Rentner-Stress und Lechenicher Lockrufe: Der (fast) radfreie Freitag
Der erste offizielle „Arbeitstag“ im Ruhestand – und was passiert? Genau das, wovor mich alle gewarnt hatten: akuter Zeitmangel! Eigentlich wollte ich heute ordentlich Kilometer fressen, doch der Plan landete schneller im Straßengraben als gedacht. 🚲😉
Wenn das Mittagessen die Planung schlägt
Alles begann mit einer Einladung einer langjährigen Freundin. Unsere Familien kennen sich noch aus den wilden Kindergartentagen unserer Kinder. Der Anlass? Ihr Geburtstag und ein gemeinsames Mittagessen im Frenzen+. Das Essen war fantastisch und die Stimmung noch besser.
Das Lokal liegt direkt am Schlosspark in Lechenich.

Was ich bisher nur als hübsches Grün kannte, entpuppte sich als echter Geschichtskurs. Der Park gehört nämlich zur Landesburg Lechenich, einer beeindruckenden Ruine am Parkrand.

Nach dem Schlemmen war ein Verdauungsspaziergang Pflicht. Wir schlenderten durch das Parkgelände, ein langes Stück am Rotbach entlang und landeten schließlich auf dem historischen Marktplatz.
Lechenich: Zwischen kurkölnischer Pracht und moderner Idylle
Dass Lechenich mehr ist als nur ein hübscher Stadtteil von Erftstadt, merkt man an jeder Ecke. Die Geschichte reicht weit zurück: Schon im 12. Jahrhundert gab es hier eine Siedlung, doch erst unter den Kölner Erzbischöfen wurde der Ort zur mächtigen Festung ausgebaut. Die Landesburg entstand im 14. Jahrhundert und war damals eine der wichtigsten Residenzen im Erftraum.
Heute ist Lechenich das Herzstück von Erftstadt – lebendig, geschichtsträchtig und ein echter Magnet für uns Radfahrer:innen. Wer die Region wirklich erkunden will, sollte sich diese Radtour zwischen Erftstadt und Kerpen anschauen. Hast Du die Burgruine eigentlich schon mal bei Sonnenuntergang fotografiert? 📸

Kuchen, Schnee und Sprachwissenschaft
Eigentlich wollte ich nach dem Spaziergang aufs Rad steigen. Doch dann kam die Einladung zum Kaffee. Bei selbstgebackenem Kuchen und angeregten Gesprächen über das Radfahren (inklusive schmerzhafter Stürze) verflog die Zeit.
Wir haben sogar noch ein Rätsel gelöst: Woher kommen eigentlich die vielen Ortsnamen auf „-ich“ oder „-lich“ im Rheinland? Dank Google Gemini wissen wir nun: Das Suffix geht oft auf das keltisch-römische -acum zurück, was so viel wie „Gutshof des…“ bedeutet. Wer es ganz genau wissen will, hier ist die Gemini Analyse: https://docs.google.com/document/d/15JjPMHJIY4PQT55U5kAQMyrh-LqqTuu0JwNbBaqvGKo/edit?usp=sharing
Als es dann auch noch anfing zu schneien, war die Gemütlichkeit perfekt. Das Rad blieb stehen. Meine Bilanz für diesen „Arbeitstag“: Drei Kilometer Fahrt zum Fitnessstudio und zurück. Das geht ja gut los mit dem sportlichen Ruhestand!

Wie sieht es bei Euch aus: Kennt Ihr auch diese Tage, an denen das Leben einfach dazwischenkommt? Schreibt es mir in die Kommentare! 👇

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