Take a ride on the wild side

Plötzlich Berlin in Hürth: Wie ein Graffiti-Hotspot meine Sonntagstour kapert

Entdeckst du auch manchmal auf ganz unscheinbaren Strecken echte Hingucker, die dich zum Anhalten zwingen?🤩 Genau das ist mir am Sonntag auf meiner Tour von Hürth nach Köln passiert, als ich eine kleine, aber feine „Galerie“ mit Graffiti-Kunst entdeckte, die sofort Erinnerungen an ein berühmtes Berliner Wahrzeichen weckte.

Die Strecke entlang der Stadtbahn, parallel zur Luxemburger Straße, ist an sich schon schön. Wenn du von Hürth kommst, fährst du über die Straße „Am Komarhof“, und kurz bevor der Radweg beginnt, prangen da rechterhand einige unglaublich auffällige Graffitis. Sie sind so groß und in einer Reihe angeordnet, dass ich sofort mein Rad abgestellt habe, um sie zu fotografieren. Auch wenn es nicht so viele Werke sind wie an der berühmten East Side Gallery in Berlin – die Anmutung war da. Ich dachte sofort: Das ist meine „Very West Side Gallery“! Diese kleine Freiluft-Ausstellung wurde dann im weiteren Verlauf meiner Fahrt sogar noch durch weitere, teils hinter Bäumen versteckte Werke und dann durch noch einmal richtig viele Graffitis ergänzt.

Ich liebe diese Form von urbaner Kunst. Sie macht graue Wände lebendig und ist immer ein Stopp auf meinen Touren wert. 🧐 Aber Halt, was steckt eigentlich hinter dem berühmten Original, das jedem Graffiti-Fan in den Sinn kommt?


Die East Side Gallery: Ein Symbol für Freiheit auf Beton

Die Berliner East Side Gallery ist weitaus mehr als nur bemalter Beton – sie ist ein unübersehbares historisches Denkmal und gleichzeitig die längste Open-Air-Galerie der Welt. Sie befindet sich auf dem längsten noch erhaltenen Teilstück der Berliner Mauer, das sich über 1,3 Kilometer entlang der Mühlenstraße zwischen Ostbahnhof und Oberbaumbrücke erstreckt.

Ihre Entstehung ist eng mit den euphorischen Ereignissen des Mauerfalls verbunden. Schon wenige Monate danach, im Frühjahr 1990, schufen 118 Künstler:innen aus 21 Ländern hier eine einzigartige Kunstmeile. Das Ziel war klar: Die einstige „Todesgrenze“ sollte in ein buntes Zeichen der Freude über das Ende der deutschen Teilung und ein Mahnmal für die überwundene Diktatur verwandelt werden. Die Gemälde – darunter ikonische Werke wie der „Bruderkuss“ – sind Ausdruck von Hoffnung, Wandel und der Sehnsucht nach Freiheit.

Die Bedeutung der East Side Gallery für Berlin und seine Besucher:innen ist enorm. Sie ist ein absoluter Anziehungspunkt und ein Muss für alle, die die Stadt besuchen. Sie stellt auf eindrucksvolle Weise dar, wie Kunst Geschichte verändern und konservieren kann. Wer durch Berlin radelt, sollte diese monumentale Galerie auf jeden Fall selbst erleben!


Ich mag Graffitis, weil sie so unvermittelt und ehrlich wirken, und glaube, dass ich meine Fundstücke aus der Kölner Bucht in den nächsten Wochen mal alle hier vorstellen werde.

Jetzt bin ich aber gespannt: Was haltet Ihr von Graffitis überhaupt und von diesen spontanen „Galerien“ im Speziellen? Habt Ihr auch eine Lieblingsstrecke, auf der ihr ständig neue Werke entdeckt? Erzähl es mir und den anderen Leser:innen!

Lasst uns wissen, welche urbanen Leinwände euch auf euren Radtouren schon zum Anhalten gezwungen haben, und teilt diesen Beitrag, damit auch andere die „Very West Side Gallery“ entdecken! 👇

Kommentare

  1. Danke für die Infos. In Kiel, im Stadtteil Gaarden sind auch solche Kunstwerke zu sehen, alle legal und keine Schmierereien sondern echte Kunst.

    1. Ich weiß nicht, ob „meine“ legal sind. Schmierereien sind sie auf jeden Fall nicht.

  2. Mit Schmierereien habe ich nicht die Graffitis auf deinem Bild gemeint, es gibt Leute die überall ihre Kürzel hinterlassen und in vielen Fällen sind die nicht mal schön, sowas habe ich gemeint

    1. Klar, wusste ich doch. So wollte ich meine Antwort doch auch nicht verstanden wissen

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