Wieder im Sattel: Von kuriosem Ärger, Kettensprüngen und majestätischen Greifvögeln 🦅

Nach einem unfreiwilligen Tag Zwangspause im Bett – ja, manchmal braucht der Körper einfach eine Auszeit 😉 – stand ich am Samstag wieder mit kribbelnden Waden am Start. Über 50 Kilometer ungeplanter Fahrspaß mit meinem ICE Adventure HD und der treuen Lunetta lagen vor mir, auf einer Strecke, die ich eigentlich schon in- und auswendig kenne. Doch die heutige „Lustfahrt“ hielt einige Überraschungen bereit, die diesen Tag unvergesslich machten.
Die Sonne kämpfte sich durch die Schleierwolken, und obwohl es kalt war, war das Wetter wunderschön zum Radfahren – perfekt für den Wiedereinstieg! Mein ursprünglicher Plan war moderat, aber wie das oft so ist, wenn man sich gut fühlt, wurde es dann doch eine stattliche Runde durch den Parrigwald, den Kerpener Süden und über Vinger Weg, Rath und Wissersheim. Kleiner Tipp am Rande: Wenn du dich im Kerpener Süden mal in asphaltierten Feldweg-Sackgassen verfranst – Kennst du das auch? Manchmal führen die schönsten Umwege eben nicht zum Ziel, aber zurück findet man immer!
Die Fahrt lebte heute nicht von neuen Ausblicken, sondern von den kuriosen Ereignissen entlang des Weges. Der erste Ärger kam, als ich im Auftrag meiner Frau einen Brief einwerfen wollte. Ein Mietshaus mit innenliegenden Briefkästen – da ahnte ich schon Übles. Weil die Adressatin nicht zu Hause war, klingelte ich im Erdgeschoss. Jemand öffnete, doch bevor ich mich versah, wurde ich wüst beschimpft. Tja, manchmal sollte man sich einfach den Weg zur Post nicht sparen und den klassischen Weg wählen – Lektion gelernt!
Kurz darauf der erste mechanische Zwischenfall: Die Kette sprang ab. Zwei, drei Versuche waren nötig, aber schließlich saß sie wieder bombenfest. Und dann, in Rath, kam der magische Moment: Ein majestätischer Greifvogel saß auf einem Kreuz. Er blieb lange sitzen, als ich mich näherte, sodass ich ihn mit meiner Insta-Kamera filmen konnte – ein tolles Video für euch ist dabei herausgekommen.
🦅 Unsere Greifvögel: Jäger der Lüfte
Dieses Erlebnis hat mich dazu inspiriert, genauer hinzusehen. Greifvögel sind einfach faszinierende Geschöpfe. Sie sind nicht nur imposant, sondern auch ein wichtiger Teil unserer Ökosysteme.
Was Greifvögel biologisch sind und wie sie leben
Greifvögel (Ordnung Accipitriformes und Falconiformes) sind Vögel, die sich durch ihre Beutejagd auszeichnen. Ihre anatomischen Merkmale sind perfekt auf das Jagen abgestimmt: Sie besitzen scharfe Krallen (Fänge), einen gekrümmten Schnabel zum Zerlegen der Beute und herausragende Sehkraft. Sie sind Fleischfresser und meistens tagaktiv. Sie bauen oft große Nester (Horste) in Bäumen oder auf Felsvorsprüngen und sind langlebige Tiere.
Fünf heimische Greifvogelarten in unseren Breiten:
- Mäusebussard (Buteo buteo): Der häufigste Greifvogel, oft auf Pfosten oder Bäumen sitzend.
- Turmfalke (Falco tinnunculus): Bekannt für sein Rütteln in der Luft.
- Rotmilan (Milvus milvus): Auffällig durch seinen gegabelten Schwanz.
- Sperber (Accipiter nisus): Ein kleinerer, flinker Jäger, der oft Vögel jagt.
- Seeadler (Haliaeetus albicilla): Einer der größten Greifvögel, der vor allem an Gewässern lebt.
Verhalten im Winter und bei gefrorenem Boden
Im Winter wird das Überleben für Greifvögel schwieriger. Bei gefrorenem Boden ist es für sie oft schwerer, Bodenlebewesen wie Mäuse zu jagen, da diese tiefer in den Boden oder unter die Schneedecke flüchten. Daher sind sie im Winter oft stärker auf Aas oder die Jagd auf kleine Vögel angewiesen. Manche Arten, wie der Mäusebussard, sind Teilzieher und ziehen bei starkem Frost in mildere Regionen, während andere hierbleiben und sich anpassen müssen. Möchtest du mehr über die Anpassung unserer heimischen Vögel an den Winter erfahren? Dann schau doch mal auf dieser externen
vorbei!
Aber Halt, das ist noch nicht alles! Denn die Kuriositäten nahmen kein Ende.
Hinter Burg Bergerhausen kam eine fast filmreife Szene: Der Radweg war blockiert durch ein Fotoshooting einer „Blechkiste“.

Die Karre stand fast quer über den Weg, und ich musste den Herrn beim Posieren stören, um gerade noch am Heck vorbeizukommen. Ein Hoch auf die Rücksichtnahme! 🙄
Die Krönung kam dann hinter Haus Breitmaar: Ein Pferd stand seelenruhig quer über den Radweg und graste gemütlich. Obwohl Pferde Lunetta, mein Dreirad, manchmal scheuen, war dieses Tier so mit Kauen beschäftigt, dass es mich kaum bemerkte. Die Halterin zog es aber freundlich zur Seite, sodass ich passieren konnte.

Am Ende war es eine herrlich gechillte Fahrt. Ich drückte nicht aufs Tempo und kam entspannt und glücklich zu Hause an. Die kleinen, kuriosen Ereignisse haben den Tag erst richtig spaßig gemacht und bewiesen, dass selbst bekannte Strecken immer wieder etwas Neues bieten. Wenn dich die Route durch Buir und den Bahnradweg interessiert, findest du hier weitere
https://warumichradfahre.blog/strecken/der-bahntrassenradweg-bei-buir-eine-lokale-perle
zur Streckenführung in meiner Umgebung. Oder suchst du vielleicht einen passenden Blogbeitrag über die Besonderheiten des ICE Adventure HD? Dann klick hier:
Ich bin gespannt: Welches kuriose Erlebnis hattest Du zuletzt auf Deiner Radtour? Teile Deine Geschichte in den Kommentaren, lass ein Like da oder reblogge diesen Beitrag, um auch andere Leserinnen und Leser zu einem Ausritt ins Ungewisse zu motivieren!

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