Take a ride on the wild side

Leerer Kopf, volles Herz: Wie Abschied zum Blogthema wird

Festgehaltene Gedanken über mich auf einer Metapkanwand

🤔 Wenn Gedanken Achterbahn fahren: Über Abschiede und die Suche nach dem Thema

Manchmal ist der Kopf leer, aber nicht wirklich frei. Du kennst das, oder? Heute Morgen war so ein Moment: Ich sitze daheim in meinem Sessel, das ICE Adventure HD steht bereit und meine Lunetta wartet auf eine neue Geschichte, aber die zündende Idee für meinen täglichen Blogbeitrag? Fehlanzeige! Seit dem 01.01.2019 schreibe ich fast jeden Tag, meistens über die schönen Seiten des Radfahrens, über Touren, Technik oder Aktivismus. Aber heute musste ich erst einmal über das Schreiben selbst sinnieren – und dabei habe ich bemerkt, dass ein viel größeres Thema über allem schwebt: der Abschied.

Die Woche war turbulent, und da gab es tatsächlich einige schöne Rad-Erzählungen, die ich hätte bringen können. Da war der unangeleinte Hund 🐶, dessen Besitzer sich bei mir bedankte – wofür genau, dass ich ihn nicht überfahren habe?

20251125 hund auf der fahrbahn

Oder die Fahrten im strömenden Regen 🌧️, bei denen ich wirklich gelernt habe, mich wasserdicht zu verpacken. Solche Erlebnisse sind mein Daily Business als Radfahrer, meine typischen Themen für euch.

Regen, Klamotten, Gore, wasserdicht

Aber am Freitag gab es dieses überwältigende Ereignis auf der Arbeit, das mich nicht losgelassen hat. Wir hatten einen Workshop im engsten Kolleg*innenkreis, der sich auch um mein Ausscheiden aus dem Arbeitsleben in einem Monat drehte. Die Moderatorin 💖 hatte eine Sequenz eingebaut, die zu einem wunderbaren, aber auch emotionalen Erlebnis der Wertschätzung meiner Kolleginnen und Kollegen wurde. Es war dann aber auch wie ein Schlusspunkt, eine Art Abschied aus dem Team, bevor es in der Tagesordnung um die Zukunft ohne mich ging.

Ich fuhr danach im Regen nach Hause, gut verpackt auf meinem Rad, und merkte fast nichts von der Nässe. Meine Gedanken und Gefühle hingen noch so sehr in diesem wundervollen Nachmittag.

💖 Wie Abschiede uns auf dem Rad begleiten – oder: die Kunst der Themenfindung

Es wird mir klar: Vieles erhält gerade Abschiedscharakter. Es finden viele „Letzte Male“ statt. Und genau dieses Sinnieren über das Thema wurde heute zu meinem Thema. Die Gedanken schweifen ab, werden eingefangen und niedergeschrieben. Bloggen ist eben auch das: das Festhalten des Fließenden.

Aber Halt, das ist noch nicht alles! Hast du dir schon einmal überlegt, wie das Radfahren mit diesen großen Lebenswenden, diesen Abschieden, zusammenhängt?

💡 Inspiration: Wie andere mit Abschieden radelnd umgehen

Die Recherche zeigt: Du bist mit solchen Gedanken nicht allein! Viele Menschen nutzen das Rad als eine Art Ventil oder Begleiter in Zeiten des Umbruchs. Profi-Radfahrer wie Dominik Nerz sprechen nach dem Karriereende davon, nicht in ein Loch zu fallen, weil sie das Radfahren als Meditation in Bewegung beibehalten. Das Fahrrad wird oft zum Symbol für Freiheit und Neuanfang. Es gibt Blogs über Radreisen, die mit einem emotionalen Abschied beginnen, weil man aufbrechen will, um sich selbst neu zu finden.

Die einfache Freude, mit dem Rad unterwegs zu sein, bleibt – egal, ob du dich von einem Job trennst, eine große Reise antrittst oder einfach nur das Stadtradeln beendest. Es ist, wie wenn du einen Link setzt und dich damit mit einem anderen, verwandten Thema verbindest: der Kern des Themas bleibt, nur die Perspektive ändert sich. Schau doch mal bei meinen älteren Artikeln oder meinem Beitrag über meine erste Critical Mass vorbei, wenn dich die Ideensuche fürs Bloggen interessiert.

Kennst du das auch? Dieses Gefühl, wenn die Straße vor dir liegt, die Gedanken kreisen und das Rad dich fast automatisch zu einer Klarheit führt, die am Schreibtisch fehlt?

Dieser Blog, mein tägliches Schreiben, ist auch ein Ritual. Es dokumentiert nicht nur meine Radfahrten, das Kilometerzählen oder meine Erlebnisse mit KI und Graffiti, sondern es ist ein Anker. Und es ist eine Art, euch alle, meine Leser*innen, mitzunehmen, bis zum letzten Tag.


Vielleicht ist es das Wunderbare am Bloggen: dass das Leben selbst, das wahre Erleben, immer das beste Thema liefert – selbst wenn das Thema nur das Sinnieren darüber ist. Denn am Ende geht es um Echtheit. Ich bin gespannt, welche „letzten Male“ in den nächsten Wochen noch auf mich warten. Ich werde sie wahrnehmen und darüber berichten. Für mehr Inspiration rund ums Radfahren und Denkanstöße empfehle ich dir diesen Artikel über Fahrrad-Sprüche zum Nachdenken.

Was war dein größter oder schönster Abschied im Leben, den du mit dem Rad verbunden hast? Erzähl es mir und der Community in den Kommentaren! Lass uns dieses letzte Stück Weg gemeinsam radeln – mit einem Like, einem Reblog und deinem Gedanken dazu! 👇

Kommentare

  1. Jetzt wird dieser Blog doch interessanter, als ich zuerst dachte. Ich habe diesen Beitrag wieder bei mir angezeigt.

    1. Ich tue mein Bestes….

      1. Ja das glaube ich und wünsche dazu auch „das Allerbeste“. Was ist das Allerbeste? Darüber will ich einmal nachdenken…


  2. Im Sommer 2022 habe ich mir ein neues E-Bike gekauft.


    Bei der Gelegenheit habe ich nicht nur darüber nachgedacht, was ich mit meinem total defekten Altrad mache, sondern auch, das kaum gebrauchte E-Bike meines Mannes zu verkaufen.


    Als ich in der Einfahrt stand und es überprüfte, ist zufällig mein Cousin vorbei gekommen. Seine 18 jährige Tochter war erst vor kurzem gestorben.Er fragte mich nach meinem absoluten Mindestpreis, sprach sich mit seiner Frau ab und brachte mir direkt am nächsten Morgen das Geld vorbei.


    Der Abschied von dem E-Bike, über dessen Kauf sich mein Mann so gefreut hatte und das er heiß und innig geliebt hatte, ist mir sehr schwer gefallen.


    Aber bald freute ich mich nur noch über die schönen Fotos, die mein Cousin mir von seinen Radtouren zuschickte. Er trat von nun an jede freie Minute – und weil er krank geschrieben war, hatte er viele davon – in die Pedale.Und überwand so seine Trauerdepression.

    1. Ach Trude, das ist eine wunderschöne Geschichte! Der Beginn meines Radfahrens war ähnlich „zufällig“. Auf dem Geburtstag meiner Frau erzählte ein Freund von uns, dass er ein E-Bike von seinem Sohn geschenkt bekommen hatte (das war 2010!) und dass sein Rad, das voll intakt war, aber unbenutzt im Keller stand, über sei. Ich hatte damals kein Rad und dachte, na, das könnte doch eine gute Gelegenheit sein, vor allem, da der Mann auch so meine Statur hatte. Also begleitete ich ihn nach Hause, zahlte das kleine Geld, das er haben wollte und fuhr schon mit dem Rad nach Hause. Seither sind 194.000 Kilometer auf dem Rad zusammen gekommen und quasi ein neues Leben.
      Ich wünsche Deinem Cousin noch viel Freude und Dir die Gewissheit, dass das Rad Deines Mannes in gute Hände gekommen ist und jemandem, der Dir ja auch wichtig ist, Glück bringt.

  3. Ja wahrscheinlich dann, wenn jeder sein Allerbestes gibt.
    Wenn jeder es versucht und sich darin übt,.damit es allen dabei gutgeht und alle Freude und inneren Gewinn dabei haben.

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