
Du suchst nach dem nächsten Thrill auf deinem Rad, nach Ecken in Köln, die du vielleicht noch nicht kennst, oder die du bisher etwas stiefmütterlich behandelt hast? Dann lies unbedingt weiter, denn ich nehme dich mit auf eine Erkundungsfahrt der besonderen Art: Mitten hinein in die Schäl Sick, den rechtsrheinischen Teil unserer Domstadt, und das auf einem wirklich sensationellen Rad! 🥳
Am Sonntag war ich – ausgerüstet mit meinem Brompton G Line – auf einer kleinen Geheimmission unterwegs. Die 55,5 Kilometer waren dabei alles andere als eine Pflichtübung, denn das Faltrad fährt sich einfach phantastisch. Ich werde nicht müde, egal unter welchen Bedingungen! Selbst auf dem Rückweg, als der Wind mir ordentlich ins Gesicht blies und es in Königsdorf sogar den Hügel hinaufging, war ich immer in meiner Komfortzone und kam dennoch flott voran. Kennst du das auch? Dieses Gefühl, wenn Rad und Mensch perfekt harmonieren?
Die Strecke führte mich von zu Hause über den Clarenhof und die Rückseite des Rhein-Energie-Stadions, über die Deutzer Brücke, durch Kalk und dann auf geheimer Mission in die rechtsrheinischen Veedel. Auf dem Rückweg ging es dann über die Aachener Straße wieder stadtauswärts und über Königsdorf zurück nach Hause.
Das Wetter zeigte sich dabei vielseitig: sonnig und trocken mit Rückenwind auf der Hinfahrt, aber auf dem Rückweg musste ich gegen einen starken Gegenwind ankämpfen, während sich der Himmel zunehmend bewölkte. Kurz vor Horrem gab es sogar noch ein paar Tropfen.
Unterwegs gab es auch Positives in Sachen Infrastruktur zu vermelden: Auffällig war die optimierte Verkehrsführung am Ende der Deutzer Brücke. Endlich kann man auf einem eigenen Radfahrstreifen auf der Fahrbahn bleiben und rechts in die Deutzer Freiheit einbiegen. Die vorherige, reichlich suboptimale Lösung mit dem beampelten Überweg über die Straßenbahn, den sich Radfahrende und zu Fuß Gehende in beide Richtungen teilen mussten, ist damit passé. Großes Lob an dieser Stelle! 👍
Die Schäl Sick: Mehr als nur die „falsche“ Seite
Meine Fahrt führte mich durch viele schöne, weniger schöne, aber immer interessante Ecken und Kanten des rechtsrheinischen Köln.
Charakteristisch für die rechtsrheinischen Stadtteile ist ihre starke industrielle Vergangenheit – denk nur an Bezirke wie Kalk und Mülheim, die maßgeblich zum Wohlstand Kölns beigetragen haben. Heute findest du hier eine spannende Mischung aus urbanem Leben, alten Industriegebäuden, die neu belebt werden, und weitläufigen Naturgebieten.
Aber Halt, das ist noch nicht alles! Auf meiner Erkundungstour habe ich auch einige visuelle Highlights erlebt – auch wenn die genauen Details meiner Mission noch geheim bleiben müssen. Ich kann aber verraten, dass der Blick auf die Evangelische Kirche Mülheim mit ihren pastellfarbenen Steinen wirklich ein Foto wert war, obwohl ich sonst Kirchen nicht so oft fotografiere.

Den missglückten Hubschrauberlandeplatz am Kalkberg habe ich allerdings ausgelassen. Vielleicht hole ich das ja beim nächsten Mal nach. 😉
Fünf rechtsrheinische POIs – Lust aufs Radfahren garantiert
Die Schäl Sick ist ein echtes Paradies für Radfahrer:innen und Entdecker:innen. Hier sind fünf besondere Points of Interest (POIs) auf der rechten Rheinseite, die du unbedingt mit dem Rad ansteuern solltest:
- Der Rheinpark (Deutz): Ein Muss für jede:n. Die weitläufige Grünfläche direkt am Rhein bietet einen spektakulären Blick auf den Kölner Dom und die Altstadt. Perfekt für eine entspannte Pause mit Picknickkorb auf dem Gepäckträger.
- Die Poller Wiesen (Poll): Als riesige Auenlandschaft bieten sie viel Platz für Freizeit und Naturerlebnisse. Du radelst hier durch grüne Weiten, hast einen tollen Blick auf die Südbrücke und kannst wunderbar vom Alltagsstress abschalten.
- Die Groov (Porz-Zündorf): Eine wunderschöne Halbinsel mit einem idyllischen Yachthafen, dem Rheinstrand und alten Fischerhäusern. Die entspannte Atmosphäre und die Rheinnähe machen die Anfahrt mit dem Rad zu einem kleinen Urlaubsgefühl.
- Die Wahner Heide: Ein großes Naturschutzgebiet im Südosten Kölns, das dich mit seinen Heideflächen und Eichenwäldern in eine ganz andere Welt entführt. Die gut ausgebauten Radwege bieten eine anspruchsvolle und naturnahe Tour abseits der Stadt.
- Das Technische Rathaus (Kalk): Obwohl es ein Verwaltungsgebäude ist, ist es architektonisch interessant und liegt im Herzen des ehemaligen Industriezentrums Kalk. Es dient als guter Ankerpunkt, um von hier aus die historischen Arbeiterviertel und die Neubauten in Kalk mit dem Rad zu erkunden.
Die Luftfahrt mit dem Zweck der Erkundung einer Strecke war jedenfalls ein voller Erfolg. Ich habe nicht nur eine neue, verbesserte Verkehrsführung entdeckt, sondern auch wieder einmal festgestellt, wie viel unentdecktes Potenzial in der „Schäl Sick“ steckt.
Also, schnapp dir dein Rad und fahr los – es gibt so viel zu sehen! Wie hat dir meine geheime Mission gefallen? Hast du vielleicht sogar eine Vermutung, was ich da ausgekundschaftet habe? Lass es mich wissen! Und wenn dir der Beitrag gefallen hat, freue ich mich über ein Like und einen Reblog! Bis zur nächsten Fahrt! 👋

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