
Mit dem Brompton zur Roadshow: Ein Erfahrungsbericht
Gestern Köln, heute Zukunft: Die pd-f Roadshow im Sport & Olympia Museum hat gezeigt, wohin die Reise auf zwei Rädern geht. Pack Dein Brompton ein, wir schauen uns die Highlights 2026 an! 🚲✨
Eigentlich hätte die Anreise zum Deutschen Sport & Olympia Museum schon gereicht, um einen Artikel über die (fehlende) Rad-Infrastruktur in Köln zu schreiben. Aber wer lässt sich bei Kaiserwetter die Laune verderben, wenn man auf einem Brompton G-Line die Aachener Straße bezwingt? 20 Kilometer Anfahrt waren das perfekte Warm-up für das, was mich bei der Roadshow des Pressedienst-Fahrrad (pd-f) erwartete.
Ein Heimspiel für die Fahrrad-Elite
Inmitten von Sportgeschichte präsentierte pd-f-Gründer Gunnar Fehlau eine Werkschau, die sich wie das „Who is Who“ der deutschen bzw. europäischen Bike-Branche las. Mit rund 30 Fachleuten war die Bude voll – und das aus gutem Grund. Die Organisation war, wie man es vom Team rund um Gunnar gewohnt ist, absolut top.
Aprops Gunnar Fehlau. Er ist nicht nur der Kopf hinter dem Pressedienst-Fahrrad (pd-f), sondern ein echter Überzeugungstäter. Man merkt in jedem Satz, dass er das Thema Radfahren nicht nur als Business, sondern als Lebenseinstellung begreift. Seit Jahrzehnten prägt er den Diskurs in Deutschland – ob als Fachbuchautor, Abenteurer auf dem Rad oder als Netzwerker, der Hersteller und Medien zusammenbringt. Es gibt wohl kaum jemanden, der mit so viel Herzblut und Fachwissen die Mobilitätswende vorantreibt. Auch bei dieser Roadshow war er wieder voll in seinem Element und bewies einmal mehr, warum er als einer der wichtigsten Botschafter für das moderne Fahrradfahren gilt.
Besonders cool: Der Fokus der Roadshow lag klar auf „Made in Germany bzw. Europe“. Marken wie Riese & Müller, Stevens, Puky, Croozer und HP Velotechnik zeigten, dass Innovationen oft direkt vor unserer Haustür entstehen. Auch beim Zubehör gab es feine Kost von Fahrer Berlin, Ortlieb, Schwalbe, SKS, Abus und vielen mehr.
Der Gamechanger made in Germany: Pinion MGU (Motor-Gearbox-Unit)

Das absolute Highlight der Show war für mich die Technik von Pinion. Gunnar hat es treffend zusammengefasst: „Jetzt wächst zusammen, was zusammengehört.“
Die Rede ist von der Pinion MGU. Hier wird nicht mehr lange gefackelt: Der Motor und das Getriebe sitzen in einem einzigen Gehäuse. Warum das genial ist?
- Kein Kabelsalat: Die Ansteuerung erfolgt elektrisch via Smart.Shift – super clean am Lenker.
- Wartungsarm: In Kombi mit einem Riemenantrieb hast Du quasi Ruhe. Kein Kettenfett, kein Verschleiß-Stress.
- Power & Präzision: Das System schaltet blitzschnell, sogar unter Last.
Schon mal ein Getriebe-Bike gefahren? Das Fahrgefühl ist durch den tiefen Schwerpunkt einfach unschlagbar!
Pinions gesamte Produktpalette ist schon sehr beeindruckend, hier ein paar Details:
Das Herzstück: Das Zentralgetriebe
Das Konzept wurde von zwei ehemaligen Porsche-Ingenieuren entwickelt. Die Idee war, die Zuverlässigkeit und Präzision eines Autogetriebes auf das Fahrrad zu übertragen.
Warum das Getriebe in der Mitte sitzt:
- Gewichtsverteilung: Der Schwerpunkt liegt tief und zentral, was das Handling (besonders bei E-MTBs) enorm verbessert.
- Schutz: Alle Zahnräder laufen in einem geschlossenen Ölbad. Dreck, Schlamm oder Steine können der Schaltung nichts anhaben.
- Wartungsarm: Ein Ölwechsel alle 10.000 km oder einmal im Jahr – das war’s meistens.
Die wichtigsten Produktlinien
Pinion hat zwei Hauptkategorien, die den Markt aktuell dominieren:
1. Die P-Linie & C-Linie (Klassische Getriebe)
Dies sind rein mechanische Getriebe für Fahrräder ohne Motor oder für E-Bikes mit Heckmotor.
- P1.18: Das Flaggschiff mit 18 Gängen und einer riesigen Übersetzungsbandbreite von 636 %. Ideal für Weltreisen.
- C-Linie: Kompakter und leichter (Magnesium-Gehäuse), oft an modernen Urban-Bikes oder Pendlerrädern zu finden.
Und eben die MGU, siehe oben.
Ausblick: Der Fahrradfrühling 2026 (ff26)
Ein Blick auf die offizielle Pressemappe des pd-f (ff26) verrät, dass 2026 das Jahr der Spezialisierung, wird. Hier meine kurze Analyse der Trends:
- Gravel-Vielfalt: Das „eine“ Gravelbike gibt es nicht mehr – es wird spezieller, vom Racer bis zum Reise-Gravel.
- Sicherheit & Sichtbarkeit: Mit Systemen wie dem Turntec T2 (Blinkersystem) von Busch + Müller wird das Abbiegen endlich sicherer.
- Familien-Mobilität: Kinderräder werden konsequent zu Ende gedacht (z.B. das vollgefederte Eightshot Groot 246), aber auch der Anhänger, etwa von Croozer, erlebe eine Renaissance.
Wer tiefer graben will, findet dort alles von der Gates Riemenversiegelung bis hin zu neuen Regenschutz-Lösungen von Vaude. Die Produktpalette zeigt deutlich: Das Rad wird immer mehr zum echten Auto-Ersatz im Alltag.
Mein Fazit: Die Roadshow war eine klasse Inspiration. Ich hab da schon ein bestimmtes Teil im Auge… aber dazu bald mehr! 😉
Alle meine Bilder dazu findet Ihr natürlich in meinem #feb26 Google Fotoalbum: https://photos.app.goo.gl/2ozjujgiaKR6rhHn8
Was meinst Du: Ist die Motor-Getriebe-Einheit die Zukunft oder bleibst Du lieber bei der klassischen Kettenschaltung? Schreib’s mir in die Kommentare! 👇

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