Take a ride on the wild side

Fahr-Glück und Blech-Ärger: Mein Ritt auf dem reaktivierten Rheinufer-Pop-Up

Demo Pop-up Radweg Rheinuferstraße

🚦 Pop-Up-Power in Köln: Vom Protest zur Piste – Was steckt hinter dem Phänomen?

Pop-Up-Radwege sind in aller Munde – aber was passiert, wenn sie wieder verschwinden sollen? An diesem Samstag war ich in Köln unterwegs, um die Wiedererrichtung des Pop-Up-Radwegs auf der Rheinuferstraße mitzuerleben, die nach seinem Rückbau durch die Stadt auf Initiative von ADFC und anderen NGOs als Demo zumindest für zwei Stunden neu entstanden ist. Eine klare Ansage aus der Zivilgesellschaft für eine bessere Infrastruktur! Doch bevor ich euch von meinen Erlebnissen berichte, tauchen wir kurz in die faszinierende Welt der temporären Radwege ein.

💡 Die Idee hinter den Pop-Up-Radwegen

Die Geburtsstunde der Pop-Up-Radwege schlug oft in Krisenzeiten oder bei dringendlichem Bedarf. Kennst du das auch, wenn eine Straße eigentlich perfekt zum Radfahren wäre, aber der Platz fehlt? Die Grundidee ist bestechend einfach und genial: Temporäre Radwege entstehen schnell, unkompliziert und kostengünstig, oft nur durch das Ummarkieren von Fahrspuren oder das Aufstellen von einfachen Barrieren. Sie sollen zeigen, wie schnell und effektiv mehr Sicherheit für Radfahrende geschaffen werden kann.

Sie entstehen oft aus der Not heraus, wie man es während der Pandemie in vielen Großstädten sah, als mehr Menschen aufs Rad umstiegen. Die schnelle Adaption und Verbreitung ist ihr großer Vorteil: Sie sind ein flexibles Instrument der Verkehrsplanung, ein lebendiger Testballon für dauerhafte Lösungen. Sie beweisen, dass der nötige Platz für den Radverkehr eben doch da ist!

🚧 Mein Samstag in der Domstadt: Zwischen Engagement und Ärgernis

Und genau diese Wichtigkeit wurde in Köln am Rheinufer einmal mehr unter Beweis gestellt. Die Stadt hatte den Pop-Up-Radweg, der während Bauarbeiten angelegt und sehr viel genutzt worden war, wieder zurückgebaut. Das ließen sich die engagierten Köpfe von ADFC und Co. natürlich nicht gefallen und organisierten die Demo, die den Pop-Up-Radweg zwischen Rheinufertunnel und Rheinauhafen wieder auferstehen ließ. Ich fuhr natürlich dorthin!

Als ich ankam, war die spektakuläre Durchfahrt durch den Rheinufertunnel zwar schon beendet – die gehörte auch zur Demo! – aber ich konnte noch ein paar Runden auf dem neu markierten Abschnitt drehen. Ein tolles Gefühl der gemeinsamen Sache!

Aber Halt, das ist noch nicht alles! Die Fahrt zum „Home of WARUMICHRADFAHRE“ war an diesem Tag wieder ein Abenteuer im Alltag. Auf dem Hinweg musste ich gleich zwei brenzlige Radwegblockaden umfahren: Erst ein querstehendes Auto (eine „Blechkiste“ der übelsten Sorte!),

dann das Heck eines SUV, das eine Querung versperrte. Beide Situationen waren ziemlich heikel und zwangen mich auf Flächen auszuweichen, die eigentlich nicht für mich bestimmt waren.

Auch Fußgänger*innen waren unterwegs, was die Ausweichmanöver nicht einfacher machte. Ein klares Zeichen dafür, wie nötig diese geschützten Bereiche sind, oder?

Auf dem Rückweg ging es dann mit tollen Aus- und Einblicken entlang der Rheinuferstraße nach Süden und über die Severinsstraße zurück.

Ein weiteres Highlight: Ich fuhr zum ersten Mal den neuen Radfahrstreifen auf der Aachener Straße direkt westlich der Bahnstrecke – eine weitere, tolle Neuerung!

Dieser Tag war eine pure Lustfahrt (45,3 km!) mit vielen tiefen Eindrücken: dem friedlichen Protest am Rhein und den alltäglichen Kämpfen auf den Radwegen. Wetter: trocken und sehr warm! Mein ICE Adventure HD mit Lunetta hat mich sicher durchs Chaos gebracht.

Dokumentiert ist die Tour übrigens wie immer auf komoot und in meinem Fotoalbum! Auch hier GoogleMyMaps: https://www.google.com/maps/d/u/0/edit?mid=1G2JJMbG5lvOIOKKAl_C0hM1YeIbchZI&usp=sharing

Was nimmst du aus dieser Geschichte mit? Ich hoffe, es motiviert dich, deine Stimme für bessere Radwege zu erheben und diese tollen Ecken selbst einmal zu erkunden!

Wie siehst du das: Sind Pop-Up-Radwege die Zukunft oder nur eine nette Spielerei? Lass es mich wissen! 👇

Kommentare


  1. Zu Pop Up Radwegen konnten sich Politik und Verwaltung in Düren leider noch nicht durchringen, es gab mal ein kurzes Stück an der august-klotz-straße als dort der Bürgersteig gesperrt war das war aber dann kein Radweg sondern dieser war für Fußgänger bestimmt,


    die Aachener Straße wird auch schon mal während der Annakirmes abgesperrt diese Absperrung dienen aber dann als halte stelle für Taxis, also der Radverkehr muss schauen wo er bleibt, in Düren muss alles immer genau durch geplant werden, und wenn das geschehen ist, ist schon wieder eine andere Regierung am Drücker und mach die Entscheidungen wieder rückgängig.


    Das ist wirklich frustrierend

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