Ein Schauspiel des Wandels: Wie die Erft bei Gymnich die Fließrichtung wechselt – und was mein Liegerad damit zu tun hat! 😮
Manchmal sind die unspektakulärsten Tage die mit den größten Überraschungen. Am letzten Freitag, dem 24.10.2025, rollte meine treue Lunetta – mein ICE Adventure HD Liegerad – über 34,7 Kilometer durch eine trübe, nieselige Heimat. Das Ziel war klar: die renaturierte Erft bei Gymnich erkunden. Was mich dort erwartete, war jedoch alles andere als trüb – es war ein echtes Naturschauspiel! 🤩
Die Renaturierung ist ein riesiges Projekt und die totale Veränderung der Landschaft ist einfach beeindruckend. Die Art und Weise, wie die Erft an ihren neuen, naturnahen Verlauf angebunden wird, ist sowohl am Anfang als auch am Ende des neuen Abschnitts wirklich sehenswert. Und hier kommt der Clou, der mich sofort fasziniert hat:
Das Wasser fließt teilweise in die „falsche“ Richtung, entgegen der normalen Fließrichtung!
Kennst du das auch? Du siehst etwas Vertrautes, das sich plötzlich komplett anders verhält, und deine Neugier ist sofort geweckt? 🤔 Genau das passierte hier, denn der Grund für dieses Phänomen ist einfach: Der renaturierte Verlauf und der ehemalige Kanal haben unterschiedliche Höhenniveaus. Die Natur findet eben ihren Weg – auch wenn sie dabei mal kurz rückwärts „denkt“. 🤪
Die Heimat im Wandel: Eine Erforschung auf zwei (bzw. drei) Rädern
Meine Freizeitfahrt auf der Suche nach dem Wandel der Heimat führte mich über den Erftradweg in Richtung Erftstadt. Vor Ort, in Gymnich, konnte ich von der noch gesperrten Brücke über die Erft und vom Holzturm der Gymnicher Mühle aus den neuen, geschlängelten Verlauf wunderbar von oben sehen.

Ein echter Panorama-Blick, der verdeutlicht, wie viel Raum der Fluss hier zurückbekommt. Die Umlegung des Gewässers verlängert den Flusslauf von ehemals 2,5 Kilometern auf ganze 5,5 Kilometer! Mehr Raum, mehr Struktur, mehr Natur – das ist das klare Ziel der Planer*innen.
Exklusiv: Bewegte Bilder vom ersten Wasser-Moment
Von Anja Georg habe ich sogar zwei Videos erhalten, die den Moment zeigen, als das erste Erftwasser in die Renaturierung floss.
Ein historischer Augenblick, den ich leider nicht miterleben konnte, denn als das passierte, am Donnerstag den 24.10.2025 musste ich leider arbeiten .
Die Bauarbeiten, die im Sommer 2024 begannen, sollen voraussichtlich bis Ende des Jahres abgeschlossen sein.
Das ist doch eine großartige Nachricht, oder? Zu sehen, wie Naturschutzprojekte in dieser Größenordnung umgesetzt werden, motiviert mich ungemein. Solche Projekte verbessern nicht nur den ökologischen Zustand des Gewässers und schaffen neue Lebensräume für Tier- und Pflanzenwelt, sondern tragen auch zum Hochwasserschutz bei. Und mal ehrlich: Eine kurvenreiche Erft sieht auch viel schöner aus als ein begradigter Kanal. 😉
Meine kleine Erkundungstour endete über die Kleine Erft, die Gymnicher Mühle, Marienfeld und die Kieswerkstraße zurück nach Hause. 34,7 Kilometer voller Entdeckungen, die zeigen: Man muss nicht weit reisen, um Spannendes zu erleben. Manchmal liegt das Abenteuer direkt vor der Haustür, im Wandel der Landschaft.
Warst du vielleicht auch schon dort und hast das Schauspiel der umgekehrten Fließrichtung beobachtet? Oder kennst du ähnliche Renaturierungsprojekte in deiner Nähe? 💬 Teile deine Gedanken und Eindrücke in den Kommentaren! Lass uns wissen, wie du diesen Wandel der Heimat erlebst. Und wenn dir der Beitrag gefallen hat: Liken, Rebloggen und Teilen nicht vergessen! Bis zur nächsten Tour – fahrt vorsichtig, aber voller Entdeckungslust! 🚲☀️

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