
Ein treuer Begleiter auf vier Rädern: Mein Skoda-März
Normalerweise dreht sich hier alles um die zwei Räder, die die Welt bedeuten. Doch dieser März war anders – er war geprägt von Autobahn-Kilometern statt Radwegen. Warum mein 16 Jahre alter Skoda Fabia plötzlich zum Helden des Monats wurde, liest du hier. 🚗💨
In diesem Blog schreibe ich ja meist über meine gelebte Mobilität und meine klare Präferenz für das Fahrrad – sie ist schließlich Namensgeberin für dieses Projekt. Doch im vergangenen März hatte ich ein Mobilitätsverhalten, wie ich es seit Jahren nicht mehr erlebt habe. An so viele radlose Tage am Stück kann ich mich, abgesehen von Covid-bedingten Ausfällen, kaum erinnern. Über 2.000 Auto-Kilometer in einem einzigen Monat? Das war definitiv eine Premiere.
Die Fahrten dienten allesamt guten Zwecken. Natürlich hätte ich mit viel Sucherei und etlichen Kompromissen auch anders ans Ziel kommen können. Doch den Menschen, die ich besucht habe, wäre die Kompromisse nicht gerecht geworden. Manchmal muss man Prioritäten setzen. Hast du das auch schon mal erlebt? 🤔
Mein mittlerweile 16 Jahre alter Skoda Fabia Combi musste also wieder ran und hat seine Sache fabelhaft gemacht. Er ist ein treuer kleiner Lastenesel und hat alles transportiert, was anfiel – und das war nicht wenig. Sogar mein Brompton war mit an Bord, auch wenn es an den letzten beiden Wochenenden unverrichteter Dinge wieder mit nach Hause rollte. Mit Tempomat bei 110 km/h über die Autobahn zu gleiten, hat durchaus eine entschleunigende Wirkung.
Von Fahrrädern zu Motoren: Die Skoda-Story
Was viele nicht wissen: Die Verbindung zwischen Skoda und dem Fahrrad und dem Radsport ist tief in der DNA der Marke verwurzelt. Das Unternehmen wurde 1895 von Václav Laurin und Václav Klement im böhmischen Jungbunzlau (heute Mladá Boleslav, Tschechien) gegründet – und zwar als Fahrradfabrik unter dem Namen Laurin & Klement. Erst später folgten Motorräder und Autos. Schon mal ein originales L&K-Rad gesehen? 🚲
Nach der politischen Wende in Europa wurde Skoda 1991 Teil des Volkswagen-Konzerns, was der Marke zu einem enormen Aufschwung verhalf. Trotz des Fokus auf PKW ist Skoda dem Radsport treu geblieben: Seit 2004 ist die Marke offizieller Partner und Fahrzeug-Ausstatter der Tour de France.
Ein Auto, das „Benzin produziert“
Ich erinnere mich noch gut, wie ich den Fabia vor 16 Jahren als Tageszulassung in Nürnberg kaufte. Damals hatten meine Frau und ich auf der Überführungsfahrt herzlich gelacht: Dank meiner passiven Fahrweise stieg die Reichweitenanzeige im Cockpit stetig an. Wir scherzten, wir hätten ein Auto gekauft, das Benzin produziert! 😂
Ganz so ist es leider nicht, aber er schluckt brav das günstigere Super E10. Die aktuellen Spritpreise sind aufgrund der weltpolitischen Krisenherde horrend, da ist man froh um jeden gesparten Cent. In den 16 Jahren hat er nun 90.000 Kilometer absolviert – das ist etwa halb so viel, wie ich in derselben Zeit mit dem Rad zurückgelegt habe.
Obwohl ich ihn nicht gerade verwöhne (außer der regelmäßigen Inspektion und dem TÜV-Besuch in der Werkstatt gegenüber), ist er gut in Schuss. Er hat gerade wieder zwei Jahre „Freigang“ bekommen. Er wächst mir wirklich langsam ans Herz. ❤️
Die Fahrten im März waren kurzfristig und ungeplant. Für die nahe Zukunft sieht mein Plan wieder ganz anders aus: Das Deutschlandticket und vor allem das Fahrrad rücken wieder in den Mittelpunkt. Aber diese Erfahrung hat gezeigt: Ein verlässlicher Oldie in der Hinterhand ist manchmal Gold wert.
Wie sieht dein Mobilitäts-Mix aktuell aus? Schreib es mir in die Kommentare! 👇

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