
Hallo ihr lieben Rad-Enthusiast*innen, Mobilitäts-Begeisterte und alle, die den Weg hierher gefunden haben!
Ups, mein Auto ist weg! Moment, keine Sorge, das ist keine Diebstahl-Meldung, sondern eher eine Meldung der Kategorie „geteiltes Leid ist halbes Glück“ – oder besser: „Sharing is Caring“! Ich weiß genau, wo der Skoda steckt: Er ist bei einem guten Freund, der ihn nun für etwas mehr als eine Woche kutschiert. Der Ärmste (der Skoda, nicht mein Freund) hat’s auch nötig, denn er wird bei uns viel zu wenig bewegt. Das Auto braucht ja schließlich auch mal Auslauf, damit seine Teile in Schwung bleiben.
Witzig, oder? Mein Auto bewege ich eigentlich fast nur noch, damit es mal bewegt wird. Über 90% meiner Fahrten rocke ich mit meinen Rädern oder mit der Bahn. Und meiner Frau geht’s da ganz ähnlich. Unser Haushalt braucht den Wagen wirklich nur extrem selten. Meistens dann, weil die Bahn bei uns in der Gegend entweder zu unzuverlässig, zu unbequem oder einfach zu teuer ist. Darum ist der komplette Abschied vom Auto bei uns momentan (noch) kein Thema.
Die Zahlen sprechen Bände: Im selben Jahr, in dem ich den Skoda kaufte, bin ich (wieder) „aufs Rad“ gekommen. Das ist jetzt 15 Jahre her. Seitdem bin ich mit dem Auto knapp 90.000 Kilometer gefahren – und mit dem Rad? Über 190.000 Kilometer! Das zeigt doch klar, dass meine Mobilität quasi autofrei läuft.
Deshalb ist es auch überhaupt kein Ding, unser Auto mal auszuleihen. Ich hab das schon öfter gemacht. So können Freund:innen, die selbst kein Auto besitzen und auch keins wollen, zum Beispiel günstig in den Urlaub starten. Eine super Sache, finde ich!
Dabei hilft mir ungemein, dass ich mit meinen Rädern, allen voran meinem ICE Adventure HD, dem elektrisch unterstützten Liegedreirad, ein echtes Verkehrsmittel unterm Allerwertesten habe. Selbst größere Distanzen bewältige ich pünktlich und relativ bequem. Auch mehrere, örtlich auseinanderliegende Termine sind damit kein Problem (heute muss ich das wieder beweisen!). Ein dickes LIKE an dieses Rad, das ein Auto (fast) ersetzt. Ich könnte es sogar falten und überallhin mitnehmen – hab ich aber noch gar nicht probiert. Muss wohl noch etwa drei Monate warten, bis ich das mal teste 😉.
Unsere Mobilität – und da zähle ich meine Frau ganz klar mit rein, die gar kein Auto fährt und fast alles zu Fuß oder mit dem Rad erledigt – ist ein echter Beitrag, nein, ein essenzieller Teil der Mobilitätswende.
Diese Mobilitätswende ist nicht nur ein schickes Schlagwort, sondern eine Notwendigkeit unserer Zeit. Sie steht im Grunde für den Wandel hin zu einer umweltfreundlicheren, effizienteren und lebenswerteren Art der Fortbewegung für uns alle. Die Herausforderung ist riesig, denn Mobilität betrifft jeden und jede von uns. Wir müssen weg von der dominanten Rolle des Verbrennungsmotors und hin zu Alternativen. Ansätze dafür gibt es viele: von der Stärkung des Öffentlichen Nah- und Fernverkehrs und dessen Digitalisierung über den Ausbau sicherer und bequemer Radwege-Netze bis hin zur Förderung neuer Konzepte wie Sharing-Diensten für Räder und E-Scooter.
Der aktuelle Stand der Umsetzung ist, nun ja, sagen wir mal: ausbaufähig. Wir sehen in vielen Städten und Regionen tolle Leuchtturmprojekte und viel Engagement von Bürger:innen, Politik und Initiativen. Aber oft fühlt es sich an, als würden wir nur in Trippelschritten vorankommen, wo wir eigentlich große Sätze machen müssten. Die Mobilitätswende braucht Mut, Investitionen und vor allem eine Veränderung in den Köpfen. Wer so viele Kilometer radelt wie ich, weiß: Es ist machbar, und es ist oft sogar die schönere, entspanntere und gesündere Art der Fortbewegung. Es geht nicht darum, das Auto zu verteufeln, sondern darum, ihm dort, wo es überflüssig ist, einfach eine echte Alternative an die Seite zu stellen. Und genau das beweisen wir jeden Tag, wenn wir uns bewusst gegen den Autoschlüssel entscheiden.
Na, hat euch meine „Auto-Ausleihe“ auch zum Nachdenken gebracht, wie ihr eure täglichen Wege bewältigt? Verratet mir in den Kommentaren doch mal, wie euer persönliches Kilometer-Verhältnis zwischen Rad und Auto aussieht!

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