
Blogbeitrag: Update zum Erftradweg – Mea Culpa und gute Aussichten!
Upsi, heute muss ich wohl mal Abbitte leisten! 😅 Hatte ich doch kürzlich die Sitzung des Verkehrsausschusses des Rhein-Erft-Kreises kritisiert und vor allem die Vorlage zur Übernahme des Erftradweges durch den Kreis als vollkommen intransparent bezeichnet (nachzulesen in meinem Beitrag Transparenz auf der Empore).
Nun habe ich mir im Zuge der Berichterstattung des Kölner Stadtanzeigers die Vorlage noch einmal genauer angeschaut. Ergebnis: Die Intransparenz lag wohl eher in meiner mangelnden Sorgfalt beim Lesen. Mein Fehler, zugegeben!
Die neue Trasse kommt
Tatsächlich enthält die Vorlage spannende Vorschläge zu Abschnitten, die ich glatt übersehen hatte. Besonders der Teil zwischen Erftstadt-Gymnich und Kerpen-Türnich hat es in sich. Aktuell ist der Weg dort zwar asphaltiert, aber in einem jämmerlichen Zustand.
Die Planung sieht vor, die Trasse auf das mittlerweile zugeschüttete ehemalige Bett der Erft zu verlegen (über die Renaturierung habe ich hier bereits berichtet).

Das wäre ein echter Meilenstein! In der Vorlage heißt es wörtlich:
„Erftstadt/Gymnich-Kerpen/Türnich: Der Erftflutkanal ist im Zuge der Renaturierungsmaßnahme des Erftverbandes zwischenzeitlich trockengefallen, die Trasse wird zurzeit verfüllt. Der Sachstand bzgl. der Nutzung der Kanaltrasse für den Erftradweg stellt sich zurzeit wie folgt dar:
- Die von der Verwaltung in Auftrag gegebene Planung ist in Bearbeitung. Die Vorentwurfsplanung liegt bereits vor und wird nach Prüfung durch die Verwaltung vom beauftragten Ingenieurbüro zur Ausführungsreife gebracht.
- Der Erftverband ist grundsätzlich bereit, die benötigten Grundstücke an den Kreis zu veräußern; die Verwaltung wäre in der Lage, den geforderten Kaufpreis pro qm im nichtöffentlichen Teil der Sitzung zu nennen.
- Die für den Erftverband tätige Baufirma wäre grundsätzlich bereit, den Radweg im Auftrag des Kreises unmittelbar nach Verfüllung der Kanaltrasse herzustellen. Dies hätte verschiedene Vorteile. U.a. könnten die bestehenden Baustelleneinrichtungsflächen im empfindlichen Landschaftsraum der Erftaue auch für den Bau des Radweges genutzt werden; ein nochmaliger Eingriff würde vermieden. Zum anderen würden keine Probleme in Bezug auf evtl. Gewährleistungsansprüche entstehen.
- Im Zuge der Projektierung muss noch eine Vielzahl von genehmigungs-, vergabe- und naturschutzrechtlichen Fragestellungen geklärt werden. Die Verwaltung ist darum bemüht, den 2,5 km langen Radwegabschnitt noch im Jahr 2026 zu realisieren.“
Ein echtes Upgrade für uns
Dass die Bauarbeiten direkt im Anschluss an die Verfüllung starten könnten, wäre ein riesiger Gewinn für alle Radelnden. Ein flüssigerer Belag und weniger Baustellen-Chaos in der Zukunft – wer würde da nein sagen? 🚲✨

Am 1. März bin ich den Abschnitt wieder gefahren (zum Tourbericht vom März-Auftakt) und habe die Fortschritte direkt für euch geknipst. Es tut sich was!
Was meint Ihr: Ist das Ziel 2026 realistisch oder zu optimistisch? Schreibt es mir in die Kommentare! 👇

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