange man nicht lange draußen herumstehen muss, sondern schnell wieder ins Trockene kommt.

Also alles halb so wild – und einmal mehr die Erkenntnis:

Radfahren geht bei jedem Wetter.

Ein Juli mit wechselndem Gesicht – und ein Monat voller kleiner Wiederentdeckungen.

Langweilig wird’s jedenfalls nicht.

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