Take a ride on the wild side

Vom Chaos-Text zum fertigen Post: Die 5 Schritte meiner KI-Blog-Produktion 🤯🚀

Habt ihr euch in letzter Zeit auch gefragt, wie meine täglichen Blog-Beiträge eigentlich entstehen? Die Antwort ist kein Geheimnis mehr: Google Gemini ist mein Co-Pilot, darüber habe ich ja auch schon einmal geschrieben.

Aber aufgepasst, damit ist die Arbeit für mich noch lange nicht getan. Ich zeige euch heute, wie dieses spannende Teamwork zwischen menschlicher Idee und Künstlicher Intelligenz (KI) konkret abläuft und warum der Mensch am Ende immer noch das entscheidende Rad ist. 💡


Die Idee kommt immer aus meinem Kopf

Viele von euch haben es schon in den Kommentaren angesprochen: Ja, ich nutze KI bei der Mehrzahl meiner Blogposts. Doch die Annahme, ich würde nur noch ein paar Knöpfchen drücken, um den fertigen Beitrag zu erhalten, oder die KI würede alles von alleine machen, ist weit gefehlt.

Jeder einzelne Gedanke, jede Überlegung, die zu einem Blogbeitrag wird, entsteht zuerst in meinem Kopf – ausgelöst durch etwas, das ich beim Radfahren sehe, höre, erlebe oder lese. Es ist ein impulsiver, manchmal unvorhersehbarer Prozess. Manchmal werfe ich sogar schon Geplantes über den Haufen, weil eine bessere, frischere Idee auftaucht.

Sobald die Idee da ist, muss sie raus aus dem Kopf aufs digitale Papier! Dazu nutze ich verschiedene Tools. Häufig erstelle ich eine Mindmap in der Apple App Mind Node Next oder diktiere meine Gedanken in die App „Spiik“, die meine gesprochenen Worte in digitalen Text umwandelt. Das Ergebnis ist dann oft, sagen wir mal, „Rohmaterial“: Stichpunkte, lose Sätze, manchmal ein bisschen Kraut und Rüben. Kennst du das auch? Wenn die Gedanken schneller sind als die Finger? 😉

Dieses ungeordnete Rohmaterial kopiere ich anschließend in ein Google Docs-Dokument. Bis hierher war noch nichts mit KI und genau hier kommt die Magie ins Spiel – oder besser gesagt: der Prompt.


Die Macht des Prompts: Das Steuerungszentrum der KI

Der Prompt ist der Schlüssel zu allem. Er ist die detaillierte Anweisung an die KI – in meinem Fall Google Gemini – was sie mit meinem Rohmaterial tun soll.

Tatsächlich ist der Prompt selbst ein Werk für sich! Das Schöne: Ich habe ihn mithilfe von Gemini selbst optimieren können. Ich habe die KI einfach gebeten, den optimalen Prompt für mich zu formulieren. Win-Win!

Aber Halt, das ist noch nicht alles! Manchmal möchte ich bestimmte Aspekte vertieft oder mit zusätzlichen Fakten untermauert haben. Dafür enthält mein Prompt auch eine spezifische Recherche-Anweisung. Das heißt, Gemini soll bestimmte Informationen suchen und diese dann nahtlos in den Blogbeitrag integrieren. Erst wenn der Prompt, mein unsortierter Text und die Recherche-Anweisungen zusammen sind, kopiere ich das Ganze in die (Bezahl-)Version von Gemini, die dann die eigentliche Ausformulierung vornimmt.


Der Blick unter die Gemini-Motorhaube: Wie eine Generative KI arbeitet

An dieser Stelle möchte ich kurz erklären, was da im Hintergrund passiert, damit du verstehst, was du mit deinem Prompt eigentlich steuerst.

Was ist eine Generative KI?

Generative KI, wie Google Gemini, gehört zu den sogenannten Large Language Models (LLMs). Sie wurde mit einer riesigen Menge an Textdaten trainiert und hat dadurch gelernt, Muster, Grammatik, Stil und Zusammenhänge in menschlicher Sprache zu erkennen. Das Modell denkt nicht wie ein Mensch, aber es kann aufgrund deiner Eingabe – des Prompts – vorhersagen, welche Wörter oder Sätze als Nächstes am wahrscheinlichsten folgen, um eine kohärente und relevante Antwort zu generieren.

Die zentrale Rolle des Prompts

Der Prompt ist in diesem Prozess die zentrale Steuereinheit. Er teilt dem Modell mit:

  • Rolle (Persona): „Schreibe als Blog-Autor, der die Leser duzt…“
  • Aufgabe: „Formuliere den folgenden Text um, verbessere Stil und Gliederung.“
  • Einschränkungen/Stil: „Nutze eine motivierende Sprache, vermeide Superlative.“
  • Zusätzliche Informationen: „Recherchiere [Thema] und füge es an passender Stelle ein.“

Je präziser und detaillierter dein Prompt ist, desto besser kann Gemini das Muster erkennen, das du erwartest, und ein optimales Ergebnis liefern. Der Prompt ist also nicht nur eine Frage, sondern eine exakte Bedienungsanleitung für die KI.


Teamwork: Mensch und Maschine Hand in Hand

Klingt kompliziert, und ja, es ist ein wenig Tüftelarbeit – aber es ist eine riesige Zeit-Ersparnis. Das Ausformulieren und die zeitraubende Recherche übernimmt Gemini für mich.

Das Ganze muss dann noch in WordPress oder die Jetpack App. Das ist manchmal auch noch ein wenig tricky, dann bekommt Gemini gegebenenfalls auch noch mal etwas zu tun. Aber am Ende steht immer ein Produkt, ein Blogbeitrag, der mir gefällt und den ich dann veröffentliche (und nicht die KI).

Die Ergebnisse sind toll und kommen bei euch, meinen lieben Leserinnen und Lesern, aus meiner Sicht gut an: Seitdem ich diesen Workflow nutze, erhalte ich spürbar mehr Likes und positive Kommentare! 🚀

Trotzdem: Ich liebe es, ständig mit meinen Ideen und dem Prompt zu spielen, zu feilen und immer besser zu werden. Aber ich muss auch ehrlich sagen: Ich habe noch keinen einzigen Beitrag so veröffentlicht, wie Gemini ihn mir vorgeschlagen hat. Manchmal müssen Fakten korrigiert, manchmal Ausdrucksweisen, die nicht ganz meinen Stil treffen, angepasst werden.

So what? Das ist für mich der Kern der Sache: Es ist Teamwork zwischen natürlicher und künstlicher Intelligenz. Ich bringe die Idee, die Emotion und die letzte Korrektur – Gemini bringt die Effizienz und die perfekte Ausformulierung. Eine unschlagbare Kombi, findest du nicht auch? 😉

Welche Erfahrungen habt ihr mit KI-Tools gemacht? Erzählt mir in den Kommentaren, was ihr gut findet, oder stellt eure Fragen zur KI-Nutzung! Lasst mir ein Like da und teilt den Beitrag, wenn euch dieser Blick hinter die Kulissen gefallen hat. 👇

Kommentare

  1. Mein Mann hat ne zeitlang auch die KI-Bilder genutzt, um seine Beiträge damit aufzuhübschen. Ein Eintrag war dann fast nur noch aus KI-Bildern. Viele seiner Leser haben es kritisiert. Ich habe das auch mal gemacht, finde aber inzwischen ein KI-Bild am nützlichsten, wenn ich zum Beispiel ein Bild aus meinem Traum zeigen will.

    Das mit dem Gemini-Text, der Text ist ja dann super. Aber es ist ein bisschen wie eine Wand zwischen Leser und Autor. Auch wenn Du die Ideen eingibst und den Text am Schluss korrigierst und freigibst, aber man merkt halt die KI darin, weil er einfach „zu perfekt“ ist.

    Mir persönlich macht halt Schreiben auch Freude. Also, es gibt mir selber was, einen Text zu formulieren und dann am Schluss noch oft zu verbessern, bis er endlich einigermaßen okay ist. Dafür sind meine Texte lange nicht so perfekt wie Deine. Nicht perfekt, aber original von mir. Bei meinen Texten liest man das Chaos noch raus. 😄

    Aber gut, es ist auch alles eine Frage der Zielgruppe. Du willst wahrscheinlich Menschen ansprechen, die genau sowas gut finden, perfekte Texte. Mein Blog ist ja eher klein und privat, da herrscht einfach ein anderer Ton als bei Dir.

    1. Eigentlich bin ich noch im Probierstadium. Ich merke aber, dass ich meine Themen besser zur Geltung bringen kann, wenn ich sie so präsentiere. Mir geht es nicht um Perfektion, sondern um Aufmerksamkeit und Interesse.

      Um was es mir genau geht, kannst du heute Nachmittag erfahren, da veröffentliche ich meinen Prompt, da steht das dann drin.

  2. Ich habe schon oft die KI benutzt. Beim Schreiben meines Textes gerade hilft sie beim Formulieren, aber häufig kann ich es nicht benutzen, weil es nicht nach mir klingt. Würde sie den ganzen Text überarbeiten, wäre es nicht mehr meiner.

    1. Du kannst der KI ja sagen, wie sie klingen soll. Vielleicht kann sie sogar von deinem Blog lernen. Ich veröffentliche heute Nachmittag meinen Prompt, da kannst du ja vielleicht einmal nachschauen, wie das funktionieren könnte.

      1. Ja, irgendwann passt es sich deinem Stil an, wenn du das willst.
        Ich müsste den Prompt so formulieren , schreib in meinem Stil und alles eingeben, was ich bisher geschrieben habe.

  3. Ich denke, aber dass es bei Themen wie deinen sehr hilfreich ist.

    1. So scheint es erst einmal.

      1. Aber noch merkt man deinen Texten an, dass sie mit KI geschrieben sind. Da ändert die Ansprache Du auch nichts dran. Sie sind zu glatt, um persönlich zu sein.

  4. Ich persönlich bevorzuge unperfekte Texte, die komplett selbst verfasst sind. Man will den Menschen sehen.

    1. Ich finde es etwas befremdlich, von selbst verfassten Texten als unperfekt zu sprechen oder gar zu postulieren, dass sie es sein sollten um lesenswert zu sein.

      Meine Texte sind sicher alle selbst verfasst. Aber tatsächlich leider unperfekt, da mir von meinen Leserinnen und Lesern auch hier in den Kommentaren bescheinigt wird, dass sie eben „zu perfekt“ seien und damit nicht authentisch, nicht meine Sprache etc. etc.

      1. … und schwupps sind wir mitten in einem der großen Themen unserer Zeit. Die Einen nutzen LLMs pragmatisch, so wie Du, die Anderen sperren sich dagegen aus einer bauchmäßigen Abneigung heraus, so wie ich und Andere.

        Und ja, meine Gleichsetzung von „selbst verfasst“ mit „unperfekt“ stimmt so nicht, würde ich jetzt nicht mehr so schreiben.

      2. Nichts für ungut! Ich finde schön, wie hier miteinander kommentiert wird. Meine Kommentare sind natürlich vollkommen ohne KI verfasst 🫷

  5. Wenn bald – ungeachtet der Tatsache, dass die LLMs erstaunlich hohe Prozentzahlen an ‚Slop‘ (glatte Lügen, Falschfaken, erfunden Quellen, Phantasiertes, …) rausnudeln – eh alle diese Hirn Prothesen nutzen, … reicht es dann nicht aus einfach nur eine Promtformulierung in einen ‚Blog‘ zu stellen (oder heisst das dann bald ‚Prlog‘ oder ‚Plog‘)?

    Interessant wäre auch ein ‚Ki‘-Blog, der einfach im täglichen oder wöchentlichen Turnus selbstständig Beiträge verfasst. Natürlich muss dem LLM dann das Zielgruppeninteresse mitgeteilt werden, es braucht ein wenig integrierte Evaluation (was bringt am meisten Klicks …), und der jeweilige Themenbereich, ggf. falls gewünscht flankiert mit Anweisungen zur politischen/kulturellen Ausrichtung. Aber wahrscheinlich gibt es das ja schon …

    Falls das bei den Bio-Rezipienten nicht so gut ankommen sollte, gibts ja evtl. genügend viele ‚Ki‘ generierte Bots, die sich das dann immerhin durchlesen, die Beiträge ggf. in social media kopieren, was dann wieder von LLMs als ‚Quelle‘ genutzt werden wird …

    Ist dann am Ende schon fast so sinnstiftend wie schnelle Hometrainer mit E-Antrieb?

    1. Nein, ich glaube, das reicht nicht aus. Aber ich finde das Szenario so richtig schön apokalyptisch. Aber wenn Bots meine Beiträge lesen und liken ( was sie leider nicht in akzeptablem Ausmaß tun), so what…. Sie scheinen noch in bester menschlicher Gesellschaft zu sein.

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