Grusel-Stimmung im Kreishaus:
Warum wir im Verkehrsausschuss mal laut hupen müssten
Habt ihr euch schon mal gefragt, wie Entscheidungen über unsere Radwege eigentlich entstehen? Ich war für euch in einer Sitzung des Verkehrsausschusses des Rhein-Erft-Kreises und sage mal so: Es war ein Erlebnis der besonderen Art. Gemeinsam mit einer neuen Bekannten, die ich dort traf, war ich mir danach schnell einig: Das war stellenweise echt gruselig! 😱
Transparenz? Fehlanzeige!
Die Sitzung fand im großen Sitzungssaal des Kreistages statt. Wer als Gast dabei sein will, landet oben auf einer Empore. Das Problem? Von dort oben sieht man kaum die Gesichter der Politiktreibenden. Und das Hören? Eine schlichte Katastrophe!
Die Akustik ist so schlecht, dass man kaum ein Wort versteht – und das gilt laut Teilnehmerkreisen sogar für die Leute unten im Saal. Echte Teilhabe und Demokratie stelle ich mir anders vor. Das nenne ich mal „gelebte Transparenz“. Nicht. 🤨
Viel wäre auch sowieso nicht zu hören gewesen, denn Debatten gab es überhaupt nicht. Bei keinem einzigen der Tagesordnungspunkte. Auch das: gruselig. 

Wachmacher gesucht: Ganz ehrlich? Bei dieser Mischung aus schlechter Akustik und dem offensichtlichen Desinteresse hätte ich am liebsten meine Hupe ausgepackt. Einmal kräftig tröten, um alle aus dem Dämmerschlaf zu reißen! Vielleicht hätte das ja geholfen, mal echte Diskussionen anzustoßen. Habt ihr auch manchmal das Bedürfnis, im Rathaus mal lautstark auf euch aufmerksam zu machen? 📢
Der Erftradweg: Warten auf den Regen
Ein Punkt auf der Tagesordnung war der Sachstandsbericht zur Übernahme des Erftradwegs. Ich hatte mir die Vorlage vorher durchgelesen: total intransparent! Manche Abschnitte wurden erwähnt, andere fehlten völlig.
Die Ausschussmitglieder schien das nicht zu stören. Keine Rückfragen, keine Diskussion. Dafür gab es große Vorfreude auf eine Befahrung im Sommer. Ich wünsche dem Ausschuss dafür richtig fieses Regenwetter und ordentlich Matsch! 🌧️ Denn erst dann entfaltet der Erftradweg seine „ganze Schönheit“. Schon mal bei Dauerregen dort unterwegs gewesen?
Rote Farbe als „rotes Tuch“
Richtig spannend wurde es beim Thema Rotmarkierung von gefährlichen Einmündungen. Ein Erlass des Landesverkehrsministers sieht das eigentlich vor. Die Umsetzung im Kreis? Passiert laut Beschluss nur bei Neubauten oder wenn man „zufällig“ sowieso gerade eine Baustelle hat. Das bedeutet im Klartext: fast nie.
Besonders deutlich wurde es im Gespräch mit dem Vorsitzenden des Verkehrsausschusses aus Kerpen. Dort scheint rote Farbe ein echtes „rotes Tuch“ zu sein. Sicherheit durch Sichtbarkeit? In Kerpen und im Kreis wohl auf absehbare Zeit nicht geplant. Ein gruseliges Setting mit ebenso gruseligen (Nicht-)Beschlüssen.
Was meinst du? Findest du diese Art der Verkehrspolitik auch gruselig oder einfach nur „interessant“? Schreib es mir in die Kommentare, lass ein Like da oder teile den Beitrag! 🚲

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